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Das theatre periphere berlin gibt vom 2. bis 4. Februar 2012 in der Berliner Vaganten Bühne ein Gastspiel mit dem berühmten Drama Herbert Achternbuschs "Der Stiefel und sein Socken". Die Vorstellungen des äußerst selten gezeigten Stückes des Dramatikers Herbert Achternbuschs beginnen jeweils um 20 Uhr. Eintrittskarten zum Preis zwischen 14 und 20 Euro sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder an der Abendkasse der Vaganten Bühne in der Kantstr.12a in 10623 Berlin erhältlich.
"Der Stiefel und sein Socken" - provokantes Drama
Das tragische Zweipersonenstück "Der Stiefel und sein Socken" ist Herbert Achternbuschs dreizehntes Theaterstück. In der Geschichte über ein Paar, das eigentlich wenig gemein hat, verbindet sich Komik mit Trauer und Nachdenklichkeit. Achternbusch ist ein Meister der Provokation kombiniert mit Absurdität. Herbert und Fanny sind ein uraltes Pärchen, das in seine eigentümlichen Rituale verstrickt ist. Die beiden Alten lieben sich wirklich, denn sie kennen einander in- und auswendig. Auch ihre Krankheitsgeschichten hören sie immer wieder gern voneinander. Beide haben eine leise Ahnung davon, wie es wäre, glücklich zu sein.
An der Grenze zur Absurdidät
Das 1994 in München uraufgeführte Stück "Der Stiefel und sein Socken" bewegt sich hart an der Grenze zur Skurrilität. Der Zuschauer gewinnt durch die absonderlichen Dialoge den Einblick in eine gewisse Altersweisheit. Herausragend ist der absurde Sprachwitz, der zwischen Torheit und scharfsinniger Intelligenz wechselt. Aber auch Nachdenklichkeit und kindliches Gehabe nehmen einen großen Raum in diesem grotesken Stück ein. Die Vorstellungen in der Vaganten Bühne sind ein Gastspiel des 2005 gegründeten theatre peripehre berlin, welches ein freies Theater-Ensemble ist und sich aus Tänzern, Schauspielern, Regisseuren und bildenden Künstlern zusammensetzt.
Der Autor Herbert Achternbusch
Herbert Achternbusch wurde 1938 in München geboren. Heute arbeitet er sehr erfolgreich als Schriftsteller, Maler und Filmregisseur. Seine Kindheit verbrachte Herbert Achternbusch im Bayerischen Wald. Nach seinem Kunststudium fing er an Gedichte zu verfassen, zu malen und Plastiken zu gestalten. Sein erstes Drehbuch für den Film "Das Andechser Gefühl" schrieb er im Jahr 1974. Seitdem verfasste Herbert Achternbusch fast 50 Bücher, 20 Theaterstücke und drehte über 30 Filme. Für sein großartiges, künstlerisches Schaffen wurde der Schriftsteller mit vielen Preisen überhäuft. Dazu zählen unter anderem die Ludwig-Thoma-Medaille im Jahr 1975, der Mülheimer Dramatikerpreis in den Jahren 1986 und 1994, der Friedrich-Wilhelm Murnau-Filmpreis 1996 und der Literaturpreis für grotesken Humor im Jahr 2010. Der größte Teil seiner Theaterstücke wurde in München uraufgeführt.
Quellen:
- Homepage Vaganten Bühne
- Homepage Katharina Kwaschnik
- Homepage Deutsches Filmhaus
Bildnachweis: copyright Vaganten Bühne
