
- Logo Virtuelles Feministisches Zentrum - Stephanie Mayfield
Hier ist sie: Die feministische Social-Network-Plattform! Gründerin Stephanie Mayfield bietet virtuellen Raum für vielseitige feministische Strömungen, für Austausch und Auseinandersetzungen, für Pläneschmiedereien und aktive Aktionen. Das feministische Online-Zentrum steht allen interessierten Personen offen und bietet die Möglichkeit, sich produktiv in feministische Debatten einzubringen. Das Ziel lautet: „Lasst uns gemeinsam jeden Ort zu einem feministischen Zentrum machen!“
Feministinnen, entdeckt eure Gemeinsamkeiten!
Wieso ein feministisches Zentrum im Netz? Die 24jährige Gründerin erklärt: "Ich kam auf die Idee, weil ich in feministischen Zusammenhängen häufig das Gefühl habe, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke Hand macht. Wie ist's dann bloß um das Wissen um die Füße bestellt?“ Diese Frage trieb sie um, ebenso das Gefühl, im wirren Dickicht der diversen, oft konträren, feministischen Theorien den Überblick zu verlieren und Energien zu verschwenden. So entstand die Idee, ein feministisches Zentrum im World Wide Web zu gründen. Eine Plattform, auf der Austausch miteinander betrieben wird, trotz vielleicht abweichender Meinungen und auf der unterschiedliche Gedanken und Ideen konstruktiv genutzt werden. "Anstatt immer nur Unterschiede zu betonen und sich abzugrenzen, wird es Zeit, auch Gemeinsamkeiten zu entdecken!“, betont Stephanie Mayfield.
Grundidee und Gründerin
Das „Wissen um die Füße“ mit dem restlichen Körper zu verbinden erfordert Energie, Kreativität und Wissen: All dies bringt die treibende Kraft für das Zentrum mit sich. Für die selbst gesteckte Aufgabe ist Stephanie Mayfield geradezu optimal ausgerüstet. Als Netzwerkerin und Feministin arbeitet sie schon lange gegen Sexismus im Alltag und für eine feministischere Welt. Die bekennende Feministin war in den letzten Jahren nicht untätig: Sie ist Inhaberin der Werbeagentur Lila Box, Projektkoordinatorin des Junglesbenportals Gorizi, Vorstandsmitfrau des Frauenzentrums Mainz und des Vereins zur Förderung und Verbreitung von Frauenliteratur. Netzwerke leben und Netzwerke weben – dieses Motto begleitet ihr privates und politisches Leben.
Wert der virtuellen Realität
Die Netzwerkerin versteht die virtuelle Identität im Raum des World Wide Web als Chance, zweigeschlechtlichen Sozialisationsmustern bewusst aus dem Weg zu gehen und festgelegte – oft sexistische – Mechanismen zu vermeiden. Alle „Frauen per Definition“ sind im virtuellen feministischen Zentrum herzlich willkommen. Das bedeutet eine Einladung für interessiert Personen jeglichen Geschlechts, solange sie nicht eindeutig als Männer zu erkennen sind. Stephanie Mayfield ist sich bewusst, dass das Thema brisant ist und die Gemüter erhitzen kann. So geschehen in ihrem Blog, auf dem es zu hitzigen Diskussionen kam. Sie weiß, dass es schwierig wird, ein Regelwerk zu verfassen, das allen gerecht wird ohne zu verletzten oder auszuschließen: "Die Nettiquette zu schreiben wird ein schwieriges Unterfangen: Wie geben wir allen Gedanken Raum, ohne mit diesen Gedanken andere zu verletzen?“
Auch für Feministinnen über 40
Das Forenangebot rund um Themen wie „Haaren für den Feminismus“ oder „Aktionskreis säkulare Universitäten“ wird bereits rege genutzt – es finden hitzige Debatten und informativer Austausch statt. Das Zentrum bietet einen Pool an neuen Ideen, Fragen und Anregungen rund ums das Thema Feminismus. Ein Kalender kann von Nutzerinnen mit feministisch relevanten Terminen bestückt werden. Eine Linkliste zeigt die Vielfalt der feministischen Komplexitäten im Web. Es verbleibt der Wunsch, auch für ältere Frauen attraktiv zu sein: "Ich hoffe auch die Feministinnen über 40 für das virtuelle feministische Zentrum zu begeistern.", sagt Stephanie Mayfield.
