Die Mongolei ist ein Reiseland, das vom Massentourismus noch weitestgehend unentdeckt ist. Die Landschaft ist hauptsächlich geprägt von weitläufigen Steppen und der Wüste Gobi im Südosten des riesigen Landes. Bei einer Reise in die Mongolei, bei der jeder Tourist einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beachten sollte, werden vor allem auch die Dankbarkeit der Nomaden und die Besonderheiten der buddhistischen Kultur deutlich. Außerdem sind im ganzen Land immer noch zahlreiche Zeugnisse aus der Zeit des berühmten Mongolen-Herrschers Dschingis Khan, der zu Beginn des 13. Jahrhunderts die mongolischen Stämme vereinte, zu finden.
Die beste Zeit für eine Reise in die Mongolei sind die Sommermonate von Ende Juni bis Anfang September. Zu dieser Zeit herrschen im Landesinneren angenehme Temperaturen von etwa 20 bis 25 Grad Celsius. Allerdings ist auch die Regenwahrscheinlichkeit in dieser Zeit sehr hoch. Mongolei-Urlauber sollten zudem beachten, dass die Temperatur-Unterschiede zwischen Tag und Nacht vor allem in den Wüstengebieten bis zu 20 Grad Celsius betragen können. Die meisten Touristen sind im Juli während des jährlich vom 11. bis 13. Juli stattfindenden „Naadam-Festes", dem Nationalfest der Mongolen, in der Mongolei zu finden.
Sehenswürdigkeiten in der Mongolei
Die Mongolei hat vor allem zahlreiche Natur-Attraktionen zu bieten. So ist unter anderem der Nationalpark Gorchi Tereldj im Norden des Landes mit seinen Flüssen, Wäldern und Felsen einer der wohl schönsten Plätze in der Mongolei. Im Khangai Gebirge in der Zentralmongolei ist der Orkhon-Wasserfall ebenso ein echtes Muss für Naturliebhaber wie das Altaigebirge im Westen der Mongolei.
Im Südosten der Mongolei befindet sich die berühmte Wüste Gobi. Diese ist geprägt durch weite Steppen, Salzbecken und Felsformationen, aber auch zahlreiche grüne Oasen und Dünenlandschaften. Zudem gilt das Gebiet, in dem in den Sommermonaten tagsüber bis zu 40 Grad Celsius herrschen, als eine der bedeutendsten Fundstätten von Dinosaurier-Skeletten. Auch zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten haben sich in der Wüste Gobi angesiedelt.
Ein äußerst attraktives Natur-Schauspiel in der Mongolei ist das Uvs-Nuur-Becken an der russischen Grenze. Das nördlichste geschlossene Becken in Mittelasien, das 2003 zum UNESCO-Weltnaturerbe gekürt wurde, bietet am größten See des Landes, dem Uvs-Nuur, unter anderem zahlreichen Vögeln einen Lebensraum.
Auch zahlreiche alte buddhistische Bauten im ganzen Land ziehen täglich tausende Touristen in ihren Bann. So ist in der Nähe der Hauptstadt Ulan-Bator das Gandan-Kloster ebenso ein beliebtes Reiseziel wie der Tempel Tövkhön. Ulan-Bator ist die mit Abstand größte Stadt des Landes, in der mehr als ein Drittel der gesamten mongolischen Bevölkerung wohnen. Zahlreiche Museen und Ausstellungen gehören ebenso zu einem Besuch von Ulan-Bator dazu wie auch die Nationalbibliothek.
Besonderheiten in der Mongolei
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in die Mongolei ein Visum, das rechtzeitig vor der Reise bei der Mongolischen Botschaft in Berlin beantragt werden muss. Wichtig ist, dass der Reisepass mit dem Visum in der Mongolei ständig mitgeführt wird. Sollte eine Polizeikontrolle bei Touristen das Fehlen der entsprechenden Papiere feststellen, werden diese vorübergehend festgenommen. Die offizielle Amtssprache ist Mongolisch. Außerdem sind in den Großstädten Englisch und Russisch weit verbreitet.
