
- Jöchli mit Versalspitze - Johann Schubert
Bevor die Straße am östlichen Ende des Montafons mit vielen Kehren zur Bielerhöhe hochsteigt, liegt Partenen, ein Ortsteil von Gaschurn. Von hier führt die Tafamuntbahn 500 Meter hoch zur Bergstation Tafamunt auf 1.560 Meter Höhe. Das ist bei dieser Rundtour der Ausgangspunkt. Das Alpstöbli Tafamunt (Gaststube) mit bewirteter Terrasse und Kinderspielplatz liegt direkt bei der Aussteigestelle der Tafamuntbahn. Hier kann sich der Wanderer vor oder nach der Wanderung mit Alpkost und kleinen Schmankerln verwöhnen lassen. Alternativ kann der Bergfreund auch ohne Bahn von Gaschurn hierher aufsteigen.
Gaschurn, Partenen - Tafamunt - Jöchli
Hinter dem Alpstöbli führt der - mit Wegweiser markierte - Bergweg in den Wald. Gemütlich steigt der Bergfreund etwa eine Stunde den Zickzackweg empor und genießt dabei den Blick auf die imposante Bergspitze der Vallüla. Bei der Baumgrenze zeigen sich die Silvrettaberge Seehorn und Litzner. Der Bergweg führt nun mit bequemer Steigung westlich zum Jöchli (2.405 Meter) hinauf. Dabei wird das verfallene Versalhaus passiert. Bild eins zeigt den Blick vom Jöchli auf den flachen Gipfelaufbau der Veralspitze. Hier überrascht der Ausblick in Richtung Verwall mit dem Gipfel des Patteriol. In wenigen Minuten ist das weithin sichtbare Gipfelkreuz erreicht.
Gipfelglück Versalspitze mit Blick in die Silvretta
Steiler fällt der Berg zum Süden hin ab. Der Blick nach dort - wie auf dem Bild zwei zu sehen - zeigt die vielen Kehren der Silvrettastraße bis hinauf zum Vermunt Stausee. In der Tiefe, sind der Stausee und die Häuser von Partenen zu erkennen (Bild drei). Für die mitwandernden Kinder ist es ein besonderes Erlebnis, sich im Gipfelbuch auf 2.462 Metern einzutragen (Bild vier). Das Panorama lässt den Wanderer viele bekannte Berge erkennen - beispielsweise Hohes Rad, Piz Puin in der Silvretta und Schesaplana im Rätikon. Wer die Tour bis zur Talstation wandert, hat hier viel Zeit für ein Picknick und die Aufnahme all der Eindrücke.
Über die Verbellaalpe und Wiegensee
Nach der Rast steigt der gestärkte Wanderfreund über das Jöchli östlich ab zur Verbellaalpe. Bei der ersten Hütte weist eine Tafel zum Wirgensee. Im leichten Auf und Ab führt der Weg zur moorigen Hochstufe, wo ein Hochmoor umrundet wird. Beim reizvollen, in der stillen Natur liegenden Wiegensee lohnt es sich, eine Rast einzulegen. Es sind nur mehr 45 Minuten Gehzeit zur Bergstation der Tafamuntbahn. Der Naturfreund folgt dem Weg entlang eines Bächleins und gelangt direkt zur Bergstation. Dort lässt es sich herrlich auf der Terrasse ausruhen und die Aussicht genießen. Die Bahnfahrt hinab oder der gemütliche Abstieg zu Fuß ins Tal lässt die Rundwanderung ausklingen.
Variante Stausee Kops und Zeinisjochhaus
Von der Verbellaalpe führt ein bequemer Wanderweg zum Zeinisjochhaus am Stausee Kops. Von hier verkehrt der Bus über die Bielerhöhe zurück nach Partenen. Eine Variante für müde Beine. Bild fünf zeigt den Stausee. Die Busreise bietet über die Silvrettastraße landschaftlich prächtige Aussichten. Wenn man jedoch gut zu Fuß ist, dann ist der sehr bequeme Abstieg über Kops nach Partenen entlang des Zeinis Baches in westlicher Richtung eine weitere Variante.
Weitere Informationen
In Klammern die Variante über Zeinisjochhaus nach Partenen
- Tourenlänge in Kilometer = 14,5 (15,5)
- Höhendifferenz in Meter = 932
- Gehzeit in Stunden = sieben (sieben einviertel)
- Gesamtzeit in Stunden, empfohlen = zehn
- tiefster Punkt in Meter = 1.050
- höchster Punkt in Meter = 2.462
- Leistungspunkte = 47 (49)
Empfehlenswert ist, da der Charakter der Wanderung (Schwierigkeit, Entfernung und Höhendifferenz) ähnlich geartet ist, der Drachensee (ohne Abstecher zum Drachenkopf). Im Suite101-Artikel "Wo ist der Ort der Wanderung" wird der Vorteil der Bildortung beschrieben. Wanderungen in Österreich und Bayern zeigt alle in Suite101 erschienen Wanderungen und Ausflüge des Autors mit Link zur Kartenübesicht mit Ortung und Diaschau.
