Die ostfriesischen Inseln liegen aufgereiht wie eine Perlenkette vor dem niedersächsischen Festland zwischen den Niederlanden und der Wesermündung. Das besondere Klima macht sie zum idealen Kurort für Menschen mit Allergien oder Atemwegserkrankungen. Strände und Meer ziehen aber auch Familien und natürlich alle Wassersportbegeisterten an. Jede der sieben bewohnten Inseln hat dabei ihren besonderen Charme.

Borkum – die größte ostfriesische Insel

Die Insel Borkum ist die flächenmäßig größte ostfriesische Insel. Sie liegt am westlichsten, fast schon vor der holländischen Küste. Die Borkumer lebten lange Zeit hauptsächlich vom Walfang. Vor vielen alten Häusern findet man heute noch die riesigen Knochen als Zeugen dieser Zeit. Heute ist die Insel beliebtes Kurbad – mit 30 km Abstand zur Küste herrscht hier bereits Hochseeklima. Das Veranstaltungs-, Sport- und Wellnessangebot ist sehr groß und modern. Die Landschaft der Insel ist vielfältig mit Stränden, Dünen und Waldgebieten. Sehenswert sind die insgesamt drei Leuchttürme aus den verschiedenen Zeitaltern vom Mittelalter bis heute. Im Hafen liegt das Museumsfeuerschiff „Borkumriff“ mit Ausstellung zum Nationalpark Wattenmeer.

Juist – der längste Sandstrand der ostfriesischen Inseln

Juist ist mit 17 km die längste der ostfriesischen Inseln. Genauso lang ist auch der wunderschöne Sandstrand. An der schmalsten Stelle misst die Insel dabei nur etwa 500 m. Eine ökologische Besonderheit ist der Hammersee, der größte Süßwassersee aller Nordseeinseln. Dieser See entstand aus einem ehemaligen Flutbruch der Insel in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Juist ist autofrei. Der Inselverkehr wird hauptsächlich mit Pferdekutschen abgewickelt. Die Insel hat aber einen Flugplatz für Segelflieger und Motorsegler.

Norderney – das älteste deutsche Nordseeheilbad

Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist Norderney Heilbad. Damals hatte die Insel wenig mehr als 500 Einwohner. Heute ist Norderney-Stadt die größte Stadt der ostfriesischen Inseln. Das Wellnessangebot lässt keine Wünsche offen. Auch Sportbegeisterte finden ein riesiges Angebot von Wellenreiten und Standup-Paddling bis hin zu Flugsport. Auf Norderney gibt es die einzige Inselmühle Ostfrieslands.

Baltrum – klein und mit viel friesischem Flair

Die Insel Baltrum ist mit nur sechseinhalb Quadratmetern die kleinste bewohnte ostfriesische Insel. Hier finden sich sehr sehenswerte jahrhundertealte Seefahrerhäuser und ein gemütliches Inselleben. Das autofreie Baltrum ist ideal, um abseits des großen Kurtrubels zu entspannen und Natur und Kultur der ostfriesischen Inseln kennenzulernen.

Langeoog – die Familienfreundliche

Neben modernen Kur- und Wellnesseinrichtungen ist auf Langeoog besonders für die Unterhaltung der kleinsten Besucher gesorgt. Im Spöölhus (Spielhaus) kommt auch bei schlechtem Wetter garantiert keine Langeweile auf. Auch landschaftlich ist die Insel reizvoll. Die Melkhörndüne ist mit immerhin 20 m eine der höchsten Erhebungen Ostfrieslands.

Spiekeroog – die Malerische

Salzwiesen, kleine Dünenwäldchen und ein kilometerlanger Sandstrand bieten Abwechslung für den Naturliebhaber. Das Städtchen Spiekeroog hat außerdem einen sehr sehenswerten Ortskern mit alten Friesenhäusern und der ältesten ostfriesischen Inselkirche.

Wangerooge – die östlichste der ostfriesischen Inseln

Wangerooge ist besonders für Naturfreunde interessant. Die typischen Landschaftsformen sind hier reichlich vorhanden: Strand, Dünen, Salzwiesen und Marschen. Die Insel ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Zur Zeit des Vogelzuges können hier Hunderte von Vogelarten beobachtet werden.