Wandern Walchensee - Herzogstand - Heimgarten

Bergwandern in Oberbayern: Walchensee, Mittenwald, Wallgau, auch 50+

1Tanneneck, Blick auf Schöttelkarspitze rechts - Johann Schubert
1Tanneneck, Blick auf Schöttelkarspitze rechts - Johann Schubert
Bergwandern auch für 50+ Rundwanderung vom Walchensee über Herzogstand + Heimgarten nahe Karwendel, Wetterstein + Estergebirge verspricht freie Blicke auf Berge und Seen.

Das Wandern in den bayerischen Voralpen - hier die Walchenseeberge am Estergebirge - belohnt den Naturfreund und den Fotografen mit abwechslungsreichen Ausblicken und Panoramen. Wechselnde Aussichten zum Walchensee und zum Kochelsee mit Blick - weit in die Ebene: An manchen Tagen erkennt man sogar noch den Starnberger See. Im Westen zeigen sich die Ammerseeer Berge. Besonders imposant bauen sich im Südosten die Bergketten des Karwendels auf. Hier gibt der Walchensee dem Fotografen einen prächtigen Vordergrund. Mit einer Fläche von 16,4 Quadratkilometer und bis 192 Meter Wassertiefe ist mit den meist frei zugänglichem Ufer der Walchensee ein prächtiges Wander- und Naturparadies.

Die Herzogstandbahn als Aufstiegs- oder Abstiegshilfe

Bei schwächerer Kondition kann die Tour im Uhrzeigersinn gewandert werden. Dann bietet sich die Herzogstandbahn als Abstiegshilfe an: Hier ist jedoch die Abhängigkeit von der letzten Abfahrt der Bahn ein großer Nachteil.

Wer sich den Aufstieg bei der empfohlenen Richtung gegen den Uhrzeigersinn sparen will, fährt mit der Bahn hoch. Das erspart zwei Stunden Wanderzeit und 770 Meter Höhenunterschied. Dabei wird jedoch auf den herrlichen Aufstiegspfad mit prächtigen Aussichten ins Karwendel als einen der Tourenhöhepunkte verzichtet.

Der gesamt zu bewältigende Höhenunterschied beträgt 1.206 Meter - bedingt durch den Sattel zwischen Herzogstand und Heimgarten sowie beim Abstieg vom Heimgarten über die Ohlstädter Alm nach Walchensee. Die empfohlene Richtung gibt Zeit für viele aussichtsreiche und ruhige Ruhepausen zum Kräfte sammeln. So kamm auch der Gelegenheitswanderer mit 50+ diese Tour genießen.

Herzogstandbahn - Herzogstandhäuser

An der Talstation der Herzogstandbahn in Walchensee, am Eingang zum großen Parkplatz, beginnt rechts den Hang im Wald hinauf der markierte Aufstieg zu den Herzogstandhäusern. Wie das erste Bild zeigt, ist der aussichtsreiche Aufstieg reich an Abwechslungen, angenehm schattig und mit wohltuenden, mäßigem Anstieg einer der Höhepunkte dieser Wanderung. Die Herzogsstandhäuser, am breiten Reitweg, von der Passhöhe der Kesselbergstraße kommend, werden nach etwa zwei Stunden 15 Minuten erreicht. Hier endet auch der weitgehend ebene Weg von und zur der Bergstation.

Zum Herzogstand - ein Gipfel mit Pavillon

Jetzt geht es auf dem Reiterweg weiter, rechts am Martinskopf vorbei, und man sieht schon seine vielen Kehren auf den Herzogstand hinauf zum Pavillon (zweites Bild). Wenige Meter vor dem Anstieg des Reiterweges mit Serpentinen den Hang hinauf, gibt es einen wundervollen Blick auf den Heimgarten und in das Estergebirge: Ein idealer Rastplatz um sich diese Aussicht einzuprägen und gestärkt weiter zu wandern. Kurz vor dem Gipfel mit dem Pavillon gibt es bei einem Kreuz eine kleine Plattform mit sehenswertem Blick auf den größten Teil des Walchensees. Auf dem dritten Bild rechts ist dieses Kreuz gut erkennbar. Das Bild zeigt mit Blick vom Herzogstand vom Gipfel aus mit Jochberg im Vorder- und Benediktenwand im Hintergrund (Gipfel im Nebel). Der Aufstieg dauert etwa 30 Minuten.

Die Gratwanderung zum Heimgartem

Hat man vor dem Aufstieg eine Rast in ruhiger Umgebung genossen, so kann man den Trubel beim Pavillon rasch verlassen. Für die Gratwanderung sollte etwa eine Stunde Gehzeit eingerechnet werden. Der Weg ist gut begehbar, trotzdem ist Vorsicht geboten: Es gibt einige ausgesetzte Stellen.

