Die Frage, wie der Sommerwetter wird, ist immer wieder spannend. Stimmt die insgesamt zwar milde, aber doch eher regnerische Wetterprognose im Juni und Juli  mit mehr sonnigen Abschnitten im August? Ist auf den sogenannten „100jährigen Kalender“ Verlass? Und was sagen die Bauernregeln?

Wie der „100jährige Kalender“ das Wetter voraussagt

Der Abt Mauritius Knauer gilt als der Urheber des„100-jährige Kalenders“. Seine Naturbeobachtungen liegen als Buch in der Neuauflage von 2010 vor. Grundlage sind seine Erfahrungen mit dem Wetter, die er zwischen 1652 bis 1658 niederschrieb. Seine Beobachtung: Alle 7 Jahre werde das Wetter jeweils ein Jahr lang durch einen andern Planeten beeinflusst und wiederhole sich dann entsprechend. Die Vorhersage des „100jährigen Kalenders“ sei dauerhaft und eine gute Hilfe für die Bewirtschaftung von Haus und Hof. Nach heutigen Erkenntnissen entbehrt der 100jährige Kalender jeder wissenschaftlichen Grundlage. Da jedoch erstaunlicherweise die Wetterprognosen häufig zutreffen, hat der 100jährige Kalender bis heute seine Anhänger – auch im diesjährigen Merkurjahr. Schließlich stimmen ja auch die gängigen Wettervorhersagen nicht immer.

Vorhersage für den August – regnerisches Sommerwetter

Nach dem angenehm warmen Frühlingsbeginn und der ausgiebigen Schafskält im Juni sind die Aussichten für den Sommer 2014 nach dem 100jährigen Kalender eher ernüchternd - „ziemlich viel Regen“, dabei aber „zwischen den Regenzeiten immer wieder schöne Tage“. Mit nassen Füßen kann man sich jetzt leicht eine Erkältung einfangen - wohl dem, der gute Hausmittel gegen Schnupfen und auch gegen Halsschmerzen kennt. Welche Tage eher sonnig werden - darauf gibt die Wettervorhersage des Bauernkalenders nähere Hinweise. Nach den lauen Frühlingstemperaturen, eher durchwachsenem Wetter im Juni und Juli könnte der August einige schöne Sonnentage bringen. Das gute Wetter könnte sich bis in den September und auch den Oktober durchziehen: „Lorenzi gut, einen schönen Herbst verheißen tut.“, heißt es im Bauernkalender für den 10. August mit Blick auf die Prognose Herbst 2014. Ansonsten rückt wohl auch die Nagetier-Population enger zusammen: „Regnet's am St. Laurenztag, gibt es eine große Mäuseplag“.

Wetterprognose für Sommer und Herbst 2014 durch Blick auf die Sterne

Ob gut oder schlecht – nach dem 13. August bleibt das Wetter für einige Zeit beständig: „Wie das Wetter an Kassian, hält es noch viele Tage an“. Mitte August lohnt ein nächtlicher Blick zum Himmel, um Einblicke in das weitere Wettergeschehen zu bekommen: „Leuchten vor Maria Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne“. Das wären gute Aussichten ab dem 15. August – und zwar bis in den Herbst 2014 hinein: „Wie das Wetter am Maria Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag“. Umgekehrt ist es nach den Bauernregeln so, dass schlechtes Sommerwetter auch keine gute Prognose für den Herbst erlaubt: „Blieb Wärme im August in der Ferne, der September bringt sie nicht gerne“. Dann bleibt wohl nur ein preiswerter Urlaub in sonnensichere Gefilde oder ein Shopping-Kurztrip nach Prag.

Sommerwetter bietet erste Prognose für Temperaturen im Winter

Das Augustwetter gibt auch schon erste Hinweise auf das Winterwetter 2014, vor allem die ersten 10 Augusttage sollen entscheidend sein: „Ist`s von Petri bis Lorenzi heiß, dann bleibt der Winter lange weiß“. Beste Aussichten also für einen gelungenen Skiurlaub auch schon zum ersten Kälteeinbruch im November. Nach den Bauernregeln gibt uns ein aufmerksames Verfolgen der Temperaturen im Verlauf des Jahres die besten Prognosen, wie sich das Wetter weiterhin entwickeln wird. Nach einem heißen August könnte ein langer Winter bevorstehen: „Fängt der August mit Hitze an, bleibt sehr lang die Schlittenbahn“. Entscheidend könnte das Wetter am 16. August sein: „Wenn's an Joachim regnet, dann folgt ein warmer Winter.“

Quelle: Bauernregeln