Natürlich ist es am schönsten, wenn man auf einem französischen oder norditalienischen Markt frische Trüffeln direkt einkaufen kann. Schon Auge, Nase und Tastsinn schützen dort in gewissem Maß vor Fehlkäufen, denn von der Qualität und Frische zeugen ein äußerst aromatischer Geruch, die intensive Farbe und die Festigkeit der wertvollen Pilze. Vor allem aber enttarnt die gegenseitige Kontrolle der Marktbeschicker schwarze Schafe, die den Ruf der Region schädigen könnten. Immerhin mehrere tausend Euro kann ein Kilo Trüffeln kosten. Auch wenn der private Einkäufer wohl meist nicht mehr als 100 Gramm erstehen wird, ist der Erwerb minderwertiger oder gefälschter Ware für ihn frustrierend.

Trüffeln kaufen in Deutschland

Auch fern der traditionellen Trüffelgebiete Périgord, Piemont oder Burgund steigt der Appetit auf die würzigen Knollen mit dem eigenwilligen Aroma. In den Großstädten bieten die Markthallen und Wochenmärkte immer öfter frische Trüffeln aus Frankreich und Italien an. Aber selbst wer abseits der Metropolregionen wohnt, hat durchaus eine Chance, an eine frische Trüffel zu kommen. Immer zahlreicher werden die Anbieter von Feinkost und Delikatessen im Versand, die auch Trüffeln und Trüffelprodukte im Sortiment haben. Daneben gibt es aber auch zunehmend auf Trüffeln spezialisierte Händler. Die Wahrscheinlichkeit, bei diesen frische, unverfälschte Ware zu bekommen, ist zwar relativ groß. Vorsicht ist aber dennoch auch angebracht - vor allem bei auffallend günstigen Preisen.

Vorsicht vor falschen Trüffeln

Fälschungen sind mit dem bloßen Auge und vom Laien kaum zu erkennen. Wer keinen DNA-Test machen und auch keine Sporenanalyse per Mikroskop durchführen kann, muss sich auf die Vertrauenswürdigkeit seines Lieferanten verlassen – oder auf seine eigene kulinarische Erfahrung. Ohne diese wird es schwer, Fälschungen zu entlarven. Es gibt viele ähnlich aussehende Pilze, die mit Farbstoff und künstlichem Aroma zu Trüffeln „aufgewertet“ werden. Weil künstliches (auch „naturidentisches“) Aroma sehr viel intensiver riechen kann, als das natürliche, lassen sich gerade unerfahrene Trüffelkäufer dadurch leicht täuschen. Übrigens sind auch die häufig angebotenen Trüffelprodukte wie Trüffelnudeln, Trüffelöl oder getrüffelte Pasteten in den meisten Fällen mit zugesetzten Aromastoffen versetzt worden.

Der Trüffel - die Trüffel?

Heißt es eigentlich der Trüffel oder die Trüffel? Das ist Geschmackssache – obwohl es hier keinen Unterschied zwischen den unterirdisch gewachsenen Trüffeln und ihren schokoladigen Namensvettern aus dem Süßwarensortiment gibt. Das Projekt Deutscher Wortschatz der Universität Leipzig liefert sowohl die männliche als auch die weibliche Variante. Der Trüffel oder die Trüffel, ganz wie es beliebt. Auch der Duden verzeichnet sowohl die männliche als auch die weibliche Variante als zulässig, bezeichnet aber die männliche Form als umgangssprachlich. Wer sich einmal entschieden hat, muss dann allerdings auch bei der Deklination konsequent bleiben: ein Trüffel/zwei Trüffel oder (vornehm und für den, der sich als Kenner ausweisen möchte) eine Trüffel/zwei Trüffeln.