
- Nicht alle Pflanzen sind giftig - Konkel
Deswegen ist gerade beim Auslauf des Tieres oberste Vorsicht geboten. Zimmerpflanzen, auch wenn sie nicht giftig für das Tier sind, sollten generell nicht in Reichweite des kleinen Nagers stehen. Auch beim Auslauf im Garten ist es wichtig darauf zu achten, dass das Meerschweinchen nichts Falsches zwischen die Zähne bekommt.
Giftige Zimmerpflanzen: weitaus mehr als man denkt
Gerade aus dem Bereich der Zimmerpflanzen sind zahlreiche Gewächse dabei, deren Verzehr für das Meerschweinchen tödlich enden könnte. Zu den giftigen Pflanzen zählen Aronstabgewächse wie die Zimmerkalla, die Flamingoblume oder der Baumfreund, Araliengewächse wie Efeu oder die Finderaralie und Wolfsmilchgewächse wie der Weihnachtsstern, Christusdorn oder der Wunderbaum. Auch Gummibäume und alle Farne sind giftig für das Meerschweinchen. Zudem zählen zu den Giftpflanzen Alpenveilchen, Azaleen, Chrysanthemen, Geranien, Hortensien, Wandelröschen, Eisenkraut, Oleander und die Passionsblume.
Welche Gartenpflanzen sind giftig für das Meerschweinchen?
Auch beim Auslauf im Garten muss genau darauf geachtet werden, welche Pflanzen für ihr Tier in Reichweite sind und welche in keinem Fall in Reichweite sein dürfen. Zu den giftigen Gartenpflanzen zählen Blauregen, Buchsbaum, Goldregen, Rittersporn, die Stechpalme, Ziertabak, Zwiebelgewächse wie Narzissen oder Hyazinthen, Misteln, Rhododendron und Riesenbärenklau.
Auch manche Wildpflanzen sind giftig
Außer Zimmer- und Gartenpflanzen gibt es eine ganze Reihe von Wildpflanzen die nicht für den Verzehr geeignet sind. Zu den giftigen Wildpflanzen zählen Bärlauch, Anemonen, Fingerhut, die Butterblume, Hundspetersilie, Immergrün, die Tollkirsche, Schöllkraut, Schneeglöckchen, Sauerklee, Primeln, Nachtschatten, Mohnblumen und Maiglöckchen. Außer den eben genannten Pflanzen sei darauf hingewiesen, dass Kartoffelkeime und das Kraut von Tomaten und Kartoffeln ebenfalls giftig für Meerschweinchen sind und in keinem Fall an sie verfüttert werden sollten.
Für Meerschweinchen geeignete Wildpflanzen
Neben einer gewissen Anzahl von giftigen Wildpflanzen gibt es auch einige Wildpflanzen, die bedenkenlos an Meerschweinchen verfüttert werden können. Neben dem bekannten Löwenzahn, zählen zu den geeigneten Pflanzen auch Wegerich, junge Brennesseln, Sauerampfer, Vogelmiere, Gras, Hirtentäschelkraut, Gänsedisteln und Beinwell. Klee ist nur bedingt zur Verfütterung geeignet, da zuviel davon Bauchschmerzen bei dem kleinen Nager hervorrufen kann. Beim sammeln dieser Wildpflanzen muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese nicht von Ackerrändern oder Rändern von stark befahrenen Straßen stammen. Denn die Pflanzen dort sind von Abgasen oder Spritzmitteln zu stark belastet und schaden den Meerschweinchen.
Zum Schluss ist es wichtig zu erwähnen, dass die Aufzählung keine Garantie auf Vollständigkeit gibt. Auch wenn eine Pflanze hier nicht erwähnt wurde, sollte in einem Fachbuch oder beim Blumenhändler nachgefragt werden, ob das Gewächs Ihrem Tier zum Verhängnis werden könnte. Wenn eine Pflanze nicht eindeutig bestimmbar ist, sollte in jedem Fall auf eine Verfütterung verzichtet werden.