Der Grat hält eine Reihe von markanten Aussichtsplätzen bereit, auch ins nördlich gelegene, ebene Alpenvorland und zum Kochelsee (viertes Bild). Der Weg über den Grat beginnt gleich unterhalb des Gipfels und trennt Ausflügler von Wanderern mit einer einfachen Methode. Er beginnt mit einem sehr steilen, wenige Schritte langen Abstieg: Wer hier nicht gelernt hat mit dem Gesicht zum Berg abzusteigen, gibt rasch seine Bemühungen weiter zu kommen auf. Der Ausflügler, mit der Standbahn hochgefahren und verwöhnt vom breiten Reitweg (Maximiliansweg) muss hier umkehren - auch weil hier oft die richtigen Wanderschuhe fehlen.

Heimgarten

Bevor man Weg über den Grat beendet, bieten sich immer wieder wundervolle Plätze an zu einer erholsamen und prächtigen Aussicht. Beispielsweise zeigt das fünfte Bild den Blick auf den baldigen Aufstieg und den Heimgarten. Knapp unter dem Gipfel liegt hier die im Sommer bewirtete Heimgartenhütte. Entsprechen lebhafter geht es auf Hütte und Gipfel zu. Aber bei so einem "Picknick" zwischen den Latschen (Kriechkiefern) sollte man auch einen Blick auf die zurückgelegte Strecke werfen: So sieht man auch den Herzogstand von einer anderen Seite.

Die Höhendifferenz von knapp 200 Metern vom Sattel zum Gipfel, mit 1.790 Meter der höchste Punkt der Bergwanderung, sind in einer guten halben Stunde bewältigt. Mit insgesamt etwa 3,45 Stunden hat man hier mit 8,8 Kilometern etwa die Hälfte der Gesamtstrecke von 17,5 Kilometer erreicht.

Rückweg - Geruhsam über die Ohlstädter Alm

Wenn der herrliche Blick nach allen Seiten auch noch so genossen wird, irgendwann heißt es vom Heimgarten Abschied nehmen und den Rückmarsch über die Ohlstädter Alm anzutreten. Nach dieser Alm geht es etwas bergan am Rotwandkopf vorbei. Danach geht es stets talwärts mit den Aussichten auf das Karwendel und dem Walchensee. Immer nach Süden verlaufend biegt der Wanderweg nach rechts über Holzkopf ostwärts. Auf dieser Strecke sieht man linker Hand zum Abschied die Bergstation, die Herzogstandhäuser und den Martinskopf. Nach 8,7 Kilometer und mit gut zweieinhalb Stunden Gehzeit ist der Ausgangspunkt erreicht.

Empfehlenswerte Tour Schöttelkarspitze

Im Wander- und Urlaubsgebiet Mittenwald und Umgebung ist auch die Wanderung auf die Schöttelkarspitze und Soiernspitze vom Charakter her (Schwierigkeit) ähnlich geartet und empfehlenswert. Sie braucht jedoch 25 Prozent mehr Kondition für die Mehrleistung an Höhendifferenz und Streckenlänge. Außerdem sind - auf dem kurzen Stück zwischen Herzogstandhäuser und dem Herzogstand - wesentlich mehr Wanderer und Ausflügler unterwegs.

Anhaltspunkte für die Beurteilung der Zeit

Die angeführten Zeiten sind bequem einzuhalten auch für 50+ Wanderer. Die Gesamtdauer inklusive der wichtigen Pausen liegt bei etwa 9,5 Stunden. Die gesamte Gehzeit der Wanderung beträgt etwa 6,5 Stunden.

Weiter Informationen, wie Wegekarte, Etappenangaben und weiter Bilder sind als PDF-Datei zum Anzeigen oder Download abrufbar unter Herzogstand.

Interessantes Ausflugsziel, vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Das Walchenseekraftwerk. Eins der meistbesuchten Denkmäler Oberbayerns ist das 83 Jahre alte Kraftwerk, am Berghang zwischen Walchensee und Kochelsee.

Im Suite101-Artikel "Wo ist der Ort der Wanderung" wird der Vorteil der Bildortung beschrieben. Wanderungen in Österreich und Bayern zeigt alle in Suite101 erschienen Wanderungen und Ausflüge des Autors mit Link zur Kartenübesicht mit Ortung und Diaschau.

Johann Schubert - www.primapage.de, Johann Schubert

Johann Schubert - Die erste Bergwanderung bekam ich als Geschenk zu meiner Firmung. Der Ausflug zum etwas über 2.080 Meter hohen Schneeberg in ...

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