"Unser Star für Baku", das erste große Finale: Roman Topfavorit

Unser Star für Baku: Dritte Ausgabe, 26.01.2012 - ProSieben / Willi Weber
Unser Star für Baku: Dritte Ausgabe, 26.01.2012 - ProSieben / Willi Weber
Am 26.01.2012 traten die zehn Kandidaten, die sich aus den ersten beiden Shows qualifiziert hatten, gegeneinander an. Hier: Die Beurteilungen der Jury.

Rapper Thomas D., seines Zeichens Präsident der Jury von "Unser Star für Baku", brachte es schon zu Beginn der Show auf den Punkt: "Sich für jemanden am unteren Ende der Blitztabelle einzusetzen heißt auch, jemand Höherplatziertem zu schaden." So ging der Musiker auf die Kritik am Echtzeit-Voting der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2012 ein: In der ersten Ausgabe der in Kooperation mit der ARD produzierten Sendung wäre der Bewerber mit dem größten Beifall des Publikums kurz vor Schließen der Leitungen rausgeflogen. Was den Kritikern auffiel: "Die Sendung hat die Aufgabe, den besten Bewerber zu finden, nicht aber, nur aus Spaß am Echtzeit-Voting die Anrufzahlen nach oben zu pushen." Roman Lob, 21 und Industriemechaniker aus Neustadt/Wied, hatte auch in der Sendung vom 26. Januar 2012 vom Start der Abstimmung an die höchste Zahl an Anrufen: Er trat somit an letzter Stellung auf. Rachel Scharnberg aus Köln dagegen musste als Erste ran. Und schied mit Leonie am Ende aus.

"Unser Star für Baku", Zusammenfassung vom 26. Januar

Rachel Scharnberg aus Köln-Nippes lieferte mit der Ballade "Like A Star" eine glanzvolle Leistung ab, so Thomas D. mit einem Danke an die 22-Jährige. Alina Süggeler von der Formation Frieda Gold lobte, dass Rachel bei ihrem Vortrag die Spannung gehalten habe. Juror Stefan Raab sah viel Sicherheit beim Stimmklang und konnte keine Fehler ausmachen. Leonie Burgmer aus Essen bei Düsseldorf trat mit "I Love Your Smile" von Songwriter Charlie Winston vor die Jury. Stefan Raab hat sich durch die 21-Jährige gut unterhalten gefühlt. Etwas ganz Spezielles sei sie, so Thomas D., der vor allem die sympathische Ausstrahlung der Bewerberin hervorhob. Er beurteile auch die Entscheidung von Sebastian Dey richtig, mit dem selbstkomponierten Song "Amnesie" anzutreten.

Der Altenpfleger aus Oberhausen erhielt auch von Stefan Raab Zustimmung; ebenso wie von Alina Süggeler. Der Song sei toll gewesen, so die Frontfrau von Frieda Gold. Mit Katja Petri aus Berlin setzte ProSieben die Show fort. Die 24-Jährige sang "Lego House" von Ed Sheeran zur Gitarre. Sie sei sich sicher in ihrer Sache gewesen, meinte Stefan Raab, und mache die Songs zu ihren eigenen. Doch es bestünde die Gefahr, dass Katja vom Stil her zu eintönig würde. Trotz guter Performance: Roman Lob behauptete die zweite Position im Echtzeit-Voting. Dies bevor Umut Amil auftrat. Der 21-jährige Sport-Lehramtsanwärter trug in der zweiten Runde auf "Weitergehen" von Tim Bendzko vor. Der junge Mann der großen Gefühle, so nannte Thomas D. ihn.

Umut Amil, Céline Huber ein unschlüssiger Stefan Raab

Doch der Rapper wusste nicht, ob der Song eine Spur zu groß für ihn sei; dies, so Thomas D., müsse das Publikum zu Hause entscheiden. Leistungsschwankungen machte Alina bei Umut aus. Stefan Raab ermittelte eine zweite Ebene im Vortrag, eine Unsicherheit: "Überzeugungskraft in Deinem Ausdruck fehlt mir." Céline Huber aus Lörrach hatte sich "How Come You Don't Call Me" von Prince ausgesucht. Für die 21-Jährige hatte das Publikum bis zu diesem Zeitpunkt den größten Einzelbeifall übrig. Stefan Raab hörte eine Masse an Tönen in gefährlichen Höhen heraus. Es war ihm fast ein bischen viel, was Céline abgeliefert hat. Er war sich unschlüssig. Thomas D. fühlte sich voll erwischt und meinte, dass er für die Kandidatin anrufen würde.

