
- Warrior - DVD-Cover - Universum Film
Auf einen ganz besonderen Kampffilm darf man sich freuen, wenn ab 24. Februar 2012 "Warrior" auf DVD und Blu-ray im Handel erhältlich ist. Anders, als man vielleicht erwarten könnte, gibt es kein sinnloses Herumgekloppe, sondern ein intensives Drama mit klasse Mixed-Martial-Arts-Kampfszenen und großartigen Darstellern wie Tom Hardy ("The Dark Knight Rises"), Joel Edgerton ("Star Wars - Episode II + III") und Nick Nolte ("Der Herr der Gezeiten", "Tropic Thunder"), der für seine Rolle für den Oscar nominiert wurde.
"Warrior" - Die Handlung des Mixed-Martial-Arts-Dramas
Tommy (Tom Hardy) kehrt nach Jahren zu seinem Vater (Nick Nolte) zurück, jedoch nicht aus emotionalen Gründen. Die beiden haben sich längst verworfen, Tommy war bei der Marine, Vater Paddy versucht gerade, von seinem Alkoholismus weg zu kommen. Was Tommy nun wieder zu seinem Vater führt, ist seine Leidenschaft für Mixed Martial Arts. Paddy soll ihn trainieren, damit er beim nächsten großen Turnier antreten kann. Doch auch an anderer Seite hat Paddy mit familiären Schwierigkeiten zu kämpfen: Sein anderer Sohn Brendan (Joel Edgerton) ist glücklich verheiratet und hat drei Kinder, doch trotz drei Jobs ist das Konto leer und das Haus steht kurz vor der Pfändung durch die Bank. Da auch Brendan MMA-Erfahrungen hat, beschließt er ebenfalls, wieder mit den harten Kämpfen anzufangen, um an Kohle zu gelangen. Die Wege der zerstrittenen Brüder kreuzen sich unweigerlich.
Gavin O´Connor - Regisseur von "Warrior" und "Das Gesetz der Ehre"
Der 1964 geborene New Yorker Gavin O´Connor ist seit 1994 im Filmbusiness tätig und hatte seinen ersten großen Erfolg im Jahr 1999 mit dem Comedy-Drama "Tumbleweeds". Für ihre Hauptrolle wurde damals Janet McTeer (2012 Oscar-nominiert für "Albert Nobbs") mit dem Golden Globe ausgezeichnet und mit einer Oscar-Nominierung bedacht. Von O´Connor folgten weitere Dramen, die sich größtenteils mit Sportthemen befassten: "Miracle - Das Wunder von Lake Placid" (2004) mit Hockey, die TV-Serie "Clubhouse" (2004) mit Baseball. Im Jahr 2008 inszenierte O´Connor Edward Norton und Colin Farrell in einem Polizisten-Drama, ehe drei Jahre später mit "Warrior" ein wieder sportbezogener Film in den Handel kommt. Für fast alle seine Filme, inklusive "Warrior", hat O´Connor zudem an den Skripten mitgeschrieben, produziert hat er die meisten ebenfalls.
