
- Vincent will meer, Filmplakat - Constantin Film
Humorvoll filmt Regisseur Ralf Huettner („Musterknaben“, „Mondscheintarif“) seine kranken Protagonisten nach dem Drehbuch des Hauptdarstellers Florian David Fitz und reiht sie trotz des schweren Themas in die Komödien liebenswerter Antihelden ein.
Mutter des am Tourette-Syndrom leidenden Vincents stirbt, ohne letzten Wunsch realisiert zu haben
Der letzte Wunsch von Vincents (Florian David Fitz, Musical „Rocky Horror Picture Show“) Mutter war es, noch einmal das Meer zu sehen. Die sich im Wind bewegenden Wellen zu betrachten, frische Luft zu atmen und von der Sonne geblinzelt zu werden, der Wind leicht die Haut streichelnd. Doch jetzt ist Vincents Mutter tot und ausgerechnet bei der Beerdigung tickt der im wahrsten Sinne des Wortes in der Kirche komplett aus. Der am Tourette-Syndrom Leidende kann seine Tics (krampfhaftes Zucken, herauszischende, ordinäre Worte und Laute) nicht unterdrücken.
Vincent wird vom Vater in Heim-Klinik eingewiesen, aus der er ausbricht, um ans Meer zu fahren
Vincents Vater (Heino Ferch, „Winterschläfer“), ein krankhafter Perfektionist und Pragmatiker, hatte die Familie schon vor Jahren verlassen. Er verkauft den Nachlass und lässt Vincent in eine Klinik einweisen, „damit sie ihn wieder hinkriegen“. Mutters Asche in einer Bonbondose unter seinem Bett, will Vincent ihr den letzten Wunsch, ans Meer zu fahren, erfüllen. Der trotzig Schüchterne wartet auf die Gelegenheit, aus dem Heim auszureißen.
Gemeinsam mit Marie und Alexander beginnt ein ereignisreicher Road-Trip nach Italien
Mit der magersüchtigen, rebellischen Marie (Karoline Herfurth, „Im Winter ein Jahr“) und dem an Zwängen leidenden Ordnungsfanatiker, den nur Bach hörenden und Zinnsoldaten bemalenden Alexander (Johannes Allmayer, „Selbstgespräche“) machen sie sich mit dem geklauten Auto der Heim-Ärztin Dr. Rose (Katharina Müller-Elmau, „Herz im Kopf“) auf nach Italien. Alexander wurde nur notgedrungen mitgenommen, weil der die Heimflucht verpetzen wollte. Marie ist von Vincent sehr angetan, und obwohl sie sich mit ihren Macken hassen müssten, verlieben sie sich ineinander. Das gemeinsame Freiheits-Abenteuer verbindet sie inzwischen sogar freundschaftlich mit Alexander. Vincents Vater durchlebt durch die Aktion seines Sohnes einen Sinneswandel und am Ende wird keiner mehr so sein wird, wie er war...
Florian David Fitz Schauspieler und Drehbuchautor von „Vincent will meer“
Im Winter ist David Fitz, der den Vincent sensationell darstellt, meistens nicht als Schauspieler beschäftigt, deshalb kam er auf die Idee ein Drehbuch zu schreiben und auch selbst die Hauptrolle bei der Verfilmung zu spielen. Bei der Drehbuchwerkstatt München realisierte er seine Idee mit Schwerpunkt Tourette. Als er in Boston Schauspielunterricht nahm, hatte sein dortiger Schauspiellehrer das Tourette-Syndrom. Ebenso tragisch wie auch lustig, wenn ein Lehrer sich vor die Klasse stellt und sagt: „So, Kinder, ich habe Tourette. Wenn ich euch blöd anmache oder anschaue, dann ist das nicht so gemeint.“
Titelverzeichnis OST „Vincent will meer“:
1. Hey, Soul Sister (Train)
2. Dancing in the Streetlights (Clooney)
3. Citylights (Dania König)
4. If this is it (Newton Faulkner)
5. Point of view (Cargo City)
6. Breakeven (The Script)
7. Spinner (Revolverheld)
8. Walk on my own (Cargo City)
9. Autopilot (Amanda Jenssen)
10. Keinen Zentimeter (Clueso)
11. Belly up (Maria Mena)
12. Hiding under blankets (Cargo City)
13. Rette mich später (2raumwohnung)
14. Mouthful of wasps (Kashmir)
15. Back up (Cargo City)
Der Kinofilm „Vincent will meer“ startet bundesweit am 22. April 2010 im Verleih der Constantin Film
