
- Lesen bei Kerzenschein - pixelio/Alfred Borchard
Die NASA warnt aufgrund ihrer Studien vor den unmittelbaren Folgen der zurzeit steigenden Sonnenaktivitäten. Diese Aussage wird auch von der ESA bestätigt. Diese Sonnenaktivitäten hätten Auswirkungen auf unser gesamtes Leben.
Sonnenstürme von 1859 und 1989 hatten erhebliche Auswirkungen
Ein gewaltiger Sonnensturm im Jahre 1859 hatte zur Folge, dass die Telegrafenverbindungen in ganz Europa und Nordamerika durchbrannten. Polarlichter waren damals sogar über dem südlichen Florida zu sehen. Im Jahre 1989 brach aufgrund eines starken Sonnensturms in Kanada die Stromversorgung zusammen. Für mehr als 9 Stunden waren über sechs Millionen Menschen ohne Strom. In Russland spielten zwischen 2000 und 2005 regelmäßig die Signale an Bahnübergängen verrückt. Die Bahnverwaltung stand vor einem Rätsel. Erst das Puschkow-Institut fand die Ursache heraus. Zeitgleich zu diesen Störungen gab Sonnenstürme.
Studie der NASA sagt eine große Sonneneruption vorher
Astro-Meteorologen erwarten für das Jahr 2012 eine „Super-Sonneneruption“. Die Leitung der Studie hatte Professor Daniel Baker, Direktor des Laboratory for Atmospheric and Space Physics an der University of Colorado. Auch die ESA stimmt mit den Schlussfolgerungen der Studie überein. Die Ergebnisse der NASA-Studie wären absolut keine Übertreibungen, erklärte der Vorsitzende des Weltraumwetter-Programms der ESA, Mike Hapgood, in der "NewScientist". Das solle auf keinen Fall als Panikmache abgetan werden. Als Folge dieser Eruption wäre mit einem weit reichenden Ausfall elektrischer Systeme zu rechnen.
Zyklisches Verhalten der Sonne
Die Studie der US National Academy of Sciences, im Auftrage der NASA durchgeführt, stützt sich auf das zyklisches Verhalten der Sonne. Die Sonne ist in ihrem 11-jährigen Aktivitätszyklus derzeit in der Nähe eines Minimums. Es ist deshalb zu erwarten, dass die Sonnenstürme in Intensität und Frequenz zunehmen und im Jahre 2012 ihren Höhepunkt erreichen. Im Rahmen dieser Studie untersuchten die Wissenschaftler auch die Auswirkung auf unsere moderne Technik.
Heutiges Energieverteilungssystem so störungsgefährdet wie nie zuvor
Durch die weitläufige Verknüpfung nationaler und internationaler Energiesystem wäre das Energieverteilungssystem so anfällig wie nie zuvor. Dadurch wäre eine weitflächige Kettenreaktion wahrscheinlich. Eine internationale, teilweise längerfristige Auswirkung wäre derzeit mehr als wahrscheinlich. Schon 1859 waren die Auswirkungen gravierend. Der Telegraph war erst 15 Jahre alt. Es gab noch keinen Satelliten- oder TV-Technologie, keine Stromnetze, keine Geldautomaten und keine anderen vom Strom abhängige Systeme wie heute.
"Eine Wiederholung des zeitgenössischen [1859] Ereignisses" so der NASA Bericht zu dem Schluss, "würde deutlich umfangreichere (und möglicherweise katastrophale) wirtschaftlichen und sozialen Störungen verursachen." In den USA könnten bis zu 80 Prozent des Stromnetzes längere Zeit ausfallen. Kaum ein Aspekt unseres alltäglichen Lebens bliebe unberührt. Auf die Auswirkungen eines längerfristigen Stromausfalls soll hier nicht weiter eingegangen werden.
Nordische Länder besser gerüstet
Spiegel online berichtete am 8. August 2009, dass der finnische Sonnensturmexperte Risto Pirjola versuchte einen Paneuropäischen Schutzplan mit den anderen europäischen Ländern zu diskutieren. Die deutschen Elektrizitätsversorger reagierten auf diese Einladung nicht. Einige taten das als Esoterik ab. Die EU lehnte den Forschungsantrag ab.
Dezentrale Stromversorgung
Die bisherigen stärkeren Sonnenaktivitäten hatten schon gravierende Auswirkungen auf das Stromnetz und den Funkverkehr. Die von der NASA prognostizierten sehr erheblichen Sonnenaktivitäten bis 2012 können so große Schäden an dem Elektrizitätsnetz verursachen, dass es zu einer länger ausfallenden Stromversorgung kommen kann. Für das marode Stromnetz der USA kann damit gerechnet werden, dass bis zu 10 Jahre vergehen ehe alle Schäden wieder behoben sind.
In Deutschland wird zunehmend eine dezentrale Stromversorgung gefördert. Die dezentrale Energieerzeugung gewinnt eine immer größere Bedeutung, besonders im ländlichen Raum. Die EU fordert sogar, dass ab 2018 alle neu gebauten Häuser bzw. rekonstruierten Häuser ihre Energie selbst produzieren. Technisch gesehen können wir diese Forderung schon heute erfüllen.
Persönliche Vorsorge treffen
Aufgrund der Warnungen der NASA sollte sich jeder in aller Ruhe auf diese Situation einstellen. Ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln, die nicht erhitzt werden müssen, ein Trinkwasservorrat und auch Kerzen sind in solchen Situationen hilfreich.
Bildquelle: pixelio/Alfred Borchard
