Man braucht keine Strickkünstlerin zu sein, um eine hübsche Wollmütze zu stricken. Besorgen Sie sich 100 Gramm weiche, mitteldicke oder dicke Wolle und zwei Stricknadeln oder eine Rundnadel in Stärke 4 oder 5. Egal, welche Nadeln Sie benutzen, gestickt wird nicht in Runden, sondern in Vorder- und Rückreihen. Am Schluss näht man die seitlichen Kanten zusammen.

Maßnehmen für die Mütze

Messen Sie den Kopfumfang, indem Sie einen Faden um den Kopf legen und seine Länge notieren. Fertigen Sie dann eine Maschenprobe an: 15 Maschen anschlagen, zirka 15 Zentimeter hochstricken und dann abzählen, wie viele Maschen und Reihen ein Quadrat von 10 x 10 Zentimeter ergeben. Ergeben 12 Maschen beispielsweise eine Länge von 10 Zentimetern, müssen Sie bei einem Kopfumfang von 54 Zentimetern etwa 64 Maschen anschlagen. Dieses Standardmaß können Sie bei anderer Woll- und Nadelstärke und größerem oder kleinerem Kopfumfang entsprechend verändern.

Anleitung für eine einfache Mütze mit Rippen

Maschenzahl teilbar durch 4 plus 2 Randmaschen. 66 Maschen fest anschlagen. Nach der Randmasche immer zwei Maschen rechts, zwei Maschen links im Wechsel stricken und die Reihe mit einer Randmasche beenden. Die Randmaschen auf Vorder- und Rückseite immer rechts stricken, so entsteht ein elastischer Knötchenrand. Soll der Mützenrand später umgeschlagen werden, strickt man 20 Zentimeter gerade hoch. Möchte man keinen Rand zum Umschlagen, strickt man nur 16 bis 17 Zentimeter gerade hoch.

Das Abnehmen

Jetzt beginnen die Abnahmen: Nach 16 beziehungsweise 20 Zentimetern in einer Reihe alle linken Maschenpaare links zusammenstricken = 50 Maschen. Einige Reihen weiterarbeiten, dann in einer Reihe alle rechten Maschenpaare rechts zusammenstricken = 34 Maschen. In jeder der noch folgenden Reihen immer zwei Maschen zusammenstricken, bis sich nur noch 6 Maschen auf der Nadel befinden. Den Faden großzügig abschneiden, durch diese Maschen ziehen und dann die Mütze mit diesem Faden zusammenzunähen.

Das Zusammennähen der Mütze

Dazu braucht man eine dicke Stopfnadel. Man legt die beiden Seiten rechts an rechts aneinander, fasst eng am Rand jeweils zwei Maschenglieder, erst auf der einen, dann auf der anderen Seite, und zieht den Faden durch. Am Schluss werden die Fäden vernäht und fertig ist die Mütze. Sie sieht wegen der Rippen sehr schmal aus (Foto 1), ist aber sehr dehnbar. Die Streifen entstehen, wenn man Wolle mit Farbverlauf verwendet.

Vorschlag für eine glatt rechts gestrickte Mütze

Beginnen Sie wie beim ersten Modell mit einem Rand, der zwei rechts, zwei links gestrickt wird. Wechseln Sie nach 3 Zentimetern zu glatt rechts: Vorderreihen rechte Maschen, Rückreihen linke Maschen. In der ersten Reihe nach dem Rand können für mehr Weite noch 4 bis 6 Maschen aufgenommen werden. Wenn eine Höhe von zirka 18 Zentimetern erreicht ist, muss die Maschenzahl drastisch verringert werden. Dazu die 1. bis 6. Masche stricken, die 7. abheben, die 8. und 9. zusammenstricken und die abgehobene Masche darüberziehen. Diese Abnahme in wird in jeder noch folgenden Reihe wiederholt, die Abstände zwischen den Abnahmen werden dabei immer geringer. Zum Schluss hat man nur noch 6 Maschen auf der Nadel, durch die, wie oben beschrieben, der Faden gezogen wird, mit dem man die Seitenränder dann schließt. Auch bei dieser Mütze (Foto 2) wurde Wolle mit Farbverlauf verwendet.

Damit die Mütze wirklich fest auf den Ohren sitzt und nicht verrutscht, kann in den vorderen Rand ein Gummifaden eingezogen werden. Individueller wird das Teil, wenn Sie den Namen des Trägers oder der Trägerin in einer Kontrastfarbe einstricken, siehe Foto 3, oder nachträglich aufsticken. Mit einem Bommel versehen wird aus der einfachen Mütze eine Pudelmütze.