Was gibt es Neues bei Big Brother?

Kultshow Big Brother feiert 10-jähriges Jubiläum

Müll - Scully van Funkel
Müll - Scully van Funkel
Obwohl das Konzept kaum geändert wurde, sind die Bedingungen diesmal extremer als in früheren Staffeln.

Am 11.Januar 2010 fiel der Startschuss für die Jubiläumsstaffel der deutschen Kultshow "Big Brother". Auch diesmal winkt dem Sieger eine Prämie von 250.000 Euro.1,65 Millionen Zuschauer verfolgten den Einzug der 12 Kandidaten.

Obwohl sich das Konzept nur wenig geändert hat, sind die Bedingungen diesmal extremer als in früheren Staffeln. Zu Anfang wurden die Big-Brother-Kandidaten, in zwei Gemeinschaften zu je sechs Personen, in zwei Häusern einquartiert.. Eine Gruppe lebt zukünftig auf einer großzügigen Wohnfläche inmitten von Wohlstand und erfreut sich einer sauberen Umgebung, während die andere Gruppe mit dem "sozialen Abstieg" zu kämpfen hat.

Ein Ort des Grauens: Big-Brother-Secret-House

167,5 Quadratmeter Wohnfläche stehen sechs weiblichen Big-Brother-Teilnehmern und einem männlichen Bewohner zur Verfügung. Auf die Annehmlichkeiten eines Gartens müssen sie jedoch verzichten.

Inmitten von Unrat und Sperrmüll, sind die notwendigen Dinge des Lebens auf ein Minimum beschränkt. Anstatt auf weichen Daunendecken und hochwertigen Matratzen, schlummern die Kandidaten auf harten Holzpaletten, in ihrem Messie-Schlafzimmer. Obgleich den Bewohnern die Möglichkeit gegeben wird, das Gerümpel zu sortieren und letztendlich zu entsorgen, handelt "Endemol" nach dem Motto: "Und täglich grüßt der Müll": Sobald eine Ecke freigeräumt ist, wird neuer Plunder angeliefert. Ein scheint ein unmögliches Unterfangen, diesem Chaos je zu entkommen. Bleibt abzuwarten, wie die Bewohner, auf Dauer, mit dem konstanten Müll-Entsorgungs-Stress umgehen.

Die Wohlfühloase: Big-Brother-Haus

Der Luxusbereich verfügt über eine Fläche von 278,25 Quadratmetern, einem 143 Quadratmeter großen Garten, inklusive beheiztem Swimmingpool. Im Gartenbereich seht ein kleines Holz-Häuschen auf 13,5 Quadratmetern. Dieser abgegrenzte Teil würde zukünftig als "Strafbezirk" genutzt, ließ ".rtl2" verlauten.

Zwei Kandidaten mit HIV sorgten für Aufsehen

Die bessergestellte Gemeinschaft hat indessen mit ganz anderen Problem zu kämpfen. Zwei homosexuelle Hausgenossen (HIV-positiv) sorgten bei einem männlichen Bewohner (41Jahre) für dermaßen großes Unbehagen, dass er nach nur einer Nacht das Haus freiwillig verließ.

Deutsche AIDS-Hilfe erhofft sich mehr Aufklärung durch Big-Brother-Projekt

Jörg Litwinschuh, Pressesprecher der Deutschen AIDS-Hilfe, bedauerte die Entscheidung des Frankfurters sehr, denn gerade die das homosexuelle Ehepaar könne nachdrücklich demonstrieren, dass ein miteinander leben im Alltag durchaus möglich sei. Allerdings solle man auch bedenken, dass HIV-Positiv eine ernstzunehmende Erkrankung sei.

Da das durchschnittliche Publikum der Big-Brother-Sendung zwischen 14 und 49 Jahren alt wäre, erhofft sich Jörg Litwinschuh, dass gerade junge Leute nicht mehr so leichtsinnig mit ihren sexuellen Kontakten umgehen, wenn sie täglich miterleben, mit welchen körperlichen und zwischenmenschlichen Problemen HIV-Positive zu kämpfen haben.

Es bleibt spannend bei Big Brother

79 Kameras und 37 Mikrofone, in beiden Bereichen, sollen dafür sorgen, dass dem Stammzuschauer, in den nächsten Monaten, nichts entgeht. Man darf gespannt sein, wie sich das Zusammenleben der unterschiedlichen Charaktere noch gestaltet

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Scully van Funkel - Freiberufliche Autorin, Content-Managerin, OnlineRedakteurin Scully van Funkel: Naturwissenschaften / GrenzwissenschaftenScully van ...

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