
- Milchzahnlächeln - Mey
Während der Schulzeit fallen die Milchzähne nach und nach aus und machen Platz für die bleibenden Zähne. Verglichen mit ihnen verbringen die ersten Beißerchen eine relativ kurze Zeit im Mund. Ihre Pflege ist daher nicht so wichtig, meinen einige Eltern. Stimmt aber nicht, denn gesunde Milchzähne sind die Voraussetzung für gesunde Erwachsenenzähne.
Die einzelnen Entwicklungsschritte der Zähne
Ein Baby bekommt in der Regel im Alter zwischen 6 und 8 Monaten seinen ersten Zahn. Zu seinem ersten Geburtstag sind meist die oberen und unteren Schneidezähne sichtbar. Ab jetzt müssen die Zähne geputzt werden. Die ersten Backenzähne stoßen zwischen dem 12. und 16. Monat durch. Mit ihnen erfolgt die schrittweise Umstellung zu fester Nahrung. Mit dem Erreichen des dritten Geburtstags ist bei den meisten Kleinkindern das Milchgebiss mit 20 Zähnen komplett. In den kommenden Jahren entwickeln sich unter dem Milchgebiss die neuen Zähne. Ab dem sechsten Lebensjahr fallen die Milchzähne nach und nach aus. Jetzt kommen die bleibenden Zähne. Mit etwa 12 Jahren ist der Zahnwechsel meist abgeschlossen. Das komplette Gebiss der bleibenden Zähne besteht aus 32 Zähnen.
Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne.
Die Milchzähne haben eine wichtige Aufgabe. Sie dienen als Platzhalter für die zweiten Zähne. Werden sie früh zerstört oder gezogen, haben die zweiten Zähne oft nicht genug Platz, um ohne Probleme durchzubrechen. Es kommt zu Engständen und Schmerzen beim Durchbruch der zuwachsenden Zähne.
Deshalb sollten Milchzähne gut gepflegt, oder zumindest bis zu dem Zeitpunkt erhalten werden, bei dem keine großen Zahnverschiebungen mehr stattfinden. Ist das nicht möglich, müssen unter Umständen vom Kieferorthopäden Platzhalter eingebaut werden, die ein Zusammenrücken der restlichen Zähne verhindern.
Gesunde Milchzähne unterstützen die kindliche Sprachentwicklung
Fallen die Milchzähne im Frontbereich des Oberkiefers vorzeitig aus, ist die Sprachentwicklung beeinträchtigt. S- und Z-Laute klingen merkwürdig, weil die Zunge sich zu weit nach vorn bewegen kann. Dieses Lispeln ist nicht das einzige Problem: Die ständigen Bewegungen der Zunge führen unter ungünstigen Voraussetzungen zu einem offenen Biss nach dem Zahnwechsel. Das bedeutet, dass sich die oberen und unteren Schneidezähne nicht berühren können.
Kariöse Milchzähne nicht im Mund belassen
Bleibt ein kariöser Milchzahn im Mund, wirkt er wie ein Bakterienherd, der auch benachbarte Zähne infizieren und das Allgemeinbefinden stören kann. Karies im Mund kann außerdem Schlafstörungen, vermehrte Durchfälle und eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte verursachen. Auch den bleibenden Zähnen bieten kariöse Milchzähne keinen guten Start. Sobald diese durchbrechen kommen auch sie sofort mit Karies in Berührung.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