Eine Terrorbraut, die ihrem Verehrer hinterhertelefoniere, sei Céline trotz ihrer Vorliebe für den Titel aber nicht, versicherte sie Moderatorin Sandra Rieß. Ornella de Santis aus Offenburg rockte mit "I Want You Back" von den Jackson Five die Bühne. Die lebensfroh auftretende 27-Jährige erinnerte Stefan Raab durchaus an den jungen Michael Jackson. Irgendwie gut, so der erfolgreiche Kölner. Alina stellte fest, dass Ornella alles so leicht fiele, was ihr auch gefiel. Thomas D. war ebenfalls begeistert: "Du hast es alleine so gut gemacht wie die fünf." Damit, dass Ornella fünf Sprachen spreche brächte sie schon Eurovisions-Feeling mit, stellte Sandra fest. Shelly Phillips aus Coburg schaffte es nach einem grandiosen Auftritt in die Top Ten."A Star is born." meinte Thomas D.

Shelly Phillips entertainig und mit viel persönlichem Einfluss

Die Erwartungen waren demnach hoch. Mit "Fuck You" von Cee-Lo Green erinnerte die Coburgerin durchaus an Lena Meyer-Landrut, die Gewinnerin des ESC 2012; Shelly hatte etwas von einer Soul-Diva, die Thomas D. flashte. Großartig abgeliefert hätte sie, so Alina. Sehr entertainig, mit sehr viel persönlichem Einfluss. Die einen müssten es total doof, die anderen total super finden. Stefan Raab sei auf der Seite total super. Mit Yana Gercke meldete sich Lenas kleine Schwester wieder zurück: Die Schwester des Models sang "Roxanne" von The Police und sang nach Sicht von Stefan dynamisch und auf hohem Level. Alina fand die Songauswahl großartig, den Auftritt großartig und alles ganz toll. Jurypräsident Thomas D.: "Monsterstimme. Wahnsinnig Power."

Roman Lob Superstar? Stefan Raab: "Großes Entertainment."

Viel Zeit, Geburtstag zu feiern hatte Yana nicht. Sie wurde am Tag der Ausstrahlung der Show 20 Jahre. Roman Lob trat als letzter Bewerber an. Gänsehaut war gestern, so Thomas D. zu dessen erstem Auftritt. Begleitet vom deutlich lautesten Applaus aus dem Zuschauerraum kam er auf die Bühne; wie schon am 17. Januar 2012. Mit "Easy" von The Commodores traf er genau so wieder mitten ins Herz des Publikums wie bei seiner Premiere. Da saß alles, jeder Ton, jede Bewegung. Applaus auch zwischendurch. Und er setzte sich sofort auf Platz eins des Echtzeit-Votings. Thomas D. dazu: "Einfach Hammer. Ich wünschte, ich könnte das noch ewig erleben." Stefan Raab schloss sich der Begeisterung an: "Wenn der warme Sound in die Gehörgänge schleicht ..."

Die dritte Ausgabe von "Unser Star für Baku" hatte die Aufgabe, der Vorentscheidung dazu, wer am 26. Mai 2012 für Deutschland beim Eurovision Song Contest antritt, ein Stück näher zu kommen. Mit dem Rapper Thomas D. von Die Fantastischen Vier, dem Entertainer und Musiker Stefan Raab sowie der Sängerin Alina Süggeler standen die Bewerber drei hochkompetenten Juroren gegenüber, die am Ende der Show auf übermäßiges Pushen der Anrufer verzichteten. Moderator Steven Gätjen musste dann letztlich zwei der allesamt beeindruckend guten Bewerber verabschieden, denn nur acht von zehn sollten den Regeln entsprechend die nächste Runde erreichen. Leonie und Rachel schafften es nicht.

Rückblick: Der Artikel zur Erstausgabe von "Unser Star für Baku" vom 12. Januar

Hier klicken Sie zu der zweiten Show: Die Teilnehmer vom 17. Januar

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