"Verblendung" von Stieg Larsson

Während eines Familientreffens verschwand Harriet Vanger spurlos. Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander versuchen der Sache auf die Spur zu kommen.

"Verblendung" ist der erste Teil der so genannten Millenium-Trilogie des schwedischen Autors Stieg Larsson. Larsson verbrachte seine Kindheit bei seinen Großeltern in Nordschweden und kam erst im Alter von acht Jahren zu seinen Eltern zurück. Nach dem Gymnasium und ständig wechselnden Jobs erhielt er schließlich 1979 eine feste Stelle bei der Nachrichtenagentur TT. Ab 1982 war Larsson Korrespondent beim "Searchlight Magazine" und verfasste außerdem unter einem Pseudonym Artikel zum Thema "Rechtsextremismus". Nach der Ermordung von sieben Menschen durch Rechtsextremisten im Jahr 1995 gründete der Autor die Expo-Stiftung sowie das gleichnamige Magazin. Freiberuflich arbeitete Stieg Larsson als Kriminalschriftsteller, wodurch er auf gesellschaftliche Missstände in Schweden aufmerksam machen konnte. Die Millenium-Trilogie sollte ursprünglich zehn Bände umfassen, konnte aber nicht mehr vervollständigt werden, da Stieg Larsson 2004 an einem Herzinfarkt starb.

Zum Inhalt

Mikael Blomkvist, ein Wirtschaftsjournalist und Herausgeber des Magazins "Millenium" wird wegen Verleumdung im Fall Wennerström zu einer Haftstrafe von drei Monaten verurteilt. Nach Absprache mit seiner Chefin und Geliebten Erika Berger verlässt der Journalist die Zeitschrift und erhält kurz darauf einen Anruf von Dirck Frode, dem Anwalt vom Großindustriellen Henrik Vanger. Dieser möchte, dass Mikael eine Familienchronik für ihrn verfasst, gleichzeitig aber auch nach seiner Nichte Harriet Vanger sucht, die vor 36 Jahren bei einem Familientreffen spurlos verschwand. Er verspricht Mikael eine hohe Summe Geld sowie Informationen zur Wennerström-Affäre. Mikael Blomkvist nimmt das Angebot an und zieht in ein kleines Haus nach Hedeby auf das Anwesen von Henrik Vanger.

Henrik stellt ihm alle Unterlagen und Akten zum Verschwinden seiner Nichte zur Verfügung und Mikael beginnt mit seiner Arbeit. Seine Fortschritte zum Fall Vanger halten sich in Grenzen, bis ihm eines Tages seine Tochter einen wichtigen Hinweis liefert und er entdeckt, dass Harriet möglicherweise einem Serienmörder auf der Spur war. Die Recherchearbeit ist enorm, da er alle Mordfälle aus dieser Zeit untersuchen muss. Deshalb fordert er Unterstützung an und Dirck Frode schlägt ihm Lisbeth Salander, eine 24-jährige Frau und wohl die beste Hackerin von ganz Schweden, vor. Lisbeth willigt ein und gemeinsam kommen sie gut voran, finden jedoch Drohungen vor ihrer Hütte und in weiterer Folge wird sogar auf Mikael geschossen. Schließlich finden sie herau, dass Gottfried Vanger, der Vater von Martin Vanger, der Serienmörder gewesen sein muss. Der Journalist will deswegen mit Martn sprechen und muss erkennen, dass dieser die Mordserie des Vaters fortgesetzt hat. Martin sperrt Mikael in seine Folterkammer, dieser wird aber schließlich von Lisbeth Salander überwältigt, die so Mikael Blomkvist das Leben rettet. Martin flieht, begeht aber Selbstmord, indem er mit einem LKW kollidiert. Mit Hilfe von Lisbeths Hackerkollegen finden die beiden schließlich herau, dass Harriet Vanger vor 36 Jahren fliehen konnte und nun in Australien lebt.

Verfilmung und Hörbücher

Im Jahr 2010 erschienen die ersten beiden Teilde der Trilogie auch als Hörbuch, der dritte Teil folgte 2011. Außerdem wurde die Millenium-Trilogie auch verfilmt, wobei der erste Teil im Februar 2009 in die schwedischen Kinos kam.

Stieg Larsson "Verblendung"

Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn

Wilhelm Heine Verlag, München 2006/07

That´s me, Molk Manuela

Manuela Molk - Künstlerisches Schaffen und beruflicher Werdegang in den letzten Jahren, Monaten, Tagen: Studium der Germanistik und ...

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