Vögel und Menschen in Dörfern und Städten

Haussperling - Grace Winter / Pixelio. de
Haussperling - Grace Winter / Pixelio. de
So manche Vogelart hat heute besiedeltes Gebiet erobert. Vögel sind heute kaum aus unserem Leben wegzudenken. Mensch und Tier haben sich aneinander gewöhnt.

Dörfer und Städte sind keineswegs die typischen Lebensräume für Vögel. Inzwischen haben viele Vogelarten in den bewohnten Gegenden eine ökologische Nische gefunden. Dies betrifft neben Parks und Teiche auch Hausgärten, Friedhöfe und sogar Industrieanlagen. Natürlich spielt auch der Klimawandel diesbezüglich eine gewisse Rolle.

Die Einnahme der Städte durch die Vögel

Städte bieten ein abwechslungsreiches strukturelles Muster. Mauern, Türme, Hauswände und Dächer sind im weitesten Sinn felsenähnliche Gebilde. Sie weisen oftmals Nischen, Löcher und Ritzen auf. Zwischen den Gebäuden liegen Gärten, Hecken, Grünanlagen sowie Parks mit Teichen oder kleinen Waldanlagen, was sich ideal für die Ansiedlung von Vogelarten anbietet. Mit dem Wachstum der Städte und Dörfer sind auch die vielseitigsten Räume von vielen Vogelarten besiedelt worden. Sie haben sich an das Stadtleben auch in ihrem Verhalten angepasst. Städte mit ihren wärmeren Temperaturen und ständigem Lichtangebot bieten auch für die Vogelwelt ihre Reize. So hat man schon Amseln bei beleuchteten Straßen in der Vorweihnachtszeit singen hören. Für eine genauen Nachweis der Vögel in der Stadt gibt es noch keine Statistik. Zum Teil ist die Anzahl bereits wieder rückläufig. Durch Sanierungen und moderner Bautechnik mit glatten, fugenlosen Fassaden gibt es für Vögel immer weniger Nistmöglichkeiten.

Die verschiedenen Vogelarten in den Städten

Die häufigsten Vogelarten in den Städten sind die Sperlinge und Tauben. Sie stellen nur geringe Ansprüche an ihr Lebensumfeld. Daneben kommen in den Gärten und Grünanlagen die verschiedensten Meisenarten vor. In Grünalagen mit gutem Baumbestand leben die Buch- und Grünfinken. Mitunter findet man auch den Waldkauz dort. An hohen Gebäuden oder Industrieanlagen brütet auch der Wanderfalke. In der Nähe von Müllkippen sieht man oft Lach- und Silbermöwen. Auf Parkteichen gibt es die Stockenten. Das Blesshuhn wagt sich sehr nah an den Menschen heran. Die Vögel haben sich schnell die neuen Nahrungsquellen erobert. Dabei haben sie sich an die Nähe der Menschen gewöhnt. Es ist auch bekannt, dass sich Meisen durch auf picken des Aluminiumdeckels von Milchflaschen, Zugang zur Milch verschafft haben.

Einige der typische Stadtvögel:

  • Haussperling
  • Blaumeisen
  • Türkentaube
  • Turmfalke
  • Blässhuhn
  • Girlitz
  • Silbermöwe
  • Stieglitz
  • Zilpzal
  • Heckenbraunelle

Das Nahrungsangebot in den Städten

Das Zusammenleben der Vögel und Menschen in den Wohngebieten ist mit einer Symbiose vergleichbar. bringen die Vögel den Menschen etwas Natürliches in ihre Umgebung. Anderseits geniesen sie in den Dörfern und Städten eine Art Grundversorgung durch die Menschen mit Nistplatz, Wasser Nahrung und winterlichen Futterangebot. Die Anbringung des Futterhäuschen sollte in einer sicheren Höhe erfolgen .Wichtig ist auch, dass das füttern auf klimatisch ungünstige Zeiten mit Schnee und Eis begrenzt wird. Durch das gute Angebot an Essbaren zieht es neben Insekten und Säugetieren auch Vögel in diese Gebiete. In den Wohngebieten haben sich die Vögel typisch „menschliche“ Nahrungsquellen zunutze gemacht. Dies sind Müllplätze, weg geworfene Brot- und andere Essensreste und viele andere Dinge. Ganz besonders in den Wintermonaten profitieren die Vögel von einem solchen reichlichen Essensangebot.

Exotische Vogelarten in unseren Städten

Es kommt vor, dass man sogar exotische Vogelarten in unseren Städten antrifft. Oftmals sind es ehemalige Vögel die aus einem Käfig entwichen sind oder aber auch Zooflüchtlinge. Gute Beispiele dafür sind die Kanadagänse, die Manadarinenten und die Halsbandsittiche, die sich hervorragend an das städtische Leben angepasst haben. Vor etwa 30 Jahren soll eine Population des Halsbandsittich in Mannheim ihren Anfang genommen haben. Im dortigen Luisenpark kann man diese Sittiche in großer Zahl beobachten.

Quellen:

  • Tageszeitschriften „Freie Presse“ /
  • Bezzel – Vögel – blv / Kosmos Verlag - „Die Vögel Europas“- P. Haymann un
  • Atlas Faltblätter
  • Vögel zu Gast- Axel

Nachweis der Bilder: Bild 1 © Grace Winter / Pixelio.de * Bild 2 © Peashooter / Pixese lio.de * Bild 3 © Peashooter / Pixelio.de * Bild 4 © uschi dreiucker / Pixelio.de * Bild 5 © Alfred Berking / Pixelio.de

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Alfred Graf - Nach dem Abitur studierte ich an der Uni in Greifswald. Von dort wechselte ich an eine Militärhochschule. Viele Jahre wohnte ich ...

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