Untergewichtige Hunde richtig füttern

Damit untergewichtige Hunde mehr auf die Rippen bekommen, muss die Ernährung umgestellt werden. Auch die richtige Fütterungsmethode und Motivation helfen.

Untergewichtigkeit kann bei Hunden ebenso zu gesundheitlichen Problemen führen wie Fettleibigkeit. Ein ideales Gewicht des Vierbeiners sollte daher angestrebt werden. Falls es bekannt ist, kann man das Gewicht zugrunde legen, das der Hunde hatte, als er gerade ausgewachsen war. Zu dem Zeitpunkt hat er in den meisten Fällen weder zuviel noch zuwenig auf den Rippen.

Gewicht des Hundes ermitteln und regelmäßig kontrollieren

Ausgewachsen sind kleinere Rassen mit 10 Monaten, mittlere Rassen mit ca. 14 - 16 Monaten, nur große Hunde haben ihre volle Statur mit etwa 18 Monaten erreicht. Bei Problemen, das Idealgewicht herauszufinden, hilft auch der Tierarzt weiter.

Nachdem Sie wissen, wie viel der Hund wiegen sollte, sollten Sie das aktuelle Gewicht ermitteln, um festzustellen, wie viele Kilos er zunehmen muss. Am besten eignet sich dazu eine spezielle Tierwaage.

Wenn die Daten bekannt sind, können Sie eine Tabelle anlegen, um das Gewicht regelmäßig zu notieren. Verbunden durch eine Linie, lässt sich der Erfolg leicht kontrollieren. Wiegen Sie den Hund, wenn möglich, immer zur selben Zeit an einem bestimmten Wochentag. So können Sie schnell erkennen, ob und wie viel das Tier zugenommen hat.

Fettreiches Futter für untergewichtige Hunde

Für untergewichtige Hunde eignet sich vor allem Futter mit hoher Energiedichte, die also eine große Kalorienzahl pro Portion beinhalten wie etwa fetteres Fleisch oder Gänseschmalz. Fettreiche Mahlzeiten haben in dem Fall den Vorteil, dass sie besonders schmackhaft sind. Den Fettanteil kann man gegebenenfalls langsam erhöhen, beispielsweise durch die Zugabe von Sonnenblumen- oder Distelöl.

Erlaubt ist soweit alles, was schmeckt und dem Hund zum Fressen animiert. Dennoch sollten die normalen Tagesrationen nicht ersetzt werden, sonst kann es passieren, dass die Ernährung zu einseitig ausfällt und der Vierbeiner trotz aller guten Absichten unter Nährstoffmangel oder einer Überversorgung leidet.

Auch von größeren Mengen Futter, die sehr ballaststoffreich sind, sollte man absehen. Ein zu hoher Anteil an Getreide, Hülsenfrüchten, Gemüse usw. kann die Mineralstoffversorgung stören und die Verdaulichkeit des Futters erschweren. In der Regel ernährt man untergewichtige Hunde am besten durch zwei Drittel Fleisch sowie ein Drittel Gemüse- und Getreidekost.

Die richtige Fütterungsmethode für untergewichtige Hunde

Entscheidend dafür, ob der Hund an Gewicht zulegt, ist auch die richtige Fütterungsmethode. Empfehlenswert ist die Verteilung der Tagesration auf mehrere kleine Mahlzeiten. Auf diese Weise wird die Verdauung des Tieres geschont.

Die Nase des Hundes reagiert besonders sensibel auf Gerüche. Der Duft von frisch zubereiteten Speisen kann seinen Appetit daher gut anregen. Doch auch eingefrorenes Futter können Sie für ihn attraktiver machen, indem Sie es vor dem Servieren noch einmal anbraten bzw. im Wasserbad erhitzen.

Den Hund zum Fressen motivieren

Motivation spielt ebenfalls eine Rolle, wenn es darum geht, mäklige Hunde zum Fressen zu bewegen. Gutes Zureden, loben und Streicheleinheiten können weiterhelfen. Allerdings sollten Sie dabei auch den Charakter Ihres Hundes berücksichtigen. Gerade ängstliche oder nervöse Tiere brauchen Ruhe beim Fressen. Die Anwesenheit der Besitzer ist in dem Falle eher hinderlich. Lärm und Hektik müssen unbedingt vermieden werden.

Den Standort des Futternapfes überprüfen

Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang am besten gleich den Standort des Futternapfes. Befindet er sich an einem abgeschiedenen Ort oder in einem Raum, wo reger Durchgangsverkehr herrscht? Je nach Gemüt des Hundes muss der Futterplatz gegebenenfalls an eine andere Stelle verlegt werden.

Für einen sauberen Fressnapf sorgen

Ein weiterer Grund, weswegen der Hund sein Fressen nicht anrührt, kann ein verschmutzter Futternapf sein. Manche Vierbeiner reagieren sehr empfindlich darauf und rümpfen eher die Nase als sie in den Napf zu stecken. Ganz unrecht haben sie mit ihrem Verhalten jedoch nicht. Futterreste können schnell vergammeln. Das wirkt nicht nur unappetitlich, sondern kann auch schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Ein sauberer Fressnapf kann also auch einen großen Beitrag im Kampf gegen das Untergewicht leisten.

Literaturhinweis:

Britta Dobenecker, Claudia Thielen: Was deinem Hund schmeckt, Naturbuch Verlag, Augsburg 1998

Ein Suite101 Artikel ersetzt keinen Besuch beim Tierarzt!

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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