
- Wasser als Durstlöscher - S.Adler
Wer abnehmen und sich gesund ernähren will, kommt ums Kalorienzählen häufig nicht herum. Zu wissen, wie hoch der eigene tägliche Energiebedarf tatsächlich ist und wie viele Kilokalorien ungefähr in welchem Lebensmittel stecken, ist durchaus sinnvoll und häufig ausschlaggebend für den Erfolg eines Abnehmvorhabens. Doch auch, wer sich ohne strengen Diätplan einfach nur bewusster ernähren und sein Gewicht halten möchte, sollte sein Ess- und Trinkverhalten überprüfen und so überflüssige, häufig versteckte Kalorien erkennen und reduzieren. Die offensichtlichen Kalorienbomben wie fette Wurst, Kuchen oder Süßigkeiten lassen sich meist schnell und einfach aufspüren, doch oftmals sind es gerade die versteckten, unscheinbaren Dickmacher, die dafür sorgen, dass sich die lästigen Pfunde trotz vermeintlich ausgewogener Ernährung hartnäckig halten oder sich überhaupt erst ansammeln.
Abnehmen durch Wassertrinken
Neben den alltäglichen Sünden wie Fast Food und dem Teilchen vom Bäcker, aus denen einen die Kilokalorien ja schon förmlich anspringen, sollte man vor allem das eigene Trinkverhalten mal genauer unter die Lupe nehmen. Denn hier lassen sich meist schon jede Menge Kalorien einsparen, ohne sich großartig einschränken oder gar hungern zu müssen. Natürlich bedeutet es eine gewisse Umstellung, wenn man bisher seinen Durst abwechselnd mit Kaffee und Cola statt mit Wasser gelöscht hat, aber die Mühe lohnt sich. Wasser ist nicht nur der beste Durstlöscher, es ist quasi der Antrieb für unseren gesamten Körper und somit lebenswichtig für unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und natürlich auch unverzichtbar für erfolgreiches Abnehmen. Pro Tag sollte man ca. 1,5 bis 2,5 Liter Wasser durch Trinken zu sich nehmen.
Versteckte Kalorien im Kaffee?
Viele halten ihre tägliche Tasse(n) Kaffee für mindestens genauso lebensnotwendig wie Wasser, wogegen grundsätzlich auch nichts einzuwenden ist, solange man es nicht übertreibt. Studien über die Vor- und Nachteile von Kaffeekonsum gibt es wie Sand am Meer und deren Ergebnisse widersprechen sich mit schöner Regelmäßigkeit. Wer seinen Kaffee am liebsten schwarz, also ohne Sahne und Zucker oder nur mit einem Schuss fettarmer Milch genießt, braucht auch in Sachen Kalorien kein schlechtes Gewissen zu haben. Bei den Zugaben jedoch lauert schon die erste Kalorienfalle. Ein Teelöffel Zucker hat bereits rund 20 kcal, ein Esslöffel Kaffeesahne mit 12 Prozent Fettgehalt rund 30 kcal. Macht bei dieser Menge pro Tasse also bereits 50 kcal, trinkt man über den Tag verteilt vier Tassen Kaffee, sind das schon rund 200 kcal extra auf dem Kalorienkonto.
Noch undurchsichtiger wird es bei den allseits so beliebten Kaffeegetränken aus den diversen Coffee Shops. Nicht nur Eiskaffee und Milchshakes haben es richtig in sich; mit reichlich (Voll-)milch, Sirup, Sahne und Zucker ergeben viele der leckeren Aufputscher wahre Kalorienbomben, die zwar für den Moment glücklich und wach, auf Dauer jedoch weder satt noch schlank machen. Wer nicht auf den gelegentlichen Latte Macchiato oder Cappuccino verzichten und trotzdem abnehmen möchte, sollte jegliche Dickmacher wie Schlagsahne und Sirup meiden und stattdessen zu fett- und zuckerarmen Alternativen greifen. Auch der Umstieg vom Riesenbecher zur kleinen oder mittleren Variante spart schon wieder einige Kalorien und zudem noch Geld.
Cola und andere Softdrinks meiden
Viele versteckte Kalorien befinden sich auch in anderen alltäglichen Getränken wie Säften und Softdrinks. Ein Liter Cola z.B. enthält die Menge von ca. 36 Stück Würfelzucker und damit rund 420 kcal, auf die die meisten gut verzichten können. Auch Light- und Diätversionen sind nur bedingte Alternativen, da sie zwar weniger Zucker und Kilokalorien, dafür aber oftmals zahlreiche Zuckerersatz- und Süßstoffe enthalten, die in größeren Mengen ebenfalls nicht unumstritten sind. Am besten also Softdrinks nur gelegentlich trinken und nicht als täglichen Durstlöscher betrachten.
Auch Saft enthält versteckte Kalorien
Obst- und Gemüsesäfte sind zwar durchaus gesunde Alternativen zu Cola & Co, allerdings sollte man auch hier genauer hinschauen, um nicht in die Kalorienfalle zu tappen. Generell wird nämlich zwischen reinen Fruchtsäften (Direktsaft), Fruchtsaftgetränken und Nektar unterschieden. Die beiden Letzteren enthalten jeweils nur einen gewissen Saftanteil (meist zwischen 10 und 50 Prozent) oder Fruchtsaftkonzentrat und werden mit Wasser verdünnt sowie mit Zucker oder Süßstoffen versetzt. Wer sicher gehen will, außer dem enthaltenen Fruchtzucker keinen extra Zucker im Saft zu haben, sollte zu einem Direktsaft mit dem Aufdruck „ohne Zuckerzusatz“ greifen. Doch je nach Fruchtsorte hat auch ein großes Glas davon (300ml) bereits zwischen 100 und 150 kcal. Man sollte es also bei maximal einem Glas Saft pro Tag belassen oder kleinere Mengen mit Wasser mischen und als Fruchtschorle genießen. Vorsicht auch bei so genannten Wellness- oder Fitnessgetränken, sie enthalten neben Aromen ebenfalls häufig Zucker oder Süßstoffe und bei größeren Mengen summieren sich auch hier die Kalorien.
Kalorienfalle Alkohol - versteckte Kalorien in Bier, Wein und Cocktails
Eine weitere Quelle unerwünschter, versteckter Kalorien sind alkoholische Getränke jeder Art. Ein Bier (0,5 Liter) schlägt mit gut 200 kcal zu Buche, ein Glas Rotwein (0,2 Liter) mit rund 140 kcal. Sekt und Liköre haben einen noch höheren Kaloriengehalt, richtig kritisch wird es bei Hochprozentigem, Mixgetränken und Cocktails. Je nach Rezept hat beispielsweise eine Pina Colada (400 ml) zwischen 600 und 850 kcal. Das ist der Energiewert einer kompletten Mahlzeit! Nicht nur der Gesundheit sondern auch der Figur zuliebe sollten solche Sünden also die Ausnahme bleiben.
Um versteckte Kilokalorien in flüssiger Form zu vermeiden und somit die tägliche Kalorienzufuhr nicht unnötig hochzutreiben, sollte man also genau darauf achten, was und wie viel man trinkt. Wasser sollte immer die allererste Wahl zum Durstlöschen sein, alternativ bieten sich ungesüßte Tees oder Saftschorlen an. Alle anderen Getränke sollten als Genussmittel angesehen und nur gelegentlich und in Maßen genossen werden.
