Vorbereitungen für die Reise mit Hund

Einreisebestimmungen, Impfschutz: Es gibt viel zu bedenken

Reisen mit Hund, insbesondere ins Ausland, wollen gut vorbereitet sein. Eine Urlaubspflegestelle für den vierbeinigen Liebling kann eine gute Alternative sein.

Wer in den Urlaub fahren will, hat viel zu bedenken - oft schon Wochen und Monate im Voraus. Mehr noch gilt das für diejenigen, die ihren Hund mit in die Ferien nehmen wollen. Denn je nach Reiseziel sind, um unterwegs nicht böse Überraschungen zu erleben, einige Vorbereitungen notwendig.

Der Heimtierausweis ist Pflicht in Europa

Die wichtigste, wenn es um eine Reise ins europäische Ausland geht: Hunde müssen, wie Katzen und Frettchen, seit dem Jahr 2004 mit Mikrochip gekennzeichnet sein - bis 2011 wird übergangsweise auch eine Tätowierung anerkannt. Dazu muss ein EU-Heimtierausweis mitgeführt werden, in dem eine gültige Tollwutimpfung nachgewiesen ist. Und das gilt auch (oder gerade) angesichts der offenen Grenzen innerhalb Europas.

Zusätzliche Bedingungen für die Einreise von Tieren stellen Irland, Schweden, Malta und Großbritannien - Bedingungen, die teilweise langwierige medizinische Maßnahmen erfordern, wie der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) betont. Denn verlangt werden Nachweise über die Wirksamkeit der Tollwutimfung: „Bis man das Testergebnis in Händen hält, können mehrere Monate vergehen“, warnt der bpt.

Bei Reisen ins Ausland: vorher impfen

Der richtige Impfschutz ist bei Reisen ins Ausland tatsächlich von großer Bedeutung, drohen dem Hund hier doch einige Gesundheitsgefahren. Die Tollwut etwa ist in einigen südeuroäischen Ländern durchaus noch anzutreffen. Zudem gebe es dort auch gefährliche Krankeiten wie zum Beispiel Leishmaniose, die durch Sandmücken übertragen wird, warnt der Parasitologe Thorsten J. Naucke. Ein Impfschutz gegen Leishmaniose sei derzeit allerdings noch nicht verfügbar "und wird auch weiterhin - trotz intensiver Forschung - auf sich warten lassen."

Besonders Südeuropafans unter den Tierhaltern sollten sich darum gut überlegen, ob sie ihren vierbeinigen Freund überhaupt in den Urlaub mitnehmen oder nicht lieber in Pflege geben. Hilfe bei der Suche nach einem entsprechenden Frauchen oder Herrchen auf Zeit könnte eine Aktion bieten, die der Deutsche Tierschutzbund alljährlich zur Urlaubszeit anbietet - nach dem Motto „Urlaubszeit darf für Haustiere nicht zur Leidenszeit werden“. Denn jedes Jahr werden nach Informationen des Verbandes bundesweit 70.000 Haustiere ausgesetzt, die meisten davon in der Urlaubszeit.

Frauchen oder Herrchen auf Zeit gesucht?

Bei der Aktion "Nimmst Du mein Tier, nehm' ich Dein Tier" bringen die örtlichen Tierschutzvereine Tierhalter zusammen, die sich während der Ferien im Wechsel um die Vierbeiner kümmern; auch Menschen, die kein Tier haben, können mitmachen und freuen sich oft, vorübergehend eines zu betreuen. Der Tierschutzbund hat außerdem während der Sommerzeit eine Beratungshotline zu Fragen rund um den Urlaub eingerichtet (Telefon 0228-6049627, montags bis donnerstags 10.00 bis 18.00 Uhr, freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr).

Heike Wells, Heike Wells

Heike Wells - Heike Wells, geboren 1957 im Rheinland, lebt heute an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste und arbeitet als freie Journalistin ...

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