
- US-Milliardäre spenden die Hälfte ihres Vermögens - wrw / pixelio.de
Bereits 100 Milliarden Dollar haben Microsoft Mitbegründer Bill Gates und Großinvestor Waren Buffet für wohltätige Zwecke gesammelt, dafür haben sie laut eigenen Aussagen lediglich einige Anrufe getätigt. Zu den Wohltätern gehören neben Gates und Buffet selbst, u.a. auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, Microsoft-Mitbegründer Paul Allen, „Star-Wars“-Erfinder George Lucas, eBay-Gründer Pierre Omidyar, Hotel-Erbe Barron Hilton, Bankier David Rockefeller und der Softwareunternehmer Larry Ellison (eine vollständige Liste befindet sich auf givingpledge.org). Der Appell richtet sich nur an US-Milliardäre, wer sich anschließen will, muss sich an nur eine Regel halten: Mindestens 50% seines gesamten Vermögens zu spenden. "Es ist kein juristischer Vertrag, es ist ein moralisches Versprechen", schreibt Buffet auf der Website givingpledge.org.
Wer spendete nicht?
Umgekehrt veröffentlichten die US-Medien auch die Namen der Milliardäre, die es ablehnten sich an der Initiative „The Giving Pledge“ (das Spendenversprechen) zu beteiligen, darunter zum Beispiel George Soros und der Hedgefonds- Manager John Paulson. Einige begründeten ihre Entscheidung mit zu hohen Steuerabgaben, andere hätten eine „dynastische“ Einstellung zu Geld, insbesondere diejenigen, die ihr Vermögen geerbt hätten, so Buffet. Tatsächlich gehört die US-Amerikanische Nachlasssteuer mit 55% zu den höchsten Sätzen der Welt (zum Vergleich, der deutsche Erbschaftssteuer-Höchstsatz liegt bei etwa 30% für direkte Angehörige).
Philantropie oder Lobbyismus?
Buffet ist als Philanthrop bekannt und hatte bereits 2006 erklärt, er wolle der Bill und Melinda Gates Stiftung und anderen Familien-Wohltätigkeitsorganisationen 99% seines Vermögens vermachen. Auch Bill Gates gilt als einer der größten Spender weltweit. Allerdings ist seine Gates Stiftung nicht unumstritten. Die hohen Summen, die Gates Stiftung Hilfsorganisationen zur Verfügung stellt, ermächtigen ihn die Agenda der Programme mitzubestimmen. 2009 etwa spendete Gates Stiftung einen hohen Betrag in Millionenhöhe an den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose forderte jedoch, dass das verbotene Insektizid DDT zum Einsatz käme. Der Organisation Allianz für eine grüne Revolution in Afrika (Agra) spendete die Gates Stiftung im vergangenen Jahr rund 456 Millionen Dollar, verlangte im Gegenzug jedoch, dass gentechnisch veränderte Pflanzen auch für Afrikas Bauern entwickelt werden sollen. Erst nach vehementem Widerspruch Kofi Anans, dem ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, der darum bat einheimische Sorten anzubauen, konnte dieser Schritt verhindert werden.
Die Iniative „The Giving Pledge“ gilt dennoch als beispiellos und findet auch in Deutschland zahlreiche Bewunderer. Die Spender erhoffen sich u.a. davon, ihr Geld selbst zweckgerichtet für karikative Zwecke einsetzen zu können, statt es für unbestimmte Zwecke des Fiskus aufzuwenden. Außerdem soll der Druck auf die reichsten Menschen der Welt erhöht werden, für die Gesellschaft Verantwortung zu zeichnen und keine priviligierten Dynastien zu gründen. Laut des Magazins Forbes leben in den USA die meisten Milliardäre der Welt.
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