
- Pressebild der CD Kraja, Brusand Hav - Westpark-Music
Bunt, melodisch, den interkulturellen Harmonien folgend – so kann man die Klänge der fünf Scheiben am besten beschreiben (ohne ins Detail gehen zu wollen). Man muss es sagen: WESTPARK produziert schöne Musik-CDs – abseits vom Mainstream. Zudem sind die „neumodischen Schallplatten“ kein Probierhäppchen für zwischendurch. Sie sind eingängig, lassen den Hörer mitschwimmen im Meer der Noten der ganzen Welt. Teilweise ist das auch ohne instrumentale Begleitung. Und: Fünf Stunden wird man irgendwann ja noch erübrigen können, um die fünf CDs am Stück zu hören, zu genießen, in der Musik zu schwelgen.
Vier Weltmusik-Scheiben bei Westpark-Musik – Zum neuen Jahr vier Kracher statt Sylvesterböller
Namen sind Schall und Rauch! Und doch seien die fünf Platten besagter Kölner Firma jetzt mal vorgestellt: Nummer eins: „Kraja“ von Brusand Hav, vermutlich Nordeuropäer (so genau geht das aus der Presseinformation nicht hervor). CD Nummer zwei: Das Tabadoul Orchestra mit „world wide wahab“, wie der Name schon sagt, interkontinentale, instrumentale Musik mit der ägyptischen Sängerin Dina Gouda. Afrika lässt grüßen! Dritte WESTPARK-Scheibe im Januar 2011: „lucid impressions“ vom arnd sprung trio – Jazz, Latin, Klassik. Was soll man sagen? Eine Bereicherung für die Musikwelt! „ // … der swingende Charme der Jazzguitarre, das pulsierende Temperament der Percussion, der klangliche Tiefsinn der klassischen Guitarre … //“ Last but not least: „Ulrikas minne“ der nordeuropäischen Gruppe „Triakel“. Aus Alt, Tradition auch, mach' neu! Das kleine Wörtchen „minne“ verheißt nichts Anderes. Ein Toast für Ulrika Lindholm aus Raukasjö im nördlichen Jämtland.
Knappe fünf Stunden dauern „Kraja“, „world wide wahab“, „lucid impressions“, „Die Minne-Minna“
Musikergeschichten sind vielfältig! Da macht man schon mal sechs, vielleicht auch zehn Jahre Pause, bevor ein neues Album erscheint. Wenn man Glück hat, den richtigen Ton trifft, dann wird’s vielleicht international, zum Hit … Sei's drum! Lebensfreude, ein tieferes Verständnis der Welt versprühen sie alle, die vier beschriebenen Weltmusik-CDs. Sie sind sentimental – manchmal. Oft auch kraftvoll und martialisch. Aber: Das Melancholische überwiegt. Denn ist es denn nicht so, das Kunst die Sprache der Völker ist? Die fünf vorgestellten Scheiben – sie beinhalten alles, alles was gute, weltoffene Musik ausmacht. Da sage noch einer, mit Engstirnigkeit, Rassismus sei ein Blumentopf zu gewinnen! Sie haben ganze Arbeit geleistet, die tourenden Musiker des „Triakel“, Brusand Hav, das „Tabadoul Orchestra“, wie das „World-Jazztrio“ von Axel Sprung. Das nächste Ostern kommt bestimmt! Und: Was ist üblicher zu verschenken, als eine, zwei, fünf schöne CDs. (Bücher gibt’s übrigens auch noch!) Auch wenn man's nicht glauben mag: In Kunst steckt vielfältige, anstrengende, entbehrungsreiche Arbeit. Der Autor dieses Artikels weiß dies aus eigener, leidvoller Erfahrung zu berichten. Aber das nur in aller Bescheidenheit nebenbei bemerkt.
