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Jeder, der dies hier am Computer lesen kann, hat ihn: den E-Faktor. "E" wie in E-Mail, E-Business, E-Learning, E-Consulting. Und ebenso wie dort steht das "E" für elektronisch. Es gibt also einen elektronischen Faktor. Und jeder, der sich irgendwie online bewegt, hat einen E-Faktor. Doch keine Panik, es handelt sich keineswegs um irgendwelche persönlichen Daten, die irgendwo noch zusätzlich von den Usern gespeichert werden. Im Gegenteil: der E-Faktor ist etwas Positives, das man als User selbst verursacht und steuern kann. Und er sollte möglichst einen hohen Wert ergeben, dieser E-Faktor. Insbesondere, wenn man im Internet oder mit Hilfe des Internets Geld verdienen möchte.
Warum der E-Faktor für Freelancer besonders wichtig ist
Der E-Faktor ist vor allem für Freelancer, also den beruflichen Einzelkämpfern, extrem wichtig und sollte immer im Auge behalten werden, denn Online-Marketing ist für Freelancer unerlässlich. Das liegt daran, dass es nahezu keine Kosten verursacht und nach dem Min-Max-Prinzip mit geringstem Aufwand die maximal mögliche Umsetzung eines Marketing Konzepts erzielen kann.
Wie der E-Faktor entsteht
Im Grunde ganz einfach durch das soziale Netzwerk. Und das beginnt schon mit den E-Mails. Als Freelancer ist es unerlässlich, in seinen E-Mails eine Fußzeile oder Grußformel einzubauen, die automatisch auf jeder E-Mail erscheint. Dort lassen sich die Webseite und alle Kontaktdaten eingeben. So wird jede E-Mail wie eine Kleinanzeige zur Firmenwerbung. Sobald sie weitergeleitet wird oder die Sekretärin des Empfängers mitliest, entsteht die Vervielfältigung der Kontakte, das soziale Netzwerk. Und damit der Wert für den E-Faktor.
Wie man den E-Faktor selbst steuern kann
Je größer das Netzwerk eines Freelancers, desto höher natürlich der Aufmerksamkeitsgrad, der seinen veröffentlichten Beiträgen oder Posts entgegengebracht wird. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Profile auf den Anbietern der sozialen Netzwerke zu haben. Das Internet gibt Tipps, wie man das professionell angeht und aufbaut. Das soziale Netzwerk soll vorrangig dazu dienen, der Zielgruppe Informationen zukommen zu lassen, deren Aufmerksamkeit zu bekommen, die Neugierde zu wecken und sie zum Klick auf die entsprechende Website zu bewegen. Diese muss natürlich ebenso nach dem Aida-Prinzip (Attention, Interest, Desire, Action) zum Produkt führen und schließlich zum Kauf-Klick. Ist die Anzahl der Kontakte im sozialen Netzwerk groß, ist eventuell auch der sogenannte Traffic auf der verlinkten Webseite hoch. Wenn dem so ist, sollten auch die Verkaufszahlen relativ hoch sein.
E-Faktor Analyse und Research
Es ist sinnvoll, sich alle Kontaktzahlen regelmäßig im Research in Tabellen zu notieren und zwar unterteilt nach den jeweiligen Profilen. Die Zahlen, die man benötigt sind die Antworten auf:
- Welches Profil im sozialen Netzwerk hat wie viele Kontakte?
- Wie viele Klicks gab es im zu analysierenden Zeitraum auf den entsprechenden Webseiten?
- Wie viele Verkäufe, Bestellungen oder Aufträge gab es im selben Zeitraum über dieselben Webseiten?
- Wie viele Verkäufe, Bestellungen oder Aufträge gab es insgesamt (schließlich wird man auch anders kontaktiert) im selben Zeitraum?
Wer außerdem sogar unterteilen kann, welche Klicks auf der Webseite von welchem Profil im sozialen Netzwerk kommen, der kann noch gezielter analysieren und ggf. nachbessern.
E-Faktor errechnen geht ganz leicht - mit dem Dreisatz
Diese Zahlen in Relation gesetzt und in Prozente umgerechnet ergeben den E-Faktor. Das sieht dann so aus: Alle Kontakte dividiert durch die Website-Klicks ergeben den Anteil der Zielgruppe in den sozialen Kontakten.
Beispiel: 5.000 Kontakte geteilt durch 250 Klicks im betrachteten Zeitraum sind ein Zwanzigstel oder 5 Prozent (= der E-Faktor der Sozialen-Netzwerk-Aktivitäten). Ziemlich wenig für so viel Aufwand. Fazit: die Kontakte überprüfen, ggf. sogar löschen (weil uneffektive Kontakte verringern den Faktor dauerhaft) und neue suchen, die mehr der gewünschten Zielgruppe angehören.
Doch es geht noch weiter: Die Besucher der Webseite in Relation zu den Bestellungen oder Verkäufen gesetzt ergeben nämlich den nächsten E-Faktor des Traffics auf der Webseite. Oder anders: wie effektiv die Webseite ist. 250 Klicks und 250 Aufträge wären 100 Prozent (E-Faktor der Webseite), d.h. diese wenigen Klicks waren wenigstens genau die Zielgruppe. Fazit: Es sind hauptsächlich, wie erwähnt, die Kontakte insgesamt zu überprüfen und zu optimieren.
Und nun: wie groß ist der Anteil der Aufträge über die Webseite am Volumen aller Aufträge im selben Zeitraum. Das kann jeder schnell errechnen. Weiterhin interessant: wenn die Anzahl der Aufträge bei 250 Klicks bei 10 Bestellungen liegt, wäre das 1/25 oder 4 Prozent. Was tun? Zum einen eben die Ausgangsgruppe überarbeiten und dann den Aufbau der Webseite überdenken. Und zwar mit der Frage, ob potenzielle Auftraggeber oder Kunden wirklich zur Aktion der Bestellung animiert werden.
Zum Schluss dann die Relation der 10 Bestellungen zu den Gesamtkontakten im sozialen Netzwerk. Das wäre ein E-Faktor von 2 Prozent, oder die Antwort auf die Frage wie viele Angehörige der Zielgruppe tatsächlich in den 5.000 Kontakten stecken.
Ein kleiner Tipp und Hoffnung
Je regelmäßiger man seinen E-Faktor überprüft, desto erfolgreicher werden künftige Online Marketing Strategien sich auf den Umsatz auswirken. Auch wenn das erst einmal nach mühsamer Papierarbeit und trockenen Zahlen klingt: Wenn das soziale Netzwerk optimal eingestellt und regelmäßig ausgebaut wird (damit auch neue Kunden dazu kommen), erleichtert es dem Freelancer die Akquise ungemein und sorgt für regelmäßigere Umsätze.
