
- Flamingos - Photoopia.com/dieterundmarion
Die Galapagos-Inseln kennen keine beste Reisezeit. Das Archipel, etwa 1.000 Kilometer vor der Küste Ecuadors gelegen, ist ein ganzjähriges Reiseziel und wird bevorzugt im Sommer, zu Weihnachten und in den Wintermonaten besucht. Der Galapagos-Insel Urlaub zählt nicht zu den preiswertesten, aber vielleicht zu den schönsten im Pazifischen Ozean. Man sagt den 13 Hauptinseln und über hundert kleinen bis winzigen Inseln nach: "Sie sind ein Paradies auf Erden." Charles Darwin galt als einer der berühmtesten Bewunderer dieses Archipels. Auf Kreuzfahrten zu den Galapagos-Inseln sowie während eines paradisischen Urlaubs wird man seinen Spuren folgen können.
Galapagos und das UNESCO-Weltkulturerbe
Die UNESCO wählte 1978 das erste Mal Orte, die zum Erbe der Menschheit erklärt wurden. Die Galapagos-Inseln bestehen aus verschiedenartigen Biotopen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Die Inselgruppe besitzt endlose Strände, mystische Nebelwälder, einzigartige Lagunen und brillant in Szene gesetzte Felsenküsten. Ihr offenes Geheimnis ist die Flora und Fauna. Die Galapagos-Inseln sind berühmt für ihre Schildkröten, die Delfine und Seelöwen, bekannt für ihre Finken und andere Vogelkolonien, zu denen unter anderem die nördlichste Population der Pinguine zählt. Es ist der Mensch, der Sorge dafür tragen muss, dass diese Natur erhalten bleibt. Im Jahr 2007 sah die UNESCO eine Gefahr für das UNESCO-Weltnaturerbe und setzte die Galapagos-Inseln auf die „Rote Liste“. Die zuständige Regierung reagierte mit verschiedenen Maßnahmen, in deren Folge die Medien im August 2010 verkündeten, dass sich alle Bemühungen gelohnt hätten, da die UNESCO weiterhin anerkennen: Die Galapagos-Inseln sind ein Erbe der Menschheit.
Die wichtigsten Galapagos-Inseln im Überblick
- Baltra
Für die Anreise zu den Galapagos-Inseln empfiehlt sich die kleine Insel Baltra. Sie ist das Herz des Archipels, wenn auch nicht auffallend sehenswert. Jedoch starten, dank des Flughafens, hier die meisten Kreuzfahrtschiffe. Je nach Reiseveranstalter können immer wieder andere Routen gebucht werden.
- Bartolomé
Die Insel Bartolomé besitzt die vielleicht höchste Anziehungskraft. Der Panoramablick auf die Sullivan-Bucht gilt als legendär, ebenso der Pinnacle Rock. Dazu gesellen sich Tauchgänge zu den Riffen, die Beobachtung von Riff-Haien, die Pinguinkolonie sowie die Galapagos-Schildkröten, die hier von Januar bis Mai bewundert werden können. Die größte Verlockung sind die atemraubenden traumhaft weißsandigen Strände.
- Espanola
Espanola findet man im Süden der Galapagos-Inseln und sie ist die Heimat der Blaufüßler, Albatrosse und ungewöhnlichen Meerechsen. Ein imposantes Schauspiel präsentiert das „Blas-Loch“, an dem der Pazifik seine Kräfte misst.
- Floreana
Legenden und mystische Erzählungen beschreiben die Insel Floreana. Die Mangrovenwälder und die Baumfinken im mittleren Hochland von Floreana bestimmen den Rhythmus dieser Insel, zu der auch eine Flamingokolonie gehört. Die sogenannte Teufelskrone ist ein beliebtes Tauchgebiet. In der Geschichte haben die Walfänger mit ihrer Posttonne in der Post Office Bay ihre Spuren hinterlassen.
- Genovesa
Die Insel Genovesa, eine der nördlichsten Galapagos-Inseln, wird als Vogelinsel beschrieben. Die Artenvielfalt ist atemraubend und lädt zum Birdwatching auf den Galapagos-Inseln ein.
- San Cristóbal
Ebenfalls vielseitig präsentiert sich San Cristóbal. Als erstes werden hier die Riesenschildkröten genannt, die man im Inselinneren entdecken kann. Direkt danach folgt das Tauchrevier in der Junco-Lagune, wobei die Felsen des Kicker Rocks nicht minder gigantisch wirken.
- Santa Fé
Die flachste aller Inseln ist hingegen Santa Fé, von der man erzählt, sie trage als Ausgleich die höchsten Bäume. Auch hier lassen sich Schildkröten, Reptilien, Finken sowie Falken und Seelöwen bewundern.
- Santa Cruz
Es war Charles Darwin, der auf den Galapagos-Inseln den Ansatz seiner Evolutionstheorie entwickelte. Heute gibt es eine Charles-Darwin-Foundation auf der Insel Santa Cruz. Santa Cruz besitzt mit dem Ort Puerto Ayora die größte Gemeinde der Galapagos-Inseln und ist für seine Wälder und durch den Lavatunnel bekannt. Die Strände wie Black Turtle Cove, Dragon Hill oder Tortuga Bay laden zum Baden in der Sonne und im Meer ein.
- Isabella
Die größte Galapagos-Insel ist Isabella. Neben dem Vulkan steht das Besucherzentrum in Puerto Villamil im Mittelpunkt, welches das Leben und die Aufzucht der Galapagos-Schildkröten erklärt. Einst als Insel der Piraten verpönt, lädt sie heute zu Wanderungen, Ausritten und zum Baden ein.
- Santiago
An der Insel Santiago fließt der warme Humboldtstrom vorbei. Es sind die Seebären, die ihn und die schwarzen Lavafelsen zu schätzen wissen. Auch hier gibt es zahlreiche Flamingos.
- Rábida
Der ungewöhnlich rote Sand der Insel Rábida steht im wunderbaren Kontrast zu den grünen Mangrovenwäldern. Sie ist auch die Heimat flugunfähiger Kormorane und adretter Pelikane.
- Fernandina
Zu den beliebtesten Inseln gehört Fernandina. Der Vulkan verändert ab und an das Aussehen dieser Insel (derzeit letzter Vulkanausbruch: Mai 2005), jedoch locken genau dieser sowie die riesigen Meeresleguane auf die Insel.
- North Sevmour
Ein Besucherpfad führt durch das Paradies der Insel North Seymour. Hier leben Seelöwen direkt neben diversen Vogelkolonien, zu denen man die Fregattvögel ebenso zählen darf wie die Gabelschwanzmöwen.
Neben den Kreuzfahrten zu und zwischen den Galapagos-Inseln können auch Hotels gebucht werden und von dort interessante Tagestouren gestartet werden.
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