Vokabeln lernen: die besten Merkmethoden

Viele Schüler quälen sich beim Vokabellernen - Jacek Chabraszewski - Fotolia.com
Viele Schüler quälen sich beim Vokabellernen - Jacek Chabraszewski - Fotolia.com
Wissen bleibt im Gehirn am besten haften, wenn Kinder mit allen Sinnen lernen. Beim Vokabelüben sind spielerische Merkmethoden erfolgreicher als pauken.

Kaum eine Hausaufgabe ist bei Schülern unbeliebter: Trockenes Vokabellernen ist eintönig und langweilig, es ermüdet und macht unlustig. Der Kopf schaltet ab. Kein Wunder, denn das Gehirn arbeitet immer dann am besten, wenn es mit allen Sinnen lernen kann. Fremde Sprachen hören, mit ihnen spielerisch umgehen, bringt nicht nur Kindern mehr Spaß - der Lernerfolg ist größer.

Die Post-it-Methode: Klebezettel für jede Vokabel

Alle englischen Begriffe für Möbelstücke auswendig lernen? Mit der Post-it-Methode ist das kein bisschen öde. Das Kind schreibt auf jedes gelbe Haftzettelchen einen englischen Begriff: chair, table, cupboard. Den Zettel klebt es direkt an einen Stuhl, Tisch, Schrank. Dorf dürfen sie einige Tage bleiben. Immer, wenn das Kind den Gegenstand sieht, liest es auch den Begriff. Schon nach kurzer Zeit hat sich die Verbindung im Gehirn eingeprägt.

Memory-Methode: trainiert Wortschatz und Gedächtnis

Das Memory-Spiel kennt jedes Kind. Zum Lernen von Vokabeln wird es leicht abgewandelt. Auf die erste Karte wird die Vokabel in der Fremdsprache notiert, auf die zweite Karte die deutsche Übersetzung. Noch besser, aber arbeitsaufwendiger ist es, auf die zweite Karte eine Abbildung der Vokabel zu malen, also ein Haus, ein Sofa, eine Schnecke. Jetzt werden alle Karten mit der Rückseite nach oben auf dem Tisch verteilt und gut gemischt. Ziel ist es, möglichst viele Vokabelpaare aufzudeckt.

Die Mindmap-Methode: Wortfelder lernen, statt einzelner Begriffe

Nimmt man im Englischen das Wortfeld "head", also "Kopf", so gehören "eyes, ears, nose, mouth, teeth" dazu. Zum Lernen schreibt das Kind den Begriff "head" mit seiner Übersetzung in die Mitte eines Blatt Papiers, die anderen Vokabeln mit ihren Übersetzungen werden außen herum notiert. Mit Linien können die Begriffe, die in einem Zusammenhang stehen, verbunden werden, zum Beispiel "head" mit "mouth" und "mouth" wiederum mit "teeth" (siehe Foto). Durch die visuelle Verbindung der Begriffe findet gleichzeitig im Gehirn eine Verknüpfung statt. Vorteile dieser Lernmethode: Die Vokabeln werden in ein größeres Umfeld gestellt und dadurch besser abgespeichert. Durch die visuelle Wahrnehmung hat das Kind das ganze Bild des Worfelds vor Augen, die Mindmap oder den Gehirn-Plan. Im Unterricht oder beim Text kann es diesen komplett abrufen. Die einzelnen Wortfelder können gut in einem Ordner gesammelt und immer wieder angeschaut werden.

Die Kalender-Methode: täglich tolle Vokabel-Aufgaben

Abreißkalender zum Fremdsprachen lernen gibt es mittlerweile in vielen Ausfertigungen, so zum Beispiel liebevoll und kompetent gestaltet von Langenscheidt (Kinderkalender Englisch oder in anderen Sprachen). Auf 365 Seiten findet sich jeden Tag eine andere Aufgabe als Rätsel, als Reim, zum Ausmalen oder zum Zuordnen. Lustige Zeichnungen erhöhen den Spaß. Das Kind lernt nebenbei und freut sich über Erfolge. Das motiviert auch für den Unterricht.

Die Spiele-Methode: Gesellschaftsspiele in fremden Sprachen

Ob es ein Brettspiel ist, ein Quiz oder der Kinderklassiker "Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist rot/grün/blau...", der auf Englisch übrigens "I spy with my little eye something that is ..." heißt, - beim Spielen merken sich Kinder Vokabeln um vieles leichter und dauerhafter, als wenn sie sie mühsam am Schreibtisch erlernen müssen. Gesellschaftsspiele in Fremdsprachen gibt es heute mittlerweile in gut sortierten Spielwarenläden.

Spiele-Tipps fürs Englisch-Lernen:

"Englisch für Kinder", Teil 1, Ein lustiges Lernspiel mit 220 Wörtern, 220 Abbildungen und Sätzen, noris Spiele, 2005, ca. 17,95 Euro.

Engisch-Quiz, noris Spiele, 2009, ca. 7,98 Euro.

"Meine erste Englisch-Schule", Erste Wörter und einfache Sätze, Kosmos - Der echte Scout, schon etwas älter, aber schön gemacht.

Hör-CD-Tipps fürs Englisch-Lernen:

"Feste feiern - Englisch lernen", Von Halloween bis Birthday Party, Buch und CD für Vor- und Grundschüler, Langenscheidt, 2003, ca. 12,95 Euro.

"Englisch - keine Hexerei", Eine Wörterlern-Geschichte für Kinder, Buch und CD für Vor- und Grundschüler, Langescheidt, 2001, ca. 14,95 Euro.

"Fliegend Englisch lernen - mit Lola durch Australien", Buch und CD für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, Engel Edition, 2003, um die 15 Euro.

Martina Hancke - Die gebürtige Hamburger Journalistin und Freie Autorin Martina Hancke arbeitet seit zwanzig Jahren für Zeitschriften- und ...

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