
- Haselnüsse mit Metallfäden? - Dr. Oetker
Es war ja auch schon über mehrere Tage auf der Verbraucherplattform „lebensmittelwarnung“ verdächtig ruhig gewesen, denn die letzte Warnung stammte – völlig unüblich – bereits von 21. Januar 2012 und betraf Freshona Champignons mit ganzen Köpfen, vertrieben und bundesweit in den Handel gebracht von Lidl.
Gehackte Haselnüsse mit Metallfäden
Die neueste Warnung vom 6. Februar 2012 besitzt eine ebenso große Streuung wie die Produkte der Firma Lidl. Und betrifft Haselnüsse, gehackt, in der 100 Gramm Packung, vertrieben und in den Verkehr gebracht durch die Firma Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Lutterstr. 14, 33617 Bielefeld. In der Ware können sich Metallfäden befinden. Die Warnung bezieht sich auf alle 100-Gramm-Packungen von gehackten Haselnüssen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum 01/2013 und der Chargennummer / Los-Kennzeichnung: 01.13-L002 u. 1.13-L003 und dem EAN-Code 4 000521 007118. Diese Ware wird dringend zurück gerufen.
Fast bundesweite Ausstrahlung der Warnung
In dem Rückruf der Firma Dr. Oetker wird ausgeführt, dass aufgrund eines Fehlers in der Rohstofflieferung Metallfäden enthalten sein können. „Zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken“ bittet Dr. Oetker die Verbraucher, die zurückgerufene Ware in der Einkaufsstätte abzugeben, in der das Produkt gekauft wurde. „Der Kaufpreis wird erstattet“. Abschließend entschuldigt sich Dr. Oetker bei seinen Kunden für etwaige entstehende Unannehmlichkeiten. Da die Ware ausschließlich im deutschen Handel ab Januar 2012 zum Verkauf gelangt ist, betrifft diese Warnung bereits jetzt die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.
Die letzten wichtigen Warnungen (Alle Einzelheiten zu den Produkten sind in dem entsprechenden Link aufgeführt).
Vor den Champignons wurde ERU Käsecreme exquisito - Indische Gewürze vom ERU Käsewerk Sangerhausen GmbH zurückgerufen, weil im Rahmen einer Eigenkontrolle festgestellt wurde, dass Senf und Sellerie zwar im Käse enthalten, aber nicht im Zutatenverzeichnis angegeben waren.
Davor gab es einen bundesweiten Rückruf der REWE-Group aus 50668 Köln für REWE Tiefkühl-Regenbogenforellen in der 500 Gramm Packung. Sie enthielten den nicht zugelassenen, weil giftigen Wirkstoff Malachitgrün.
Erst wenige Tage vorher war wegen Listerien vor Tapas der spanischen Firma Grupo Alimentario Argal S.A. Ctra. Aus 25242 Miralcamp (Lleida) gewarnt worden. Dabei waren vor allen Dingen Tapas Trio Espanol, Tapas Salami Chorizo, Tapas Serrano Schinken und Tapas Serrano Reserva. Der Tapas-Vertrieb erfolgte über die METRO Cash & Carry Märkte.
Vom ersten Rückruf des Jahres waren Verbraucher mit Kleinkindern in der gesamten Bundesrepublik betroffen. Es ging um „Milubrei Abendbrei Getreide Banane - nach dem 4. Monat“ der Firma Milupa aus Friedrichsdorf. Der Brei enthielt entgegen der Deklaration „glutenfrei“ Gluten und Weizen und ist damit für Kinder mit Zöliakie oder Weizenallergie nicht geeignet.
Quellen: Lebensmittelwarnung.de, BVL, MELV
