Urlaub mit Kindern: Gute Laune auch auf der Fahrt

Ab in den Urlaub! - Elvira Lauscher
Ab in den Urlaub! - Elvira Lauscher
Kinder im Kindergartenalter werden besonders unruhig, wenn die Reise mal länger dauert. Doch es gibt zahlreiche Spiele auch fürs Auto oder den Flieger.

Natürlich gibt es heute genug digitale Vergnügungen vom Gameboy über die PSP oder einem kleinen Fernseher im Auto. Doch nicht alle Eltern wollen so eine „Kinderbetreuung“ und die meisten erinnern sich noch daran, dass es früher so einige tolle Spiele gab, bei denen auch die Zeit verging. Gerade kleinere Kinder, die noch nicht lesen können, brauchen besonders viel Beschäftigung.

„Koffer packen“ für Kindergartenkinder

Ein beliebtes Spiel ist hier „Koffer packen“. Man sagt den Satz „Ich gehe in den Urlaub, packe meinen Koffer und nehme ... mit.“ Es wird ein Wort eingefügt, das auch für Kinder in diesem Alter eine Bedeutung hat, wie zum Beispiel Spielzeugbagger, Sandelsachen, Badehose, Sonnenmilch, etcetera. Der nächste Mitspieler muss das erste Wort wiederholen und dann ein neues Wort hinzufügen. So wird Wort um Wort ergänzt und eine lange Schlange an Merkbegriffen entsteht. Das Spiel geht so lange, bis ein Mitspieler die Reihenfolge nicht mehr weiß. Dann wird ein neuer Koffer gepackt.

„Ich sehe was, was du nicht siehst“

Auch das ist ein beliebtes Spiel, das vor dem digitalen Zeitalter stundenlang auf Autofahrten gespielt wurde. Wichtig ist dabei, vorab zu vereinbaren, ob man nur die Dinge im Auto nehmen darf (was Sinn macht) oder auch – auf einem Parkplatz zum Beispiel – die Umgebung mit einbezieht. Ein Mitspieler sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist rot und hat Punkte“. Nun müssen alle anderen erraten, was er sieht. Derjenige, der richtig rät, darf weiter machen. Natürlich darf man bei kleinen Kindern auch mehr verraten, wie „Ich sehe was, das ist rot, hat schwarze Punkte und ist sehr weich“ – „Mein Kuschelmarienkäfer!“.

„Wir gehen in den Zoo“-Spiel

Dieses Spiel muss von einem Erwachsenen vorgegeben werden. Er sagt „Ich gehe in den Zoo“ und zählt dann Begriffe auf wie „ich sehe einen Elefanten, einen Tiger, einen Affen“. Dazwischen sollten immer wieder irgendwelche Begriffe eingestreut werden, die nichts im Zoo zu suchen haben, wie zum Beispiel „ein Raumschiff“. Bei diesen „falschen“ Begriffen müssen die Kinder ein vorher vereinbartes Wort wie „Quatschwort“ rufen. Natürlich kann dieses Spiel auch ausgedehnt werden. So kann man ins Schwimmbad gehen oder in den Zirkus oder in den Kindergarten. Bei letzterem können auch Personen benannt werden wie die Kindergärtnerin und Kindergartenfreunde. Als „Quatschwort“ kann dann der Opa, die Nachbarin oder jemand anderes eingestreut werden, der niemals in den Kindergarten kommt.

„Bandolos“ und „Licht an“-Bücher, mit denen sich das Kind alleine beschäftigen kann

Tolle Bücher für Kindergartenkinder sind zum einen die „Bandolos“ aus dem Arena Verlag. Dies sind Bücher, die mit einem Bändel versehen sind und zahlreiche Rätsel auch schon für Vorschulkinder enthalten. So können zum Beispiel gleiche Bilder miteinander durch die Schnur verbunden werden, Bildergeschichten erzählt und Puzzleteile gesucht werden und vieles mehr. Auf der Rückseite kann das Kind sehen, ob es die Schnur richtig verbunden hat. Die „Bandolos“ gibt es für alle Altersgruppen und kosten um die zehn Euro. Auch die „Licht an!“-Bücher sind für Fahrten bestens geeignet. Es gibt diese zu allen möglichen Themen wie „Tiere unter der Erde“, „Im Reich der Saurier“ oder „Höhlen und Grotten“ und sind ebenfalls unter zehn Euro in der Serie „Meyers kleine Kinderbibliothek“ zu erwerben. Das Witzige sind die dunklen Seiten, die durch eine „Taschenlampe“, ein Papier mit einem weißen Lichtkegel in Form einer Taschenlampe, erhellt werden können. So können die einzelnen Seiten immer wieder neu betrachtet werden und es lassen sich viele Dinge neu entdecken.

Pausen, Essen und Trinken nicht vergessen

Neben diesen Spielen, einem Kissen, den Lieblingsstofftieren und Fädelspiele mit Schuhbändern, die sich ebenfalls für die Fahrt gut eignen, sollten immer wieder ausreichend Pausen gemacht werden, in denen sich die Kinder bewegen können, aber auch etwas essen und trinken sollten. So kommen alle entspannt am Urlaubsort an.

Elvira Lauscher, Elvira Lauscher

Elvira Lauscher - Schreiben ist meine Leidenschaft, mein Beruf und meine Berufung. Ich war 28 Ausgaben für ein Ulmer Magazin Chefredakteurin und habe ...

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