Unterwegs im Nationalpark Sächsische Schweiz

Blick von der Burg Neurathen auf die Basteibrücke - Anke Pfistner
Blick von der Burg Neurathen auf die Basteibrücke - Anke Pfistner
Die spektakulären Sandsteinformationen des Elbsandsteingebirges sind beliebt bei Klettersportlern und Wanderern.

Am östlichen Rande Deutschlands, zwischen Dresden und der tschechischen Grenze, liegt der Nationalpark Sächsische Schweiz. Mit einer Fläche von 93 Quadratkilometern gehört er zu den kleineren Nationalparks in Deutschland. Hier liegt das Elbsandsteingebirge mit seinen schroffen Klippen und Tafelbergen. Die höchste Erhebung ist der Große Winterberg mit 556 Metern. Die Region ist schon seit über 100 Jahren beliebtes Reiseziel und sehr gut touristisch erschlossen.

Landschaften und Kernregionen des Nationalparks Sächsische Schweiz

Die Sandsteinformationen des Nationalparks sind Überreste einer großen Sandsteinplatte aus dem Millionen Jahre alten Kreidemeer. Erosion hat bis heute Höhlen, Tafelberge und freistehende Felsen und Klippen geschaffen. Die steilen Felswände und -nadeln sind besonders bei Klettersportlern beliebt. Es haben sich hier aber auch ökologisch einzigartige Riffkiefern- und Schluchtenwälder gebildet. Kernzonen des Nationalparks liegen im Gebiet um den Kurort Rathen an der Elbe. Hier findet sich das bekannte Basteimassiv. Zwischen Königstein und Rathen liegt der Tafelberg Lilienstein. Dieser Berg gehört ebenfalls zur Kernzone. Östlich von Bad Schandau liegt der größte geschlossene Bereich des Nationalparks rund um das wildromantische Kirnitzschtal.

Der Kurort Rathen und die Bastei

Das Basteimassiv in der Nähe des Kurortes Rathen gehört zu den berühmtesten Naturdenkmälern in der Sächsischen Schweiz. Viele Touristen besuchen ausschließlich den mit 305 Metern höchsten Aussichtspunkt mit dem spektakulären Ausblick über das Elbtal und den Nationalpark mit seinen Tafelbergen. Eine Rundwanderung durch die Umgebung sollte aber auf jeden Fall eingeplant werden. Eine steinerne Brücke verbindet die Bastei mit der Neurathener Felsenburg. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts existiert die heutige Bastei-Brücke. Der Rundweg durch die Reste der Felsenburg bietet einen guten Blick auf die Brücke und das Felsmassiv, etwas Schwindelfreiheit vorausgesetzt.

Anreise zur Bastei

Es gibt mehrere Möglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die bequemste Variante ist die Fahrt mit dem Linienbus von der Stadt Wehlen aus, direkt bis zum Bastei-Parkplatz. Von hier aus sind es nur noch wenige Höhenmeter bis zum Aussichtspunkt. Wehlen selbst ist per S-Bahn zu erreichen. Anstrengender, aber landschaftlich schöner, ist der Aufstieg vom Kurort Rathen. Rathen ist per S-Bahn oder Elbedampfschiff von Dresden oder Bad Schandau aus zu erreichen.

Der Tafelberg Lilienstein

In einer großen Elbschleife gegenüber der Ortschaft Königstein liegt einer der größten Sandstein-Tafelberge des Nationalparks, der Lilienstein. Mit über 400 Metern überragt der Lilienstein die Landschaft. Seine markante Silhouette ist Teil des Nationalparklogos. Das Plateau des Tafelberges ist entweder über den Südaufstieg bei Königstein oder den Nordaufstieg aus Richtung Bad Schandau zu erreichen. Beide Orte sind an das lokale S-Bahnnetz angeschlossen. In Königstein lohnt zusätzlich der Besuch der Festung Königstein.

Das Kirnitzschtal erstreckt sich bis zur tschechischen Grenze

Viel landschaftliche Abwechslung bietet das Kirnitzschtal, östlich von Bad Schandau. Das Gebiet ist von Bad Schandau aus bestens über Busse und die Kirnitzschtalbahn erschlossen. Ein spannendes Ausflugsziel ist zum Beispiel die sogenannte Kuhstallhöhle mit ihrem 17 Meter breiten Felsentor. Von hier aus genießt man den Panoramablick auf die bekannten Affensteine. Wildromantisch und noch sehr ursprünglich ist die Kirnitzschklamm. Auf dem angestauten Bachabschnitt waren früher Flößer unterwegs. Heute fahren hier kleine Ausflugskähne bis zur historischen Schleuse.

Weiterführende Informationen über den Nationalpark

Alle Informationen zu Natur und Landschaft bietet das Nationalparkamt Sächsische Schweiz. Vor Ort informiert das Nationalparkhaus in Bad Schandau. Wer die Besonderheiten des Nationalparks kennenlernen möchte, schließt sich einer geführten Wanderung der Nationalparkwacht an. Jedes Jahr werden Veranstaltungen und Wanderungen zu verschiedenen Themen angeboten.

Anke Pfistner, Anke Pfistner

Anke Pfistner - Nach meinem Studium der Elektrotechnik in Hamburg-Harburg und Karlsruhe hatte ich verschiedene Jobs in den Bereichen Umwelt und Technik. ...

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