
- Hermannsdenkmal - shepheards2008
Diese Worte sprach Kaiser Augustus anscheinend, während er verzweifelt erkannte, dass er in kürzester Zeit 20 000 Soldaten verloren hatte.
Hermann, der Cherusker
Hermann wurde im Jahre 17 v Chr. als Sohn eines Cheruskerfürsten geboren. In seiner Jugend expandierte das Römische Reich und eroberte immer wieder neue Landstreifen. Auch die Cherusker fielen unter römische Herrschaft unter dem Feldherrn Tiberius. Dies geschah, als Hermann noch ein Junge war.
Nach der Unterwerfung der Cherusker verlangten die Römer von ihnen, die Söhne der bedeutendsten Cherusker in Rom leben zu lassen. Dort sollten sie nach römischer Tradition ausgebildet werden. Somit erhoffte man sich die römische Lebensweise unter die Germanen zu bringen. Denn auf die eigenen Stammesmitglieder hörte man eher als auf Fremde.
In Folge dieses Befehls gelangten Hermann und sein jüngerer Bruder nach Rom, wo er zu Arminius wurde.
Arminius, Drahtzieher der Schlacht im Teutoburger Wald
Ab dem Jahr 4 n. Chr., also mit circa 21 Jahren, diente Arminius als Soldat im Krieg und kämpfte sogar auf der römischen Seite.
7 n. Chr. kehrte Arminius zurück in seine Heimat. Was ihn dort dazu veranlasste, sich gegen die Römer zu wenden, ist ungewiss. Man spekuliert, es könnten Heimatgefühle, Hass, Rache gewesen sein. Fakt jedoch ist, dass Arminius bald Pläne schmiedete, um den noch immer andauernden Expansionsdrang der Römer aufzuhalten.
Er verbündete einige Germanenstämme, darunter Cherusker, Marser, Chatten, Brukterer und Chauken und führte die Römer in der Schlacht im Teutoburger Wald in einen Hinterhalt.
Letztendlich wurde Hermann alias Arminius von seinen eigenen Verwandten ermordet, welche nicht auf seiner Seite standen.
Publius Quinctilius Varus
42 v. Chr. geboren, gelangte er durch Heirat in die enge Verwandtschaft des Kaisers Augustus. Ab dem Jahr 7 n. Chr. war er Oberbefehlshaber in Germanien und wollte dort Steuern eintreiben, römisches Recht einführen.
Als Varus im Jahre 9 n. Chr. von einem seiner Soldaten in einen Wald geführt wurde, den nur ein enger Fußpfad durchtrennte, griffen in mehreren kleinen Attacken Germanen an und dezimierten so die überraschten und von ihrer Rüstung bewegungsunfähigen Truppen. Die Schande, die Varus sich zuschrieb, veranlasste ihn, im Kampf Selbstmord zu begehen.
In kürzester Zeit verschwanden 20 000 Mann unter ihrem Befehlshaber Varus im Teutoburger Wald, im Hinterhalt getötet. Die römische Expansion war gestoppt und Kaiser Augustus konnte diese Schmach nicht glauben, was er in seinem Zitat zum Ausdruck brachte:
"Varus, gib mir meine Legionen zurück!"
Kleines Latein – Wörterbuch
Vare – Vokativ von Varus; Bedeutung: Varus
redde – Imperativ Singular von reddere; Bedeutung: gib zurück, gib wieder
mihi – Pronomen; Bedeutung: mir
legiones – Akkusativ Plural von legio, konsonantische Deklination; Bedeutung: Legionen
meas – Adjektiv, Akkusativ Plural von mea, a-Deklination; Bedeutung: meine
Weitere lateinische Sprichwörter und Zitate: Alea iacta est.
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