Um Dornröschen geht es in dem neuen Familienmusical von Christian Berg und Konstantin Wecker. Ein Projekt auf das sich nicht nur die Künstler freuen. "Nach vier schwarzen Wochen, in Anbetracht der vielen Todesfälle die wir zu vermelden hatten, haben wir endlich eine gute Nachricht für Sie", eröffnet Michael Lang, Intendant der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg die Pressekonferenz. Diese gute Nachricht lautet: am 6. Mai wird hier "Wachgeküsst" von Christian Berg und der Musik von Konstantin Wecker seine Uraufführung feiern. Wie unschwer zu erraten ist, geht es dabei um Dornröschen. Doch eigentlich fängt dieses Dornröschen erst dort so richtig an, wo es im klassischen Grimm-Märchen endet. Dornröschen und ihr Prinz wollen heiraten, aber die böse 13. Fee hat etwas dagegen...

Dornröschen trifft den Froschkönig

"Dennoch wird es genau so, wie sich jedes Mädchen ein Märchen von Dornröschen vorstellt", erklärt Konstantin Wecker und seine Begeisterung für dieses Projekt ist nur schwer zu übersehen. Erzählt wird die Geschichte von Jakob und Wilhelm Grimm. Allerdings sind die beiden Herren schon etwas in die Jahre gekommen und da kriegen sie ihre Märchen schon mal ein bisschen durcheinander. Infolgedessen darf man sich nicht wundern, wenn plötzlich auch der Froschkönig, Schneeweißchen und Rosenrot sowie Schneewittchens siebter Zwerg auftauchen. Die Augen von Christian Berg und Konstantin Wecker leuchten um die Wette, wenn sie von ihrer Arbeit erzählen. Wo Wecker die Herausforderung sieht, ausgerechnet ein Kinder- bzw. Familienmusical zu vertonen? "Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, etwas für Kinder zu produzieren. Mit handgemachter Musik und nicht nur Computer. Wenn Sie wirklich etwas sehen können und nicht nur in einer virtuellen Welt wie Youtube leben. Ich will dabei gar nicht pädagogisch wertvoll sein, sondern Spaß machen. - Und berühren."

Christian Berg: Keine Zusammenarbeit mehr mit dem Schmidt's Theater

Eine kleine Überraschung ganz anderer Art hat Christian Berg noch. "Es wird keine Zusammenarbeit mehr mit dem Schmidt's Theater in Hamburg geben." Nach fünf Jahren durchaus erfolgreicher Zusammenarbeit hat sich Berg nun entschlossen, nur noch mit der Komödie Winterhuder Fährhaus zu kooperieren. Man habe sich allerdings im Guten getrennt betont Berg weiter. "Ich habe Corny Littmann und dem Schmidt's viel zu verdanken. Aber meine Zeit im Schmidt's war einfach um. Es musste jetzt etwas Neues kommen." Die Arbeit mit dem Fährhaus hat bereits vor zwei Jahren begonnen. Damals stand "Cinderella" auf dem Spielplan. Es folgte mit Pinocchio ein weiterer Riesenerfolg. Nun will man kein Weihnachtsmärchen mehr machen, sondern ein ganzjähriges "Familentheaterfest." Während es vor 15 oder 20 Jahren noch unmöglich gewesen sei, ein solches Projekt wie "Wacheküsst" auf die Beine zu stellen, sei es jetzt ein Garant für Erfolge. "Märchen sind wieder In", schwärmt Christian Berg.

Christian Berg und Konstantin Wecker - seit 12 Jahren ein erfolgreiches Duo

Vor 12 Jahren begann die Zusammenarbeit von Berg und Wecker. Der Liedermacher und Kabarettist war damals "der Held meiner Jugend", erklärt Berg. Umso größer die Freude, als Konstantin Wecker sein Ja für ein gemeinsames Projekt gab. Mit diesem ersten Projekt - "Jim Knopf" traten sie einen wahren Siegeszug an. Und der Erfolg der beiden lässt sich kaum stoppen. Auch wenn Christian Berg derzeit wahnsinnig aufgeregt ist, weil er ein ganz schräges Regiekonzept hat, können sich die beiden auch dieses Mal sicher fühlen, wenn sich am 6. Mai 2011 der Vorhang für "Wachgeküsst" im Winterhuder Fährhaus hebt. Denn eine erste musikalische Kostprobe wurde der Presse bereits vorgestellt, mit einer ganz typischen Wecker-Melodie und einem schönen Text. Wer weiß, vielleicht werden die Kinder ihn in sechs Wochen bereits mitsingen?

"Poch, poch, poch. Dein Kleines Herz schlägt gleich ganz viel schneller. Poch, poch, poch. Es ist kein Scherz, Märchen werden wahr."

Quellen:

  • Pressekonferenz
  • selbst geführte Interviews