
- Himbeere - Cindy Werder
Durch ganz normale Stoffwechselvorgänge aber auch durch eine ungesunde Lebensweise entstehen aggressive Sauerstoffmoleküle - die so genannten freien Radikale. Sie können gesunde Zellen des Körpers so verletzen, dass diese sich verändern und zu Krebszellen werden. Werden Zellen in den Blutgefäßen beschädigt, entstehen Ablagerungen, die widerum zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen können. Es gilt also, die freien Radikale mithilfe einer gesunden Ernährungsweise möglichst unschädlich zu machen.
Gesunde Ernährung gegen freie Radikale
Die antioxidativen Vitamine A, C und E können freie Radikale blockieren und damit schädlichen Reaktionen entgegen wirken. Während Vitamin A für gesunde Haut und Schleimhäute sorgt, wirkt Vitamin C im Verdauungstrakt, wo es die Umwandlung von Nitrat in Krebs erregende Nitrosamine hemmt. Vitamin E dagegen verhindert die Verbinung von freien Radikalen mit dem LDL-Cholsterin und beugt so Herzerkranungen vor.
Lebensmittel, die Vitamin A, C und E enthalten
Die Vorstufe des Vitamins A, das Beta-Karotin kommt häufig in orangefarbenen und roten Obst- und Gemüsesorten vor wie zum Beispiel in Möhren, Paprika, Kürbis, Tomaten, Mango, Aprikosen und Pflaumen. Es ist aber auch in Chicoree und Feldsalat sowie in Spinat, Fenchel, Porree und Brokkoli enthalten. Obst und Gemüsesorten, die reich an Vitamin C sind, sind unter anderem Zitrusfrüchte, Kiwi, Erdbeeren und schwarze Johannisbeeren aber auch Rotkohl, Spinat, Kohlrabi und Petersilie. Das wertvolle Vitamin E kommt in Pflanzenölen aus Sonnenblumenkernen, Soja, Walnuss und Weizenkeimen und in Lebensmitteln wie Mandeln, Leinsamen, Erdnüsse, Paprika, Avocado und Schwarzwurzeln vor.
Vitaminreiche Lebensmittel
Wer auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung achten möchte, sollte regelmäßig und vor allem abwechslungsreich
- frisches Obst und Gemüse (enthalten Pflanzenfarbstoffe,die wirksam vor Krankheiten schützen)
- Pflanzenöle, Nüsse und Samen (liefern wertvolle Fette und Vitamin E)
- Honig (enthält Beta-Karotin)
auf den Tisch bringen und auch bei der Zubereitung darauf achten, dass möglichst viele der wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Vitaminschonend Kochen
Um die Nährstoffe, insbesondere die empfindlichen Vitamine beim Zubereiten von vitaminreichen Speisen nicht zu zerstören, werden häufig schonende Garmethoden wie Dünsten und Dämpfen empfohlen. Zudem sollten die Lebensmittel möglichst naturbelassen, also unbehandelt sein, damit sie zum Beispiel auch mit der Schale verzehrt werden können.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel den eines Arztes - nicht ersetzen kann!
Literatur:
Grimble RF: Modification of inflammatory aspects of immune function by nutrients. Nutrition Research 18 7 (1998) 1297-1317
Herbert V: Destroying immune homeostasis in normal adults with antioxidants supplements. American Journal of Clinical Nutrition 65 (1997) 1901
Nockels CF: Protective effects of vitamin E against infection. Fed Proc 38 (1979 2134-21238
Semba RD: Vitamin A as „anti-infective“ therapy, 1920-1940. Journal of Nutrition 129 4 (1999) 783-791
Stehle P: Ernährung und Immunologie. In: Kluthe R (Hrsg.): Ernährungsmedizin in der Praxis. Loseblattsammlung, Band 3, Spitta Verlag (Balingen 1994) 8/9, 1-6
