Vampire, der Mythos – Ursprünge, Beispiele aus Literatur und Film

Der Mythos der Vampire ist sehr alt, doch woher kommt er? Dies versucht der Artikel zu erläutern. Er zeigt zudem einige Beispiele aus Literatur und Film.

Vampire sind Wesen aus der Mythologie, die sich ausschließlich von Blut anderer Lebewesen ernähren. Sie bevorzugen menschliches Blut, können aber auch durch tierisches Blut überleben. Ihnen werden übermenschliche Kräfte sowie Magiebegabung zugeschrieben. In den meisten Erzählungen sind sie nahezu unverwundbar. Auf welche Weise Vampire getötet werden können, weicht sehr von Geschichte zu Geschichte ab. Als Grundtenor gilt allerdings, dass sie Sonnenlicht (UV-Strahlen) nicht überleben. Auch ein Pfahl durch das Herz, sowie Knoblauch und Silber werden gerne genutzt, um Vampiren den Tod zu bringen. Diese Unterschiede treten nicht nur in der modernen Literatur auf – auch in den alten Legenden und Mythen variieren sie je nach Herkunft.

Herkunft und Ursprung der Mythen bzw. der Legenden

Die heute in Westeuropa vorherrschende Vorstellung von Vampiren stammt ursprünglich aus dem slawisch/rumänischen Raum. Allerdings gibt es global ähnliche Wesen und Mythen, so zum Beispiel: Asanbosam, Aswang, Wrukolakas, Chiang-Shih und dergleichen noch viele mehr. Der moderne Vampirmythos wurde unter anderen sehr von Bram Stoker geprägt, welcher mit Dracula 1897 einen sehr erfolgreichen und populären Roman veröffentlicht hat. Als Vorlage für seine Romanfigur diente die Legende von Vlad III. Draculea, welcher um 1431 geboren und 1476 in Bukarest gestorben ist. Die Mythen, die um Vlad III. kursieren, weichen stark voneinander ab. Insbesondere im Westen wurde er als sehr sadistischer Tyrann dargestellt.

Vampire in Literatur und Film

Es wurden etliche Romane und Buchserien sowie unzählige Filme veröffentlicht. Mit zu den bekanntesten Büchern, die teilweise auch sehr erfolgreich verfilmt wurden, zählen unter anderem: Die Twilight-Serie von Stephenie Meyer, bereits erwähnter Roman Dracula von Bram Stoker, Brennen muss Salem vom Erfolgsautor Stephen King, Die Chronik der Unsterblichen von Wolfgang Hohlbein und die Black Dagger-Serie von J. R. Ward.

Auch sehr erfolgreiche Filme und Filmreihen füllten in den vergangenen Jahrzehnten die Kinos. Um nur einige zu nennen hier ein kurzer Auszug:

  • Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (1922, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau)
  • Draculas Sohn (1943, Regie: Robert Siodmak)
  • Graf Dracula (1973, Regie: Dan Curtis)
  • Bram Stoker's Dracula (1992, Regie: Francis Ford Coppola)
  • Buffy – Der Vampir-Killer (1992, Regie: Fran Rubel Kuzui, Serie)
  • Interview mit einem Vampir (1994, Regie: Neil Jordan)
  • From Dusk Till Dawn (1996, Regie: Robert Rodriguez, 2 Fortsetzungen mit anderen Regisseuren)
  • Blade (1998, Regie: Stephen Norrington, 2 Fortsetzungen)
  • Van Helsing (2004, Stephen Sommers)

Diese Liste kann beinahe unendlich fortgesetzt werden.

Es wurden auch Filme und Bücher für Kinder veröffentlicht (z.B. Der kleine Vampir). Als roter Faden in all den unterschiedlichen Darstellungen kann eigentlich nur die Nahrungsquelle Blut genannt werden. Andere Eigenschaften, sowie die Möglichkeiten der Abwehr, sind durchgehend unterschiedlich.

Christian Sammer - Christian Sammer ist derzeit als freiberuflicher Texter aktiv

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