Petra Roth, CDU, ist die amtierende Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main. Sie wurde am 28. Januar 2007 zum dritten Mal direkt von den Bürgerinnen und Bürgern an die Spitze der Mainmetropole gewählt. Am 1. November 2011 hat Roth erklärt, dass sie vorzeitig zum 30. Juni 2012 ihr Amt zur Verfügung stellt. Daher findet am 11. März 2012 die Neuwahl für das Amt des Oberbürgermeisters statt. Nach einer Prüfung durch den Wahlausschuss bewerben sich zehn Personen.

Der Kandidat der CDU Boris Rhein

Boris Rhein wurde am 02. Januar 1972 in Frankfurt geboren. Nach seinem Abitur studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Frankfurt. Ab dem Jahre 2000 arbeitete er als Rechtsanwalt. 1999 wurde Boris Rhein Abgeordneter im Hessischen Landtag. 2006 wechselte er als Stadtrat in seine Heimatstadt und blieb in diesem Amt bis 2009. Im Februar 2009 wurde er von Innenminister Volker Bouffier als Staatssekretär ins Hessische Ministerium des Innern und für Sport nach Wiesbaden berufen. Als Ministerpräsident Roland Koch von seinem Amt zurücktrat und Volker Bouffier sein Nachfolger wurde, stieg Rhein auf und wurde am 31. August 2010 selbst Hessischer Minister des Innern und für Sport. Auf Vorschlag der amtierenden Oberbürgermeisterin Petra Roth soll Boris Rhein ihr Nachfolger werden.

Die Kandidatin der Grünen Rosemarie Heilig

Rosemarie Heilig ist fünfundfünfzig Jahre alt und von Beruf Biologin. Sie stammt aus einer Arbeiterfamilie und hat sieben Geschwister. Nach ihrem Abitur studierte sie Biologie an der Universität in Frankfurt. Beruflich arbeitete sie beim World Wildlife Fund, in der Ökobank und im Umweltamt der Stadt Ludwigshafen. In den Jahren 2006 bis 2010 leitete sie als Geschäftsführerin die Frankfurter Abfallverbrennungsanlage. 2010 erhielt sie von der Stadt Frankfurt den Auftrag, als Chefin der Errichtungsgesellschaft für das Klinikum Höchst, einen Neubau auszuschreiben, der im Passivhausstandard entstehen soll. Rosemarie Heilig war bereits in den 1990iger Jahren für die Grünen für kurze Zeit Stadtverordnete in der Mainmetropole.

Der Kandidat der SPD Peter Feldmann

Der Kandidat der Sozialdemokraten heißt Peter Feldmann. Er wurde am 07. Oktober 1958 in Helmstedt geboren. Nach erfolgreichem Abitur verbrachte er ein Jahr in Israel, lernte dort Gärtner, bevor er – wieder zurück in Deutschland – Politische Wissenschaften in Marburg studierte. 1986 beendete er das Studium als Diplom-Politologe und arbeitete anschließend in diesem Beruf. 2009 durchlief Feldmann zusätzlich eine Ausbildung als Sozialbetriebswirt. Bereits 1967 trat er der Sozialistischen Jugend, 1974 den Jungsozialisten und der SPD bei. Seit 1989 ist Peter Feldmann Mitglied der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. Im Jahre 2004 wurde er dort zum stellvertretenden Vorsitzenden seiner Fraktion gewählt.

Die Kandidatin der Partei Die Linke Janine Wissler

Die Kandidatin der Partei Die Linke, Janine Wissler, wurde 1981 geboren, besuchte von 1987 bis 2001 die Wingert- und die Richard-Huch-Schule in Dreieich im Kreis Offenbach. Im Jahre 2001 studierte sie Politologie an der Universität in Frankfurt. In der Zeit von 2002 bis 2005 arbeitete sie als Fachverkäuferin in einem Baumarkt. 2007 wurde sie in den Bundesvorstand ihrer Partei gewählt. Seit 2008 ist Janine Wissler Mitglied des Hessischen Landtags und dort seit 2009 Fraktionsvorsitzende ihrer Partei.

Der Kandidat der Piratenpartei Herbert Förster

Herbert Förster heißt der Kandidat der Piratenpartei. Er wurde am 09. Oktober 1966 geboren und ist von Beruf Kaufmann. Zunächst war Förster Mitglied der SPD. Erst anlässlich der Bundestagswahl 2009 trat er in die Piratenpartei ein. Heute ist er Fraktionsvorsitzender der Piraten in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung.

Der parteilose Kandidat Carl Maria Schulte

Der parteilose Carl Maria Schulte wurde am 11. Mai 1953 in Höxter geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in seiner Heimatstadt ging er auf die Fachoberschule für Wirtschaft und durchlief danach eine Ausbildung zum Restaurant-Manager. Es schloss sich ein Studium der Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung und außerschulische Jugendbildung an. Carl Maria Schulte wurde Diplom-Pädagoge. Er sieht sich selbst als Politkünstler und Bürgerrechtler und beteiligt sich in dieser Selbsteinschätzung an zahlreichen Aktivitäten und Initiativen. Er war Kandidat bei der Bundestagswahl, bei der Europawahl, wollte Bundespräsident und Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens werden.

Die Kandidatin der FlughafenAusbauGegner Ursula Fechter

Die Kandidatin der FAG, Ursula Fechter, wurde am 18. Oktober 1945 geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie Volkswirtschaft. Sie legte die Prüfung als Steuerberaterin ab und war seitdem in diesem Beruf tätig. Von 2001 bis 2011 war Ursula Fechter ehrenamtliche Stadträtin im Magistrat der Stadt Frankfurt. Seit 2011 ist sie Mitglied der FlughafenAusbauGegner, FAG.

Der parteilose Kandidat Harald Frenzel

Harald Frenzel wurde in Frankfurt geboren. Er arbeitete unter anderem als Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr. Frenzel hat seinen Wohnsitz zurzeit in Fränkisch-Crumbach im Odenwald. Im Jahre 2011 kandidierte er dort für das Amt des Bürgermeisters, konnte jedoch nur gut ein Prozent der Stimmen auf sich vereinigen.

Der parteilose Kandidat Jean-Jules Tatchouop

Der keiner Partei angehörige Kandidat Jean Jules Tatchouop ist zweiundsechzig Jahre alt und stammt aus Kamerun. Sein Lebensmotto heißt "Veränderung durch Verzicht". Tatchouop wendet sich insbesondere gegen den seiner Meinung nach vorherrschenden Materialismus in der deutschen Gesellschaft.

Der Kandidat der Partei Die Partei Oliver Maria Schmitt

Oliver Maria Schmitt wurde 27. April 1966 in Heilbronn am Neckar geboren. Er studierte Rhetorik und Kunstgeschichte in Tübingen und Leeds. Oliver Maria Schmitt ist von Beruf Schriftsteller und Journalist. 1988 war er unabhängiger Kandidat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg; 1990 Kandidat bei der Oberbürgermeisterwahl seiner Heimatstadt. 1995 bis 2000 arbeitete Schmitt als Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic". Für Frankfurt präsentierte er bis vor kurzem auf der städtischen Homepage die Videoreihe "Die 1000 Wunder von Frankfurt".

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