Urlaub im Lavanttal

Wo sich Natur und Kultur treffen

Skifahren, wandern, durch die Altstadt streifen, Butter und Käse direkt beim Bio-Bauern kaufen: Jedem das Seine im Lavanttal, dem „Paradies Kärntens".

„Lavant“ heißt der 64 km lange Fluss, der sich durch das Kärntner Tal im Südosten Österreichs schlängelt, und das Tal heißt schlicht: Lavanttal. Im Norden grenzt das Lavanttal an das Bundesland Steiermark, im Süden an Slowenien. Ungefähr in der Mitte des Tals liegt Wolfsberg, die Hauptstadt. Hier haben auf einer Seehöhe von 461 m derzeit 26 000 Menschen ihren Lebensmittelpunkt gefunden.

Wolfsberg

Der erste Blick auf Wolfsberg bleibt wohl auf dem Schloss der Grafen Henckel und Donnersmarck hängen. Eingebettet in einen Park liegt es wie ein Wächter auf dem Schlossberg, von wo es die Stadt überragt. 1178 wurde das Schloss – damals war es eine Burg – erstmals erwähnt. In seinem 830jährigen Bestehen restaurierten und erweiterten Architekten die Gemäuer immer wieder, der letzte Umbau wurde 1854 abgeschlossen. Heute nutzen Veranstalter die Prunkräume des Schlosses für kulturelle Zwecke.

Wolfsberg gliedert sich in eine Obere und ein eine Untere Stadt.

Zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Oberen Stadt zählen:

  • die Stadtpfarrkirche zum heiligen Markus, erbaut 1242 im spätromanischen Stil und die gegenüberliegende St. Annakapelle,
  • der Reckturm, in welchem Gefangene des 17. Jahrhunderts der "peinlichen Befragung" unterzogen wurden,
  • das Rathaus, ein Neo-Renaissance-Bau,
  • das ganz und gar ohne architektonische Verspieltheit erbaute Paurische Haus, das erste Gebäude der Stadt,
  • der Hohe Platz, umsäumt von Häusern aus der Biedermeierzeit. Hier befindet sich auch die Pestsäule.

In der Unteren Stadt kommen vor allem Freunde des Einkaufs auf ihre Kosten: Am Offner Platz und in der Sporergasse, einer charmanten Fußgängerzone, reihen sich Geschäft an Geschäft. Die historischen Bauten der Unteren Stadt inkludieren:

  • das Schloss Bayerhofen, das vor mehr als 1 000 Jahren erbaut wurde,
  • die Bezirkshauptmannschaft
  • den Florianibrunnen.

In den vielen umliegenden Dörfern kann man reiten, golfen, im Schotterteich schwimmen, Go-Kart fahren und Tennis spielen. Wer auf gesunde Kulinarik steht, kann direkt beim Bauern Karotten, Erdäpfel, selbst gemachten Käse, selbst gebrannten Obstler oder dergleichen erwerben.

Die Koralm und die Saualm

Das Lavanttal wäre kein Tal, wenn es nicht von Bergen eingekesselt wäre. Im Westen begrenzt das Tal die Saualpe – die Einheimischen verkürzen die Alpe gerne zu einer "Alm" - im Osten die Koralpe.

Skifahren auf der Koralpe

Wie die meisten Berge in Kärnten laden auch die Pisten auf den beiden Alpen zum Skifahren ein. Auf einer Höhe von 1 500 bis 2 070 m stehen dem Skifahrer auf der Koralpe 28 km präparierte Pisten zur Verfügung. Hier purzeln die Anfänger über die Übungshänge, die Fortgeschrittenen erobern im Schneepflug steilere Hänge, die Profis können über die Pisten wedeln. Und wem das Skifahren und Snowboarden nicht so liegt, der kann sich über die mehr als 3 000 m lange Rodelbahn wagen. Oder mit Schneeschuhen oder Langlaufski durch die verschneite Landschaft wandern bzw. laufen. Zum Aufwärmen verschlägt es die Skifahrer, Wanderer, Rodler und Freunde des urigen Lavanttals in eine der sechs Ski-Hütten. Hier können sie Schmalzbrote essen und einen Jaga-Tee schlürfen: Das Gebräu aus Rum, Obstler, Rotwein und schwarzem Tee erwärmt auch die kältesten Zellen.

Wandern auf der Saualpe

Auch das Klippitztörl auf der Saualpe lädt zum Wintersport, 13 Abfahrten verschiedenster Schwierigkeitsgrade stehen zur Verfügung. Wenn der Schnee geschmolzen ist, dann wandern Erholungssuchende und Naturfans durch die Wiesen und Wälder, entlang an Wasserfällen und Gebirgsbächen mit glasklarem Wasser, vorbei an Kühen und Pferden. Sowohl auf der Saualpe als auch auf der Koralpe weisen markierte Wanderwege den Weg von einer Hütte zur nächsten, 200 km Weg und 33 Hütten sorgen auf der Saualm für Abwechslung. Auf der Koralpe können Wandervögel immerhin 13 Hütten anvisieren. Und wer es ganz einsam will, der schlängelt sich durch die vielen Pfade und kreiert seine individuelle Route. Dafür eignen sich die Saualm und die Koralm.

Gerit Gönitzer - Den Großteil meines Lebens verbrachte ich in Wien. Dort studierte ich auch Sozial- und Kulturanthropologie, Publizistik und ...

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