Wandern und Erholung in der Gemeinde Heideblick

Zwischen Bauernhöfen und mittelalterlichen Kirchen

Ob lange Spaziergänge oder gemütliche Kremserfahrten, die zahlreichen Wälder der Gemeinde Heideblick bieten Entspannung, eine intakte Natur und Erholung im Grünen.

Mit einer Größe von 160 Quadratkilometern hält die Gemeinde Heideblick für Naturliebhaber einiges parat. Zu entspannten Spaziergängen, langen Radwanderungen und Reittouren laden zahlreiche Kiefern- und Mischwälder ein, die für eine ruhige Erholung sorgen. Die Gemeinde befindet sich südwestlich der Kleinstadt Luckau und gehört zum Niederlausitzer Landrücken, der sich zwischen Fläming und dem Spreewald erstreckt.

Große Wälder und weite Felder

Die zwölf Ortsteile der 4500-Seelen-Gemeinde bieten jede Menge Kultur und wundervolle Ausflugsziele. Neben dem Mittel- und Kleingewerbe dominiert in der Gemeinde vor allem die Land- und Forstwirtschaft. In den Dörfern finden Besucher für die Region typische Bauernhöfe und mittelalterliche Kirchen. Bei einem Spaziergang oder bei einer Radtour durch die Gemeinde Heideblick gibt es viele versteckte Schätze zu entdecken. So zum Beispiel einen Gedenkstein in Weißack. Dieser ist zum Gedenken an die im Jahr 1980 eingestürzte Kirche aufgestellt worden. Auch das Kriegsdenkmal in Walddrehna ist einen Besuch wert. Liebhaber der mittelalterlichen Baukunst kommen in der Gemeinde ganz auf ihre Kosten.

Mittelalterliche Kirchen

Nahezu in jedem Ort befindet sich eine Kirche, wie zum Beispiel die in Waltersdorf. Der spätromanische Granitquaderbau ist in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet worden. Und auch die Kirche in Pitschen-Pickel, ein rechteckiger, spätmittelalterlicher Feldsteinbau bietet viel zu entdecken. Auf einer Kirchenradtour können rund 50 Bauwerke aus der Zeit der Romantik bis zum Jugendstil besichtigt werden. Doch es gibt auch noch andere Ausflugsziele in der Gemeinde. So zum Beispiel den sagenumwobenen Teufelsberg in den Gehrener Bergen, einen der größten Kranichrastplätze Deutschlands, am Kranichturm in Freesdorf oder den Bornsdorfer See, in dessen Nähe sich die "Alte Grube" befindet. Angler kommen dort voll auf ihre Kosten.

Historischer Höllberghof Langengrassau

Der Höllberghof in Langengrassau zeigt verschiedene Ausstellungen zu historischen Nutzgeräten. Backen im alten Steinofen, ein Tiergehege und ein Kräutergarten mit alten Gewürzen lassen die Besucher in vergangene Jahrhunderte tauchen. Mittelpunkt der Anlage ist der nach historischem Vorbild gebaute Dreiseitenhof, der 1991 aus Holz, Stein, Lehm, Schilf und Stroh errichtet wurde. Besucher können sich in der Fachwerkscheune über die Entwicklung des Höllberghofes erkundigen. Eine Ausstellung gibt Aufschlüsse zur historischen Landnutzung und wirft einen Blick auf die Entwicklung der Landwirtschaft zwischen Spreewald und Fläming. Zudem zeigt ein 20-minütiger Film die Entstehung des Dreiseitenhofes. Der Höllberghof ist nicht nur Museum, sondern auch ein Ort der Umweltbildung, an dem Schüler im Seminarraum des Hauses Vorträgen lauschen können, sich mit Arten- und Naturschutz beschäftigen.

Wer in Langengrassau den Höllberghof besucht, sollte auch einen kurzen Abstecher zur Dorfkirche unternehmen. Hier sind die sechs nackten Engel auf einem Kronleuchter sehenswert. Ein interessantes Ausflugsziel ist das Land- und Erlebnismuseum Uckro, welches sich nur wenige Kilometer entfernt im Nachbarort befindet.

Lars Hartfelder - Lars Hartfelder, M.A. Geboren 1977 in Finsterwalde (Brandenburg). Arbeitet seit 2005 als freier Journalist in Cottbus, unter anderem ...

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