Tom Hardy, Joel Edgerton und Nick Nolte - Geniales Dreiergespann in "Warrior"
Was "Warrior" so besonders glaubhaft und mitreißend macht, ist das großartige Darsteller-Trio, bestehend aus Tom Hardy, Joel Edgerton und Nick Nolte. Der 1977 in London geborene Hardy steht seit 2001 vor der Kamera und begann direkt mit großen Produktionen wie "Band of Brothers" (2001), "Black Hawk Down" (2001) und "Star Trek: Nemesis" (2002). Es folgten Rollen im Daniel-Craig-Film "Layer Cake" (2004), dem Kostümstreifen "Marie Antoinette" (2006) und Guy Ritchies "RocknRolla" (2008), ehe Hardy mit der Hauptrolle in "Bronson" (2008) den Durchbruch schaffte. Auch im Mainstream so richtig durchstarten kann er seit "Inception" (2010), weitere Auftritte gab es zuletzt in "Dame, König, As, Spion" (2011) und "Das gibt Ärger" (2012). Der wohl größte Auftritt Hardys erfolgt jedoch am 26. Juli 2012, wenn er als Mega-Bösewicht Bane in "The Dark Knight Rises" auf der Leinwand zu sehen ist. Joel Edgerton wiederum, geboren 1974 in Australien, spielt schon seit 1995 in Filmen, hatte seinen größten Auftritte jedoch als Owen Lars in "Star Wars - Episode II: Angriff der Klonkrieger" (2002) und "Star Wars - Episode III: Die Rache der Sith" (2005). Zu sehen war Edgerton außerdem in "Ned Kelly" (2003), "King Arthur" (2004), "Smokin´ Aces" (2006), "Animal Kingdom" (2010), "Wish You Were Here" (2012) und demnächst in der Neuauflage von "The Great Gatsby". Das kongeniale Trio vervollständigen kann Leinwand-Kultstar Nick Nolte, der nach "Der Herr der Gezeiten" (1991) und "Der Gejagte" (1997) nun seine dritte Oscar-Nominierung einheimsen durfte. Der 1941 in Nebraska geborene Schauspieler ist zudem unter anderem bekannt durch seine Rollen in "Tropic Thunder" (2008), "Hotel Ruanda" (2004), "Hulk" (2003), "Der schmale Grat" (1998), "Nach eigenen Regeln" (1996), "I Love Trouble" (1994), "Lorenzos Öl" (1992), "Kap der Angst" (1991), "Zoff in Beverly Hills" (1986) und "Nur 48 Stunden 1+2" (1982, 1990). Deutlich in den Hintergrund gerückt, jedoch beileibe nicht schlechter in ihren Leistungen, sind Jennifer Morrison ("How I Met Your Mother", "Dr. House", "Star Trek"), Frank Grillo ("Mother´s Day", "Auftrag Rache", "Das Gesetz der Ehre", "Prison Break") und Kevin Dunn ("Transformers 1-3", "Samantha Who?").
Film- und DVD-Kritik - Das Mixed-Martial-Arts-Drama "Warrior"
Ein Film über Mixed Martial Arts hätte gut und gerne zu einem dummen Geprügel ausarten können, das man an einem Wochenende beim Vorglühen nebenbei gucken kann. "Warrior" jedoch ist deutlich mehr als das geworden, erinnert in den besten Szenen an "The Fighter" (2010), garniert die großartig inszenierten MMA-Kämpfe mit aufwühlender und mitreißender Dramatik, die jedoch nie überspitzt oder übertrieben wirkt sowie einem großartigen Darsteller-Trio, das perfekt für die drei Hauptrollen zu sein scheint. Tom Hardy, Joel Edgerton und Nick Nolte drücken dem Film ihren Stempel auf und tragen das sensibel geschriebene Skript über die gesamten 134 Minuten Laufzeit. Das Bonusmaterial der DVD kann zudem durch einige interessante Features punkten, darunter das 31-minütige Making of "Bringing Warrior to Life" und ein 20-minütiger Überblick über Mixed Martial Arts, durch das der Darsteller Frank Grillo und ein MMA-Trainer führen. Wem "The Fighter" gefallen hat, sollte sich "Warrior" nicht entgehen lassen. Und wer Spaß an großartigen darstellerischen Leistungen und Kampffilmen im Allgemeinen hat, sowieso.
Filmangaben
Titel: Warrior
Land, Jahr: USA, 2011
Verleih: Universum Film
Genre: Action / Drama
Regie: Gavin O´Connor
Drehbuch: Gavin O´Connor, Anthony Tambakis, Cliff Dorfman
Darsteller: Tom Hardy, Joel Edgerton, Nick Nolte, Jennifer Morrison, Frank Grillo, Kevin Dunn, Maximiliano Hernández
Laufzeit: 134 Minuten
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre
Kaufstart: 24. Februar 2012
Leihstart: 25. Januar 2012
