Vorsicht bei diesen Facebook-Fallen

Facebook unter die Lupe genommen - Alexander Klaus  / pixelio.de
Facebook unter die Lupe genommen - Alexander Klaus / pixelio.de
In dem großen sozialen Netzwerk Facebook tummeln sich zahlreiche Betrüger. Hier ist Vorsicht geboten.

Mit Facebook können Freunde in der ganzen Welt kommunizieren, Gewerbetreibende auf ihre Produkte aufmerksam machen und ebenso können auch Veranstaltungen bekannt gegeben werden. Leider werden die Facebook-Nutzer aber auch immer wieder von Abzockern in Fallen gelockt, die meistens nur einen Hintergrund haben, nämlich an persönliche Daten zu gelangen.

Aufgepasst bei Benachrichtigungen

Im oberen Benachrichtigungsfenster der Facebook-Seite steht eine kleine „1“ und der Nutzer freut sich, weil ihm jemand eine Nachricht sendet. Sofort wird auf die Nachricht geklickt, denn einer der Freunde aus der Freundesliste sendet einen augenscheinlich interessanten Link. Diese Links mit Titeln wie zum Beispiel „Schau Dir an, wer Dein Profil aufgerufen hat“ zielen auf die Neugier der Facebook-Nutzer ab. Oft wird dann zum Kopieren des Links in den Browser aufgefordert. Nach Betätigen der Eingabetaste kann nun ein Script sämtliche Facebook-Aktionen von einem externen Server steuern.

Ebenso können mit Viren verseuchte Nachrichten verschickt werden. Dabei werden die Nachrichten immer von Freunden versandt und lassen zunächst keinen bösen Verdacht aufkommen. Die Trickser kommen auf diese Weise aber auch an die hinterlegten Daten der in der Freundesliste aufgeführten Personen. Wichtig zu wissen: Facebook lehnt eine Funktion zum Einsehen der Profilbesucher strikt ab.

Vorsicht bei Videos

Videos mit reißerischen Titeln, die offensichtlich von Freunden gepostet werden, lotsen auf Seiten außerhalb von Facebook. Durch einen Klick auf den „Abspielen“-Button kann sich eine schädliche Software installieren. Bestenfalls wird nur auf eine dubiose Werbeseite umgeleitet. Alle Einträge dieser Art sollten sofort von der eigenen Pinnwand gelöscht werden, um eine Verbreitung zu verhindern.

Achtung auch bei Umfragen

Eine gesunde Portion Skepsis ist auch bei Umfragen auf Facebook angebracht. Wenn solche Umfragen zudem auch noch mit Geldsummen als Belohnung für die Beantwortung locken, sollte das in jedem Fall ignoriert werden. Hier lauert für den Benutzer eine weitere Facebook-Falle. Mit harmlosen Fragen wie zum Beispiel „Wie gut gefällt Dir Facebook?“ wird versucht, an persönliche Daten zu kommen. Fragen nach der Adresse, E-Mail oder ganz frech auch nach der Bankverbindung sollten niemals beantwortet werden.

Der angebliche „Gefällt mir nicht“-Button

Facebook lebt zum großen Teil von seinen Werbekunden. Daher ist auch nicht geplant, einen „Gefällt mir nicht“-Button einzuführen, obwohl es schon öfter von Facebook-Nutzern gewünscht wurde. Bei allen Aufforderungen, diese Funktion freizuschalten, handelt es sich um Fallen, um an die Daten des Nutzers und all seiner Freunde zu gelangen. Die Daten können dann auf dem Schwarzmarkt für gutes Geld verkauft werden.

Fazit für Facebook-Anwender

Im Profil keine Daten angeben, die für Trickser Geldwert sind. Als E-Mail reicht eine sogenannte Wegwerf-Adresse, zum Beispiel von Yahoo, die bei Spam und anderen unerwünschten Mails ohne Probleme und Verluste wieder gelöscht werden kann. Keine Bankverbindungen oder andere persönliche Daten veröffentlichen.

Ein gutes Antivirenprogramm, dass auch einen guten Online Schutz bietet, ist eigentlich heutzutage schon eine Selbstverständlichkeit und sollte daher unbedingt vorhanden sein. Hingegen keinen Schutz bietet das Programm, wenn im Profil die genaue Adresse angegeben ist und der Nutzer an der Pinnwand seine Abwesenheit wegen Urlaub verkündet. Auch hier lauern Betrüger, die solches Wissen eventuell für einen Einbruch nutzen könnten.

Quellen:

  • Studie des IT-Unternehmens Sophos zur Sicherheit in sozialen Netzwerken
  • leider eigene Erfahrungen
Immer dabei ist mein Fundhund Lili, Petra Cavkic

Petra Cavkic - Geboren in Westfalen, aufgewachsen in Norddeutschland, als Stewardess in der ganzen Welt unterwegs gewesen. So könnte man es ganz ...

rss