Vincent van Gogh - Wurde der berühmte Maler ermordet?

Vincent van Gogh - KUUNSTKUULTUR
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Vincent van Gogh beging keinen Selbstmord. Nach einer neuen Theorie anerkannter Kunstwissenschaftler wurde der berühmte Maler ermordet.

Seine Werke sind weltberühmt, seine Bedeutung für die Kunstwelt unbestritten, aber die Umstände,die seinem Leben ein Ende setzten, konnten bisher nicht wirklich aufgeklärt werden. Als gesichert gilt bisher nur, dass der berühmte Maler Vincent van Gogh am 29. Juli 1890 mit nur 37 Jahren in den Armen seines Bruders an einer Schussverletzung starb.

Neue Theorie - Unfall oder Mord?

Nun haben die beiden Kunstwissenschaftler Steven Naifeh und Gregory White Smith ihr am 16. Oktober 2011 in englischer Sprache erschienenes Buch "Van Gogh: The Life" vorgestellt, in dem sie eine völlig neue Theorie aufstellen: Vincent van Gogh wurde erschossen. Jugendliche aus der Gegend sollen ihm die Schussverletzung beigebracht haben. Ob es sich dabei um Absicht oder einen Unfall gehandelt habe, es sich also um Mord oder Totschlag war, könne nicht mehr nachvollzogen werden. Van Gogh jedoch hätte die Täter eventuell aus Lebensmüdigkeit gedeckt. "Er hat beschlossen, die Jungs zu beschützen und seinen Tod zu akzeptieren", äußerte sich Naifeh dazu. Zehn Jahr hätten die beiden Autoren, die 1991 für eine Biografie des US-Malers Jackson Pollock den Pulitzerpreis gewannen, für ihr Buch geforscht, hieß es in der Sendung "60 Minutes" des amerikanischen Senders CBS.

Van Goghs Tod auf der Höhe seiner Schaffenskraft

Lange Zeit hielt sich zu den Umständen seines Todes eine Selbstmordtheorie, die aufgrund der psychischen Probleme, unter denen der Ausnahmemaler litt, auch nie wirklich angezweifelt wurde. Sein gesamtes Leben wurde bestimmt von einem verzweifelten Kampf gegen Hunger, Armut, Alkoholismus und einer nicht näher bestimmten Krankheit, die vermutlich eine Form von Epilepsie in Verbindung mit Halluzinationen war. Zudem soll er unter starkem Tinnitus gelitten haben, nicht endende Ohrgeräuschen, die ihn dazu veranlasst haben könnten, sich das Ohr abzuschneiden.

Sollten die beiden Autoren mit ihrer Theorie tatsächlich Recht behalten, hätte dies in der Kunstwelt eine enorme Bedeutung. Van Goghs Leben müsste in völlig neuem Licht betrachtet werden, zumal sich van Gogh zum Zeitpunkt seines Todes auf der Höhe seiner Schaffenskraft befand. In den Monaten, bevor er starb, malte er in Arles rund 150 Bilder, die er häufig an einem einzigen Tag fertig stellte.

Vincent van Gogh - ein Ausnahmekünstler

Vincent van Gogh (1853 - 1890) gilt als einer der originellsten Künstler aller Zeiten. Seine berühmtesten Gemälde schuf er hauptsächlich in den letzten zwei Jahren seines Lebens. Inspiriert wurde er dabei durch die französischen Impressionisten. Vor allem seine besondere Auswahl und Verwendung von Farbe, die er oft direkt aus der Tube auf die Leinwand drückte verliehen seinen Werken in der Kunstwelt so große Bedeutung. Dabei war es für ihn nicht entscheidend, besonders realitätsnah zu arbeiten, die Farbe sollte vor allem seine Stimmungen und Gefühle zum Ausdruck bringen. So schrieb er an seinen Bruder Theo, der ihn bis zum Schluss nicht nur finanziell, sondern auch emotional unterstützte: "Durch die übertrieben dick aufgetragenen Farben will ich mich kraftvoll ausdrücken." Und weiter heißt es: "Ich kann nichts dafür, dass meine Bilder sich nicht verkaufen lassen. Aber es wird die Zeit kommen, da die Menschen erkennen, dass sie mehr wert sind als das Geld für die Farben. "

Quellen: cbsnews.com

Weiterführende Literatur: "Maler, Leben, Werk und ihre Zeit", Marshall Cavendish Ltd. 1994

Kornelia Matzanke Politik- und Sozialwissenschaft, Kornelia Matzanke

Kornelia Matzanke - Politik- und Sozialwissenschaftlerin Studium der Ethnologie, Kunstgeschichte und klassischen Archäologie an der Freien ...

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