
- Köfferchen aus Scrapbooking-Papier - Andrea Fettweis
Besondere Geschenke oder Briefe verdienen auch eine ausgefallene Verpackung. Die Auswahl an Papierqualitäten ist riesig, doch nicht jede Sorte ist stabil genug, um einen dekorativen kleinen Behälter oder einen zauberhaften Umschlag daraus herzustellen. Am besten eignet sich das sogenannte Scrapbooking-Papier, das ursprünglich dafür entworfen wurde, um Fotoalben individuell zu gestalten. Diese Papiere zeichnen sich durch die Festigkeit eines dünnen Kartons aus, der sich gut falten lässt und auf beiden Seiten mit verschiedenen Mustern oder einfarbig bedruckt ist. Mithilfe von Schablonen lassen sich Schachteln, Köfferchen, Tüten und Boxen in vielen Formen aus den attraktiven Papieren basteln, die anschließend zusätzlich verziert werden können.
Kleiner Koffer aus Scrapbooking-Papier
Wer Schachteln zum ersten Mal selbst basteln möchte, ist mit fertigen Schablonen aus dem Hobbybedarf bestens beraten. Sie bestehen aus stabilem, leicht transparentem Kunststoff und können immer wieder verwendet werden. Man legt sie so auf das gewünschte Papier, dass der interessanteste Teil des Musters auf den großen Seiten der Schachtel zu sehen ist. Der kleine Koffer besteht aus zwei Teilen und wird nach dem Ausschneiden zusammengeklebt. Daher muss man darauf achten, dass das Muster auf beiden Seiten in die gleiche Richtung verläuft, sofern dies eine Rolle spielt. Man legt die Schablone zur Sicherheit auf die rechte Seite des Papiers, um den Verlauf des Musters besser kontrollieren zu können, zeichnet die Umrisse mit einem Bleistift nach und schneidet die Teile aus. Nun dreht man die Kartonteile um und ritzt mit einem Falzbein oder etwas Ähnlichem die Linien nach, die geknickt werden sollen. Die Anleitungen der Schablonenpackungen enthalten Hinweise, in welche Richtung die einzelnen Partien gebogen werden müssen.
Geschenkbox mit Accessoires verzieren
Anschließend werden der Boden und die seitlichen Laschen verklebt, während das Köfferchen oben nur durch eine Lasche geschlossen wird, damit man sie jederzeit öffnen kann, um das Geschenk zu entnehmen. Einen besonderen Touch bekommt die Schachtel, wenn sie zusätzlich mit kleinen Accessoires verziert wird. Goldene Ösen oder Nieten, kleine Quasten aus passendem Garn, Schmucksteine und Satinschleifchen machen aus der Geschenkbox ein kleines Kunstwerk, das neben seinem Inhalt eine Extra-Gabe darstellt. Man kann es als Dekoration aufbewahren oder weiterverschenken – zum Wegwerfen wie das übliche Geschenkpapier ist es jedenfalls zu schade.
Briefumschläge aus Scrapbooking-Papier
Auch für Briefumschläge in verschiedenen Formaten gibt es Schablonen, mit denen man ausgefallene Exemplare herstellen kann. Im Prinzip eignet sich jedes Papier, das nicht allzu dünn ist, damit der Brief oder die Karte den Adressaten auch sicher erreicht. Scrapbooking-Papier ist natürlich besonders praktisch, da es nicht nur stabil ist, sondern auch mit wunderschönen Motiven in den verschiedensten Stilrichtungen bedruckt ist. Wenn der Briefumschlag fertig gefaltet und geklebt ist, sollte er allerdings mit einem Etikett versehen werden, auf dem die Anschrift gut lesbar geschrieben werden kann. Auf bunt gemustertem Papier hätte der Briefträger vermutlich Schwierigkeiten, die Schrift richtig zu deuten. Legen Sie sich für solche Fälle am besten eine Packung mit selbstklebenden Etiketten parat. Notfalls tut es aber auch ein anderes, helles Papier, das man ausschneiden und beschriften kann. Extra-Tipp: Auch Geldgeschenke sehen weniger nüchtern aus, wenn man sie auf diese Weise liebevoll verpackt.
