Dracula war gestern. Heute sind die Vampire weitgehend in die Gesellschaft integriert. Sie arbeiten als Privatdetektive oder Comiczeichner, gehen zur Schule, fahren Auto und sehen fern. Zumindest gilt das für die Helden der beliebten Kultserien um Dämonen, Hexen und andere mythische Geschöpfe.
Buffy – Im Bann der Dämonen
Kult und Klassiker, der es von 1997 bis 2003 immerhin auf sieben Staffeln brachte. Die Highschool-Schülerin Buffy Summers kämpft als Vampirjägerin gegen Dämonen und Pubertätsprobleme. Dabei verhindert sie öfters auch gleich mal den Weltuntergang. Schauplatz ist die kleine kalifornische Gemeinde Sunnydale. Die Serie von Joss Whedon zeichnet sich durch ihre sympathischen Charaktere und humorvolle Dialoge aus. Einige der Folgen sind sogar preisgekrönt.
Angel – Jäger der Finsternis
Diese TV-Serie ist ein Ableger des Buffy-Universums. Angel ist ein Vampir und die große – leider unglückliche – Liebe von Buffy Summers. Durch einen Fluch hat er seine Seele wiedererhalten und ist jetzt ständig zwischen Gut und Böse hin- und hergerissen.
Blood Ties
Blood Ties basiert auf den „Blood“-Büchern von Tanya Huff. Hauptfigur ist Ex-Polizistin und Privatdetektivin Vicky Nelson. Bei ihren oft übernatürlichen Fällen erhält sie Hilfe von Henry Fitzroy, Vampir und unehelicher Sohn des englischen Königs Henry VIII. Sein Geld verdient Henry ansonsten als Comiczeichner im kanadischen Toronto. Die Serie wurde im Jahr 2008 nach zwei Staffeln eingestellt.
Blade – Die Jagd geht weiter
Die Serie aus dem Jahr 2006 basiert auf einem Marvel-Comic und wurde bereits mit Wesley Snipes in der Hauptrolle fürs Kino umgesetzt. Der Halbvampir Blade kämpft mit schweren Geschützen gegen die ihm verhasste Vampirgesellschaft. Interessant: Im Blade-Universum gibt es geborene Vampire, die sozusagen die „Adelsschicht“ der Untoten bilden. Die Serie wurde bereits nach der ersten Staffel eingestellt.
Moonlight
Moonlight orientiert sich an klassischen amerikanischen Privatdetektiv-Geschichten. Nur ist die Hauptfigur hier der Vampir Mick St. John. Zusammen mit der jungen Reporterin Beth Turner kämpft er gegen das Verbrechen und die ständige Gefahr der Entdeckung. Der Horrorfaktor dieser Serie hält sich in Grenzen. Der sympathische Vampirdetektiv versucht sich in die Menschenwelt zu integrieren und verbringt seine Ruhephasen nicht in einem Sarg sondern in der Kühltruhe. Obwohl beim Publikum durchaus beliebt, wurde die Serie 2008 nach der ersten Staffel eingestellt.
The Vampire Diaries
Vampire Diaries wird seit 2009 produziert und basiert auf den Büchern von L.J. Smith. Inhaltlich geht es mal wieder um Highschool-Beziehungen: Elena verliebt sich in ihren neuen Mitschüler Stefan, ohne zu ahnen, dass er und sein Bruder Damon schon deutlich über 100 Jahre alt sind. Ihre Freundin Bonnie entdeckt während dessen ihre Hexen-Kräfte. Sie finden heraus: das Städtchen Mystic Falls war schon vor Jahrhunderten Heimat und Treffpunkt für Vampire, Werwölfe und Hexen.
True Blood
Diese Serie ist eindeutig nichts für Empfindliche. True Blood verlegt den Vampirmythos in die schwüle Südstaaten-Atmosphäre der Vereinigten Staaten. Hier gibt es keine Gutmenschen, die meisten Charaktere sind reichlich durchgeknallt und haben mehr dunkle als helle Seiten. Es geht um Sex, Drogen und Gewalt mit einer kräftigen Prise schwarzen Humors. Die amerikanische Vampirserie basiert auf den Sookie-Stackhouse-Büchern der Autorin Charlaine Harris. Im True-Blood-Universum ist es den Vampiren möglich, offen unter Menschen zu leben. Japanische Wissenschaftler haben das synthetische Blut „Tru Blood“ entwickelt, sodass Jagd auf Menschen nicht mehr notwendig ist. Hauptfigur der Serie ist die telepathisch begabte Kellnerin Sookie Stackhouse. Die Erstausstrahlung lief im September 2008 beim Sender HBO. Aufgrund der guten Quoten sind bis 2011 bereits vier Staffeln sicher.
