Was macht eine gute Freundschaft aus?

Freunde - manchmal fürs Leben - miraliki/pixelio.de
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Freundschaften erhalten gesund und verlängern das Leben. Wo man Freunde findet und wie man sie behält

"In guten wie in schlechten Zeiten" – was als Basis für die Ehe gilt, das gilt nicht weniger für die Freundschaft.

Warum sind Freundschaften so wichtig?

Wer sich in schweren Zeiten den Frust von der Seele reden darf, wenn er unzufrieden ist oder Kummer hat, der kann sich wirklich glücklich schätzen, denn Geist und Körper profitieren gleichermaßen davon, wenn man für seine Probleme ein offenes Ohr findet. Häufig ist die Person des Vertrauens der Partner. In einer Zeit jedoch, da fast jede zweite Ehe geschieden wird, nicht zu reden von all den nichtsanktionierten Partnerschaften, die scheitern, sind Freunde besonders wichtig geworden. Gut auch, wenn man ein paar mehr Freunde hat, denen man vertrauen kann. Denn gerade wenn eine Krise länger dauert, sollte man die Last geschickt verteilen. Doch nicht nur trägt sich eine Last gemeinsam leichter, auch die Freude verdoppelt sich, wenn man sie teilen kann. Während man sich seine Familie nicht aussuchen kann, sind Freunde Wahlverwandtschaften, die einen durchs Leben begleiten.

Freunde kommen und gehen

Das 18. Jahrhundert entdeckte die Freundschaft, wie wir sie kennen, und feierte kurzzeitig einen wahren Freundschaftskult. Viele Freundschaften entstehen bereits in der Kindheit und halten ein Leben lang. Mit anderen Freunden teilen wir nur einen bestimmten Lebensabschnitt. Eine Studie besagt, dass wir rund alle sieben Jahre die Hälfte unserer Freunde durch neue ersetzen. Wir entwickeln uns ständig weiter, so wie auch unsere Freunde es tun. Häufig trennen sich dabei unsere Wege, unsere Bedürfnisse, unsere Ziele. Es ist traurig, wenn man feststellen muss, wie eine Freundschaft an Bedeutung verliert, man immer weniger Gemeinsamkeiten entdeckt und sich auseinander lebt. Dann hilft nur lernen, loszulassen und die Freundschaft in guter Erinnerung zu behalten.

Neue Freunde finden

Die Welt ist voll von potenziellen neuen Freunden. Doch wie und wo findet man sie? Natürlich sucht man am besten dort, wo man sich selbst gerne aufhält: in einem VHS-Kurs, beim Sport, in einem Verein. Gleiche Interessen sind eine gute Basis für eine Freundschaft. Sympathie ist etwas, das sich ziemlich schnell einstellt, wenn uns ein möglicher neuer Freund begegnet. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Für schüchterne Menschen bietet das Internet Wege und Möglichkeiten, mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen. Man kann einem Forum zu einem bestimmten Interessensgebiet beitreten oder auch alte Freunde wieder ausfindig machen.

Überstürzen Sie nichts. Freundschaft lässt sich nicht erzwingen. Ralph Waldo Emerson sagte: "Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein". Am besten verhält man sich also immer so, wie man möchte, dass sich auch der andere verhält. Ein Seelenstriptease, wenn man sich kaum kennt, kann leicht abschrecken. Dennoch ist freilich eine gewisse Offenheit notwendig, wenn man sich besser kennenlernen möchte. Häufig ist man gerade bei neuen Leuten besonders sensibel und neigt dazu, Worte auf die Goldwaage zu legen. Und eben weil man sich noch nicht so gut kennt, kommt es an diesem Punkt leicht zu Missverständnissen. Wenn eine bestimmte Bemerkung oder ein Verhalten Sie irritiert, fragen Sie entweder gleich nach oder gehen Sie großzügig darüber hinweg, und geben Sie einander eine Chance, sich erst einmal besser kennenzulernen.

Freundschaften pflegen

Freundschaften brauchen Zuwendung. Man muss sich regelmäßig Zeit nehmen, seine Freunde zu treffen – beziehungsweise über Telefon oder E-Mail Kontakt zu halten. Was "regelmäßig" bedeutet ist freilich von Freundschaft zu Freundschaft unterschiedlich. Freundschaft lebt vom Austausch: vom Zuhören und sich aussprechen dürfen. Das Gleichgewicht wird sich gelegentlich verschieben. Bedanken Sie sich auch mal, wenn Ihr Freund Ihnen inmitten Ihrer Ehekrise wochenlang ein offenes Ohr schenkt. Wenn Ihnen eine Freundschaft wichtig und wertvoll ist, dann sagen Sie es auch. Jeder freut sich über das Kompliment, ein guter Freund zu sein! Wo zwei Menschen sich gut kennen, sich nahe sind, kann es nicht immer nur harmonisch zugehen. Eine gute Freundschaft verträgt auch eine Meinungsverschiedenheit, offene Worte und eine Entschuldigung.

Kurz gefasst: Was gehört zu einer guten Freundschaft?

  • Bereitwillig zuhören
  • Offenheit
  • Ehrlichkeit
  • Vertrauen
  • Gegenseitigkeit
  • Loyalität
  • Dankbarkeit
  • Zeit füreinander
  • Hilfsbereitschaft

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Quelle:

Hoffman, Edward: Durch dick und dünn: Freunde für alle Jahreszeiten. In: Psychologie heute. ;Mai 2010. S. 20-25.

Bild: miraliki/pixelio.de

Ursula Kohaupt - Hineingeboren in die Generation Golf, aufgewachsen in Bayreuth und Kunstgeschichte studiert in Bamberg, Marburg & London. Danach sechs ...

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