Erhöhte Spam-Gefahr bei Facebook

Laut aktuellen Agenturmeldungen werden immer mehr Facebook-Benutzer zum Opfer von perfiden Spam-Links und verbreiten diese ungewollt an Freunde weiter.

Laut aktuellen Agenturmeldungen laufen immer mehr Facebook-Benutzer Gefahr, zum Opfer von perfiden Spam-Links zu werden. Geködert werden die ahnungslosen Benutzer mit Links zu Spaß- oder Schock-Videos, die sich in der Regel um Sex oder Stars drehen. Wer in die Falle tritt und klickt, wird selbst unbemerkt zur Spam-Schleuder und handelt sich unter Umständen sogar Schadprogramme am eigenen Rechner ein.

Facebook-Spamlinks: Die perfekte Falle

Es ist eine perfekte Falle: Auf Facebook kursieren immer mehr Links, die lustige oder spannende Videos versprechen. Reißerische Texte verführen zum Klick auf die empfohlene Seite: Die Köder sind Titel wie "Dschungel-Star verliert Top bei Modeschau" oder "Verhaftung von Christina Aguilera". Wer darauf klickt, bekommt allerdings nicht das versprochene Filmchen zu sehen, sondern verbreitet die Spam-Links weiter an eigene Freunde oder verseucht gar seinen Rechner mit Schadprogrammen.

Geringes Misstrauen, da die Links von Freunden zu kommen

Das Perfide: Die Hinweise auf die spektakulären Inhalte scheinen von einem Facebook-Bekannten zu kommen. Wieso sollte man also nicht reinschauen?" Beim Anklicken des Videos löst der Benutzer unbemerkt eine eigene "Gefällt mir"-Empfehlung aus und verbreitet so die Spam-Seiten an die eigenen Freunde weiter", beschreibt Computer-Forensik-Experte Alfred G. Eder von FDS | Forensik Data Services die perfide Funktion der Spam-Link-Falle.

Ursache: Erweitere Funktionen des "Gefällt mir"-Buttons

Facebook hatte, wie im Artikel "Facebook: "Gefällt mir"-Button mit neuer Funktion" beschrieben, die Funktionalität der Empfehlung kürzlich erweitert. Ein entsprechender "Gefällt mir"-Hinweis kommt dadurch bei Freunden deutlich prominenter zur Geltung - im Fall der Videos ist ein Link mit Thumbnail zu sehen.

Gestohlen werden persönliche Profil-Daten und Telefonnummern

Auf den ersten Blick sind die manipulierten Verweise nicht zu erkennen. Am besten ist es, die entsprechenden Empfehlungen einfach zu ignorieren. Wenn man das vermeintliche Video anklickt und aufgefordert wird, Software zu installieren, sollten alle Alarmglocken läuten. Hinter den Spam-Links verstecken sich Apps, die den Zugriff auf das Facebook-Profil des Nutzers erbitten und Zugriff auf dessen Daten erlangen möchten. Die Sicherheitssoftware-Firma Sophos entdeckte hinter einem angeblichen Video den Link zu einem Anbieter, der mehrfach pro Woche eine SMS in Rechnung stellt.

Vorsicht und "No Script"-Funktion schützen vor Spam-Links

Generell sollte man mit den Aufruf von Programmen und der Bekanntgabe von persönlichen Daten auf unbekannten Websites sehr vorsichtig sein. Im Zweifelsfall geht persönlicher Datenschutz vor Neugier, es gilt also: "Finger weg!". Mehr Datensicherheit bietet die Erweiterung "No Script" für den Firefox-Browser. Allerdings sind dann die meisten Websites nur sehr eingeschränkt nutzbar und die Bequemlichkeit beim Surfen leidet merklich. Das ist dann wohl der Preis für mehr Datensicherheit und Datenschutz.

Horst Greifeneder, hag

Horst Greifeneder - Ing. Mag. Horst Greifeneder ist nebenberuflicher freier Journalist, Vortragender und Autor des Buches "Erfolgreiches Suchmaschinen ...

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