Was ist ein GPS-Gerät und wie arbeitet es?

Navigationssystem zeigt den Weg - Elke Schulze
Navigationssystem zeigt den Weg - Elke Schulze
GPS- oder Navigations-Geräte gibt es es viele auf dem Markt. Aber wie funktioniert so ein GPS überhaupt?

Die Abkürzung GPS bedeutet „Global Positioning System“. Dieses System ermöglicht es, ein Ziel immer vor Augen zu haben, egal ob Hindernisse im Weg stehen. Am einfachsten kann man sich vorstellen, dass das GPS-Gerät mittels einem imaginären Seils mit dem Ziel verbunden ist. Man muss sich nur an diesem Seil entlang hangeln und verliert das Ziel nie aus den Augen.

28 Satelliten ermöglichen GPS

Die Geschichte des GPS begann schon vor 36 Jahren, aber es dauerte noch 10 Jahre, bis das System im begrenzten Umfang für Vermessungszwecke genutzt werden konnte. Von den Medien wurde erstmals 1991 in Zusammenhang mit dem Golfkrieg über GPS berichtet und 1993 stand die volle Satellitenkonfiguration von 24 Satelliten zur Verfügung, die es ermöglichte, weltweit und rund um die Uhr eine Position zu bestimmen. Nun wurden die GPS-Geräte auch für jeden erschwinglich.

Die ersten, die es nutzen, waren die Seefahrer. Heute gibt es kaum mehr ein Boot ohne GPS-Empfänger. Es folgten die Autofahrer und Wanderer, Fahrradfahrer, auch Reiter und Kutschfahrer können diese Technik einsetzen und heute auf 28 aktive Satelliten zurückgreifen. Während bis zum 1. Mai 2000 Ungenauigkeiten bis 100 Meter keine Seltenheit waren, da aus militärischen Gründen die Positionsgenauigkeit verschlechtert wurde, ist seit Abschalten dieser künstlichen Verschlechterung eine Positionsgenauigkeit bis zu fünf Metern möglich.

Je nachdem, wie viele Satelliten das GPS-Gerät empfängt und in welchem Gelände man sich bewegt, fällt die Genauigkeit der Positionsbestimmung aus. Mindestens vier Satelliten muss das Gerät empfangen, wenn es eine Position in geographischer Länge, Höhe und Breite bestimmen soll. Während ältere Geräte mit freier Sicht zu den Satelliten positioniert werden sollten, gibt es mittlerweile Geräte mit einem Sirf STAR III-Chip, der einen fast ununterbrochenen Empfang ermöglicht, auch wenn das Gerät zeitweilig durch die Kleidung verdeckt ist.

Ein GPS- oder Navigationssystem liefert viele interessante Daten

Mit Hilfe eines Navigationssystems findet jeder zunächst seinen Weg. Das kann schon sehr wichtig sein, wenn man nicht mehr weiß, wo man sich befindet. Aber aus den Grundgrößen Längen- sowie Breitengrad, Höhe und Geschwindigkeit können weitere interessante Informationen errechnet werden, wie Maximalgeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, zurückgelegte Strecke und bewältigte Höhenunterschiede.

Ein Navigationsgerät zeigt dem Benutzer, wie lang die noch zu bewältigende Strecke ist und wie groß die Tagesleistung war. Man kann die Strecke während der Bewegung aufzeichnen lassen oder eine am PC geplante Strecke in das Navigationssystem eingeben. Es zeigt an, wie weit es noch bis zum Ziel ist, hat eine Kompassdarstellung und die Daten lassen sich auf Computer übertragen und weiter bearbeiten.

Welches Navigationssystem ist das richtige?

Navigationssysteme gibt es mittlerweile für jeden Anspruch und Geldbeutel auf dem Markt, für den absoluten Technik- und Computer-Freak, aber auch für den Minimalisten. Ein Outdoor-Navigationssystem sollte einfach zu bedienen sein und der Anwender sollte sich vor dem Kauf eines solches Gerätes überlegen, was er damit machen möchte. Geht es darum, einfach nur wieder nach Hause zu finden, die Streckenlänge und die Geschwindigkeit zu messen? Oder möchte man umfangreiche Wanderungen am PC planen, die auf dem Display des Navigationssystems genau so dargestellt werden, wie am heimischen PC? Wie lässt sich das Gerät bedienen, ist es eher leicht verständlich oder muss man vor Benutzung ein Seminar besuchen? Welche Funktionen hat das Gerät, benötigt man alle oder sind die meisten überflüssig?

Die meisten Navigationsgeräte haben einen guten Empfang, wenn sie nicht in einer Tasche verstaut sind. Eine freie Sicht des Navis zum Satelliten ist jedoch von Vorteil. Wer sich für ein Navigationssystem interessiert, der sollte sich vor dem Kauf genau über die angebotene Software und Geräte informieren.

Elke Schulze www.derkutschbock.net, Lena Henze

Elke Schulze - Elke Schulze ist Agraringenieurin, ausgebildete Tierheilpraktikerin und studierte im Fernstudium Journalismus. Seit 2007 gibt sie das ...

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