Wandtattoos versus Pinsel und Farbe

Tattoos für die Wand lassen sich schnell und sauber aufbringen und im Vergleich zu gemalten Mustern auch wesentlich besser wieder entfernen.

Ina Deter sprühte ihre Forderung nach neuen Männern für das Land seinerzeit noch an die Wand. Heute hätte sie es mit einem Wandtattoo erheblich leichter, die Buchstaben sauber auf die Tapete oder den Putz zu zeichnen und sie zusätzlich mit Grafiken, Bildern oder Fotos zu verzieren. Dabei gehen die Sticker weder unter die Haut noch sind sie für die Ewigkeit gemacht. Sie erlauben vielmehr, die Wohnung respektive die Zimmerwände immer wieder neu zu gestalten – relativ kostengünstig, ohne großen Aufwand und darüber hinaus dank Design-Tools so individuell wie ein Pinselstrich. Das macht Wandtattoos zu einem der wichtigsten Trends im Interieur-Design.

Vorlagen basteln

Wer früher Akzente setzen wollte, griff entweder zu Mustertapeten, hing sich Bilder an die Wand oder musste mit Pinsel und Farbe hantieren. Einfache Elemente wie Sterne oder Wolken lassen sich zwar problemlos auch ohne Fachkenntnisse auf die Wand bringen. Feinere Details oder gar Schriftzüge setzen hingegen eine ruhige Hand, gegebenenfalls einen Overhead-Projektor oder eine stabile Schablone voraus. Diese Plastik-Vorlagen gibt es in allen Größen und vielen Formen. Einzig der Hauch Individualität fehlt. Der lässt sich nur mit dicker Pappe, Bleistift, Teppichmesser und viel Zeit realisieren. Ein falscher Schnitt und schon wird aus dem „E“ ein „F“. Leicht ist es ganz sicher nicht, ein Negativ mit einem oder mehreren Worten zu basteln.

Bilder und Sprüche aufmalen

Doch auch die schönste und beste Schablone bringt nur wenig, wenn die Farbe nicht sauber aufgetragen wird. Tupfen, streichen, drücken – an Tipps mangelt es nicht. Trotzdem verläuft die Farbe hin und wieder oder verschmiert das Muster, sobald die Vorlage von der Wand genommen wird. Hier macht nur Übung den Meister und sorgt für ansehnliche Ergebnisse, über die man sich nicht schon nach wenigen Tagen ärgert. Bleibt nur ein Problem: Irgendwann hat man sich an dem Muster, dem Wort „Kuschelecke“ über dem Bett oder dem Pizza-Emblem in der Küche sattgesehen. In dem Fall hilft nur ein Eimer Farbe. Dann muss gleich die gesamte Wand gestrichen werden.

Wandtattoos werden einfach nur geklebt

Wandtattoos sind in dieser Hinsicht weitaus pflegeleichter. Es handelt sich um selbstklebende Folien, die einfach nur an der gewünschten Stelle aufgebracht werden. Eine glatte Unterlage ist dabei von Vorteil, angesichts moderner Materialen aber nicht Grundvoraussetzung. Um Luftblasen zu vermeiden, reicht ein Rakel, den es für wenige Euro im Baumarkt gibt. In der Regel liefern die Hersteller eine kurze Montageanleitung für Wandtattoos gleich mit oder bieten auf ihren Internetseiten die entsprechenden Hilfestellungen. Der Vorteil liegt darin, dass sich jedes Element später leicht und rückstandslos wieder von der Wand entfernen lässt. Anders als bei normalen Aufklebern, die auf Kühlschränken und Kinderzimmermöbeln hässliche Flecken hinterlassen, sind diese Tattoos eine saubere Sache.

Riesige Motivauswahl für Wandtattoos

Die Auswahl an Motiven ist schier endlos. Beliebt sind vor allem Sprüche wie „Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum“, einzelne Worte wie „Traumfabrik oder Traumland“, Tribals und Ornamente sowie Tiere und Pflanzen. Der Kreativität sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Dafür sorgen unter anderem Design-Tools. Mit ihnen kann jeder zum Künstler werden und das Wandtattoo nach eigenem Gusto gestalten. Die Folie kommt dann mit dem eins zu eins umgesetzten Muster per Post, ganz wie gewünscht. Im Vergleich zu Pinsel und Farbe ein echter Quantensprung.

André Maßmann - Schon während der Schulzeit und des anschließenden Studiums der Neueren/Neuesten Geschichte, Politik und Soziologie hat ...

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