Vollkornbrot aus Dinkel selber backen - Rezept

Vollkorn-Dinkelbrot in 80 Minuten: Hefebrot ohne Zeit fürs Gehen

Dinkel-Vollkornbrot ohne Gehen - G.Spalke
Dinkel-Vollkornbrot ohne Gehen - G.Spalke
Die Hefe für das Dinkelvollkornbrot muss nur 10 Minuten Gehen. Der Teig kann nach dem Kneten gleich in den Backofen. Das schnelle, einfache Rezept lässt sich variieren.

Brot backen braucht in der Regel Zeit. Mit diesem Rezept kann man ein Dinkel-Vollkornbrot in 80 Minuten backen. Bei der Verwendung von Dinkelmehl und Hefe, kann man auf die lange Gehzeit des Hefeteigs verzichten. Es reicht, wenn man den Vorteig 10 Minuten gehen lässt. Das Brot wird im Ofen trotzdem gut aufgehen und locker werden.

Ernährung: Auszugsmehle enthalten kaum Ballaststoffe

Die wertvollen Randschichten des Korns werden bei "weißem" Mehl entfernt. Auszugsmehl lässt sich im Gegensatz zu Vollkornmehl praktisch unbegrenzt lagern und hat auch teilweise bessere Backeigenschaften. Vollkornteige benötigen mehr Wasser und sind deshalb schwerer. Die Brote werden nicht so locker wie bei der Verwendung von weißem Mehl. Vollkornbrot hat eine eher graue bis hellbraune Farbe und das gefällt nicht Jedem. Backwaren aus weißem Mehl werden schön weiß. Allerdings hat die Schönheit ihren Preis. So enthalten 100 g Weizenmehl Type 405 nur 4 g Ballaststoffe und 1,2 mg Eisen, während in 100 g Roggenvollkornmehl 13,9 g Ballaststoffe und 3,9 mg Eisen stecken.

Vollkornbrot oder Mehrkornbrot?

Echtes Vollkornbrot besteht zu 100% aus Vollkornmehlen. Das muss auch so auf der Verpackung stehen. Lesen Sie die Liste der Inhaltsstoffe durch. Beim Bäcker kann man dem Brot meist nicht ansehen, ob es ein echtes Vollkornbrot ist oder nicht. Sie müssen schon nachfragen. Viele Brote sehen nur wie Vollkornbrot aus, d.h. sie enthalten mehr oder weniger viele Körner (Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Sesam), bestehen jedoch was das Mehl anbetrifft aus Roggen- oder Weizenauszugsmehlen. Lassen Sie sich nicht von einer dunklen Brotfarbe täuschen. Es ist üblich Körnerbrote mit Malz dunkel einzufärben. Auch hier hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Der Vorteil vom Selber Backen ist, dass Sie wissen was drin ist und außerdem macht es Spaß.

Brot backen: Mehlsorten und Mehltypen

Im Prinzip können Sie jedes Getreide in gemahlener Form zum Backen verwenden. Es geht mit Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und wenn sie es glutenfrei mögen auch mit Buchweizen oder Hirse. Die Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten ist grenzenlos. In Deutschland gibt es für Mehltypen eine DIN Norm, die auf den Verpackungen abgedruckt wird. Hohe Typennummern (Type 1750) enthalten mehr Randschichten, als niedrige Typenzahlen (Type 405). Vollkornmehle haben keine Typennummer, egal ob fein gemahlen oder geschrotet. Es steht einfach Vollkorn auf der Verpackung.

Brot backen mit Sauerteig oder Hefe?

Um eine Roggenbrot zu backen, benötigen Sie Sauerteig. Den können Sie entweder selber herstellen oder ein entsprechendes Ferment im Bioladen kaufen. Weizenbrote benötigen keinen Sauerteig. Man verwendet hier Hefe als Triebmittel. Sauerteig selber ansetzten ist garnicht so schwer, allerdings dauert es beim ersten Durchgang etwa fünf Tage.

Das brauchen Sie zum Brot backen

Sie benötigen eine große Plastikschüssel und einen Backofen. Eine Knetmaschine ist nicht unbedingt nötig. Vorerst können sie einfach die Kraft ihrer Hände einsetzten oder ein Handrührgerät. Zusätzlich benötigen Sie etwas Zeit und Lust zum Experimentieren. Genial ist ein Eisschrank mit großem Gefrierfach. Brot lässt sich gut portioniert einfrieren, sodass Sie auf Vorrat backen können. Allerdings hält sich selbst gebackenes Vollkornbrot viel länger als Weißbrot. Es wird mit der Zeit zwar etwas härter, aber das schadet nicht dem Geschmack.

Rezept für ein vollwertiges Dinkel Hefe Brot

Die Zubereitungszeit für dieses leckere Dinkelbrot beträgt mit Backzeit nur 80 Minuten. Das kommt daher, dass der Teig nicht lange gehen muss. Es funktioniert garantiert. Probieren Sie es aus.

Zutaten für ein Dinkelbrot:

  • 650 g Dinkelvollkornmehl fein gemahlen
  • 1 Würfel Hefe
  • 3 Teelöffel Salz
  • 600 ml Wasser
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Leinsamen

Zubereitung des Dinkelbrotes:

Die Hefe im 40 Grad warmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben und das Hefewasser hinzufügen. Kurz umrühren und den Ansatz 10 Minuten stehen lassen. Dann fügen Sie Salz, Nüsse und Samen hinzu. Den Teig nun drei Minuten kneten. Am besten geht das mit einem elektrischen Knethaken. Der Teig ist relativ feucht und klebrig. Er lässt sich nicht mit den Händen zu einer Kugel formen. Füllen Sie die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform und streichen Sie den Teig oben glatt. Stellen Sie das Brot in den kalten Backofen und heizen Sie auf 250 Grad auf (oder 220 wenn nicht mehr geht). Das Brot muss eine Stunde backen. Es ist fertig, wenn es beim Klopfen mit einem Holzlöffel hohl klingt. Wenn Sie das Brot während des Backens ab und zu an der Oberfläche mit Wasser besprühen, bekommt es eine schöne braune Farbe und wird knuspriger.

Lecker Brot backen: Riechen Sie! Schmecken Sie!

Es gibt kaum einen besseren Duft als den frisch gebackenen Brotes. Wenn Sie der Versuchung widerstehen können, lassen Sie das Brot bis zum nächsten Tag liegen, dann lässt es sich besser schneiden. Das Rezept lässt sich abwandeln, indem Sie andere Nüsse oder Samen verwenden, z.B. Sesam oder Kürbiskerne. Der Teig kann auch in einem Brotbackautomaten geknetet und gebacken werden.

Gudrun-Aimée Spalke, G.Spalke

Gudrun-Aimée Spalke - Diplom Chemikerin - Diplom-Chemikerin, fünf Kinder Veröffentlichungen: Sachbücher für Menschen ab 5 ...

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