
- Blick auf Dürrnbergjoch von Kirchmair Niederalm - Johann Schubert
Im See versunken liegt das ehemalige Dorf Fall. Es wurde abgerissen und höher an der Straße nach Vorderriß aufgebaut. Hier führt auch eine Mautstaße in den berühmten Großer Ahornboden. Mit diesem und dem Sylvensteinsee - ein Stausee der Isar - lockt ein gefragtes Ausflugs- und Wandergebiet. Über die Mautstraße von Wallgau erschließt sich auch der Region Mittenwald ein nahes Ziel zum Erholen und Entspannen. Die Wanderung beginnt nahe dem Sylvensteinsee und führt über die Kirchmairalm, Dürrnbergjoch, Demeljoch, Zotenjoch zur Rotwandalm am Fuße des Juifen. Der Abstieg ins Pitzbachtal und Hühnerbachtal bringt den Wanderer zur Rauchstubenalm und zurück zum Ausgangspunkt. Die Wanderung ist auf großen Strecken einsam mit abwechslungsreichen Ausblicken auf See und Gebirge.
Anfahrt zum Sylvensteinsee
Von Bad Tölz - Lenggries oder Mittenwald - Wallgau - Mautstraße her kommend führt die Straße 307 über die Staumauer Richtung Achensee oder Kreuth. Am Seeende liegt - nach 3.700 Metern von der Staumauer - linker Hand der Parkplatz. Vom Achensee oder Tegernsee befindet man sich nach der Abbiegen in Richtung Westen über die Grenze in Bayern. Dann geht es für einige hundert Meter wieder durch Tirol - bis bei der Rauchstubenalm neuerlich die Grenze passiert wird. Jetzt erreicht sind es nur mehr etwa 1.700 Meter bis zum Parkplatz rechter Hand auf bayerischem Boden.
Aufstieg zum Demeljoch
Über die Straße über den Bach leicht abwärts und dann bergan durch den Wald beginnt diese einsame, lange Wanderung. Über den Hühnerberg erreicht man nach der verfallenen Kirchmair Niederalm (Bild 1) in sieben viertel Stunden schöne Stellen für eine erste Rast. Nach einer weiteren Stunde wird das Schürpfeneck mit 1.623 Metern Höhe erreicht. Abwechslungsreiche Ausblicke genießt hier der Wanderer auf den Sylvensteinsee und die Benediktenwand (Bild 2). Fünf viertel Stunden später genießt man auf dem 1.835 Meter hohen Dürrnbergjoch traumhafte Blicke vom Demeljoch über den Guffert in den Brandenberger Alpen bis zum Wilder Kaiser (Bild 3). Hier ein Picknick und die Alpenwelt betrachten ist ein Muss. Jetzt lockt schon das nahe Demeljoch. Nach insgesamt vier ein halb Stunden ist der Gipfel erreicht. Der fleißige Bergfreund hat jetzt über zehn Kilometer in den Beinen (Bild 4).
Varianten Dürrnberg und Zotenjoch
Der kürzeste Weg zurück führt über die Aufstiegsroute. Mit 20,5 Kilometern eine Alternative. Wer jedoch Abwechslung liebt, für den geht die Wanderung entweder über das Zotenjoch - oder etwas länger - über die Zotenalm zur Rotwandalm. Da die Variante Zotenjoch nicht markiert ist und ohne Weg mit kaum sichtbaren Pfadspuren durch die Latschenfelder führt, ist sie nicht zu empfehlen. Eine weitere Möglichkeit des Abstiegs führt am Aufstiegsweg - auf breiterem Wege etwas unterhalb des Dürrnbergjochs vorbei. Beim Dürrnbergsattel zweigt man links zum Dürrnberg und steigt auf gutem Wege bequem hinab bis zum Ort Fall. Mit etwa acht Kilometern ist dieser Rückweg zwar zwei Kilometer kürzer als die Aufstiegsroute. Man ist allerdings dann auf ein Taxi angewiesen - wenn kein Bus mehr fährt.
Rotwandhütte - Rauchstubenalm
Der empfohlene Weg führt über den Sattel im Westen zurück. Bald zweigt die Strecke nach Süden an der Grenze Bayerns und Tirol zum Demel-Hochleger. Hier geht es linker Hand über die Grenze zur Zotenalm. Dort geht ein Pfad den Hang hinab nach Osten und später nach Süden zur Zotenalm-Mittelleger. Nach einer Stunde vom Gipfel aus erreicht man die Almstraße zur Rotwandhütte. Eine weitere Stunde gemütlicher Wanderung auf dem Almweg belohnt sich der Wanderer mit der Einkehr in die Hütte (Bild 5).
Nach der verdienten Stärkung geht es nach Norden einen Almpfad hinab zu einem Forstweg. Hier geht man rechter Hand weiter bis zum markierten Weg linker Hand zur Silberberghütte. Knapp eine Stunde nach der Rotwandhütte führt den Wanderfreund eine Forststraße - nochmals mit prächtigem Blick zurück zum Demeljoch - bis zur Rauchstubenalm an der Bundesstraße nach einer drei viertel Stunde. Jetzt heißt es nur noch links auf der Straße die letzten 1.600 Meter in Angriff nehmen. Nach wenigen Metern wird Tirol verlassen und nach einer gesamten Gehzeit von 8,5 Stunden ist der Ausgangspunkt erreicht.
Weitere Informationen
- Höhendifferenz in Meter = 1.556
- Tourenlänge in Kilometer = 24,8
- Gehzeit = 8,5 Stunden
- Gesamtzeit (empfohlen) zwölf Stunden
- tiefster Punkt in Meter = 765
- höchster Punkt in Meter = 1.923
- Leistungspunkte =73
Die angeführten Zeiten sind bequem einzuhalten und bezogen auf 50+ Wanderer. In der Nähe sind auch die Rundwanderungen Seebergspitze am Achensee und zum Schafreuter im Vorderriß sehr empfehlenswert. Sie sind leistungsbezogen um ein Viertel leichter. Im Suite101-Artikel "Wo ist der Ort der Wanderung" wird der Vorteil der Bildortung beschrieben. Wanderungen in Österreich und Bayern zeigt alle in Suite101 erschienen Wanderungen und Ausflüge des Autors mit Link zur Kartenübesicht mit Ortung und Diaschau.
