
- Andrea Petkovic deklassiert Roberta Vinci - Kenneth Hong
Aus DTB-Sicht verlaufen die US Open in diesem Jahr weiter hervorragend. Nachdem gestern bereits Sabine Lisicki (gegen Irina Falconi) und Angelique Kerber (gegen Alla Kudryavtseva) das Achtelfinale gebucht hatten, verschaffte sich am Samstagabend MESZ auch die derzeit beste deutsche Spielerin, Andrea Petkovic, ihren Platz in der nächsten Runde und egalisierte ihre Bestleistung im Flushing Meadows Corona Park aus dem Vorjahr.
Petkovic vs. Vinci – ein Klassenunterschied beim 6:4 und 6:0
Immer wieder war im Vorfeld über die Meniskus-Verletzung der Darmstädterin, die sie sich im Viertelfinale in Cincinnati gegen Nadia Petrova zugezogen hatte, spekuliert worden. Andrea Petkovic selbst ließ allerdings niemals Zweifel daran aufkommen, dass sie spielen werde. Zu dieser Entscheidung hatte sicherlich auch der Sieg über Jie Zheng in der 2. Runde beigetragen. Dort hatte sie zwischenzeitlich mit 3:6 und 0:3 zurückgelegen.
Das heutige Resultat von 6:4 im ersten Durchgang spiegelt die krasse Überlegenheit der Deutschen noch nicht wider. Dennoch war bereits in der frühen Phase des Matchs eindeutig, dass Petkovic sich nur selbst hätte schlagen können. Nach anfänglich gutem Beginn brachte die 23-Jährige ihre Kontrahentin zurück, indem sie zunächst selbst einen 0:40-Rückstand aufholte, um dann doch ihr Service zum 2:1 zu verlieren. Direkt im Anschluss ließ sie drei Breakchancen in Serie aus und musste den Ausgleich hinnehmen. Roberta Vinci agierte viel mit ihrem Rückhand-Slice, mit dem sie auch erfolgreich war. Wichtig war aus Petkovics Sicht das komfortable 5:2, nachdem sie die sogenannten Big Points in den nächsten drei Spielen für sich entschieden hatte. Die Italienerin, immerhin die Nummer 18 der Setzliste, kam noch einmal heran, verlor aber schließlich zum dritten Mal ihren Aufschlag.
Petkovic gnadenlos – Höchststrafe für Vinci
Mittlerweile hatte sich die Weltranglisten-Elfte hervorragend auf den Stil ihrer Konkurrentin, die in Sachen Variantenreichtum sichtliche Nachteile hatte, eingestellt. Andrea Petkovic ließ sich vom teilweise unkonventionellen Spiel nicht (mehr) beeindrucken und konnte nach insgesamt 67 Minuten den Grandstand als Achtelfinal-Teilnehmerin verlassen.
Die vorangegangenen letzten 25 Minuten der Partie zeigten die Überlegenheit der Deutschen. Roberta Vinci, die eine durchaus gefährliche Vorhand schlagen kann, ließ eine variable Taktik vollends vermissen. Auch ihr selbst war wohl Mitte des zweiten Durchgangs bewusst, dass sie heute keine Chance habe. In dieser Phase erhöhte sich die Anzahl der vermeidbaren Fehler auf Seiten der Italienerin „dramatisch“. Bestes Beispiel für die nachlassende physische und mentale Spannung war das letzte Aufschlagspiel, in dem sie bei 30:30 einen Überkopfball, an den sie zwischen T-Linie und Netz heran kam, unbedrängt ins Grundlinien-Aus setzte. Den ersten Matchball Petkovics wehrte Vinci ab, der zweite bedeutete das Ende der ungleichen Partie.
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Im Achtelfinale trifft Petkovic auf die ungesetzte Carla Suarez Navarro. Auch hier nimmt sie die eindeutige Favoritenrolle ein. Im Viertelfinale könnte es zum Duell mit der Weltranglisten-Ersten Caroline Wozniacki aus Dänemark kommen, die zuvor aber gegen die Siegerin der Partie zwischen Akgul Amanmuradova und Svetlana Kuznetsova antreten muss.
Weitere Informationen und sämtliche Ergebnisse der US Open 2011 finden Sie hier.
Quellen:
Main Draw Singles US Open 2011, www.usopen.org
Damen-Weltrangliste vom 29.08.2011, www.wtatennis.com
US Open 2011, 3. Runde, Statistik Petkovic vs. Vinci, www.usopen.org
