Was ist neu an Windows Vista?

Neuheiten und Unterschiede der Microsoft Betriebssysteme

Von Windows Vista gibt es sechs Versionen: Starter, Home Basic, Home Premium, Business, Enterprise, Ultimate. Unterschiede, Vorteile, Systemvoraussetzungen und Probleme.

1. Windows Vista Starter

Ähnlich wie die Windows XP Starter Edition ist diese Version stark eingeschränkt. Vista Starter ist vor allem für Entwicklungsländer konzipiert und soll dort illegalen Kopien vorbeugen. Man kann nur drei Programme gleichzeitig starten. Diese Version ist die einzige, die nur eine 32-Bit-Unterstützung enthält.

2. Windows Vista Home Basic

Vista Home Basic ist eine stark abgespeckte Version von Vista, der unter anderem die neue Oberfläche “Aero” fehlt. Sie ist also nicht für einen erweiterten Multimediagebrauch geplant.

3. Windows Vista Home Premium

Diese erweiterte Version von Vista Home Basic ist für den privaten Markt konzipiert. Sie hat einige zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel die Unterstützung von HDTV und das Schreiben von DVDs. Die Vista Home Premium Version ist vergleichbar mit der Windows XP Media Center Edition, kann aber nicht in ein Domänen-Netzwerk integriert werden.

4. Windows Vista Business

Ähnlich wie Windows XP Professional zielt diese Version auf den Firmenbereich. Sie unterstützt Windows Server Domains und ist mit einer neuen Version des Webservers IIS ausgestattet.

5. Windows Vista Enterprise

Diese Version ist vor allem für Großkunden gedacht. Sie hat, auf Vista Business basierend, zusätzlich unter anderem die Festplattenverschlüsselung BitLocker, den PC-Emulator Virtual PC Express sowie ein Subsystem für Unix-basierte Anwendungen, mit dem Unix-Programme direkt unter Vista laufen. Diese Version wird in Volumen-Lizenz - ohne Aktivierungspflicht - an Großkunden verkauft.

6. Windows Vista Ultimate

Vista Ultimate schließlich ist die Version von Vista, die die Funktionen aller anderen Versionen vereinigt, und richtet sich laut Microsoft an Kleinunternehmer, die ihren PC privat und geschäftlich nutzen, und an Privatanwender, die ihren Rechner sowohl zu Hause als auch im Unternehmensnetzwerk betreiben.

Systemanforderungen

Microsoft empfiehlt folgende Mindestkonfiguration: Prozessor mit 800 Megahertz Taktfrequenz, 512 MB Arbeitsspeicher und 15 GB freie Festplattenkapazität. Besitzer leistungsschwacher Computer müssen auf die Aero-Oberfläche verzichten, das Betriebssystem schaltet automatisch in den Classic-Modus, der sich optisch nur durch Details vom Design des Windows XP unterscheidet.

Bis auf Windows Vista Starter (ehemals „Windows Starter 2007“) kann man alle Versionen in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Version erwerben.

Die Versionen für den europäischen Markt unterscheidet Microsoft - wie schon bei Windows XP - noch als „N-Editionen“. Die EU-Wettbewerbskommission hatte Microsoft vorgeschrieben, auf eine Bündelung des Betriebssystems mit dem Windows Media Player zu verzichten, um Konkurrenten im Multimediabereich nicht zu benachteiligen.

Die wichtigsten Neuerungen

Die schicke Benutzeroberfläche des Vista nennt sich Aero Glass. Fenster werden dreidimensional dargestellt, die Ränder sind transparent, sodass der Desktop-Hintergrund durchschimmert. Offene Fenster können in einer ganz neuen Optik, quasi nebeneinander schwebend, gezeigt werden. Die Aero Benutzeroberfläche braucht allerdings viel Rechenleistung, weshalb sie auf älteren Modellen nicht funktioniert.

Verbessert wurden Suchfunktionen, die Speicher- und Prozessverwaltung, die Rechte- und Benutzerkonten-Verwaltung und somit die Sicherheit des Systems.

Durch die sogenannte Parental Control können Eltern oder Firmen festlegen, wann, wie lange und mit welchen Programmen die Kinder oder Mitarbeiter den Computer oder das Internet benutzen.

Zu den neuen Anwendungen gehören unter anderem neue Spiele, der Windows Kalender oder der Windows Defender, der Schutz vor Malware - unerwünschte Software, die möglicherweise Schaden anrichtet - bietet. Ohne dass zusätzliche Programme benötigt werden, kann man mit Vista DVDs brennen, Filme bearbeiten und das System sichern.

Optisch ist Windows Vista stark an Gestaltungselementen der grafischen Benutzeroberfläche des Mac OS X von Apple orientiert. Besonders schick und auch ganz praktisch ist die Windows-Sidebar, eine Leiste am Desktop-Rand, in der kleine Programme, sogenannte Widgets, eingebaut werden können. So zeigt die Sidebar beispielsweise einen kleinen Notizblock, einen Kalender, eine Uhr oder einen Währungsrechner an.

Mögliche Probleme

Kritisiert werden am neuen Windows Vista vor allem mangelnde Kompatibilität mit diverser Hardware. So warnt beispielsweise Microsoft-Konkurrent Apple davor, den Multimedia-Player iPod an einen Computer mit Vista anzuschließen, da dies die Funktionen des Players beeinträchtigen könnte. Bei einer Systemumstellung auf Windows Vista kann es auch passieren, dass sich die zuvor im iTunes-Store heruntergeladenen - und bezahlten! - Songtitel nicht mehr abspielen lassen. Apple empfiehlt deshalb iTunes-Nutzern grundsätzlich, mit der Umstellung auf das neue Betriebssystem von Microsoft zu warten, bis eine neue Version der i-Tunes-Software verfügbar ist. Zu diversen älteren Geräten, wie Druckern oder Kameras, sind möglicherweise keine Treiber für Windows Vista vorhanden. Um Ärger zu vermeiden, sollten Sie sich vor Kauf einer Vista-Version genau über mögliche und unerwünschte Nebenwirkungen bei Ihrem Computerhändler - oder einem fachkundigen Freund oder Bekannten - informieren.

Mag. Margot Aigner, Margot Aigner

Margot Aigner - Margot Aigner hat Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Kombination mit Anglistik/Amerikanistik an der Paris-Lodron ...

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