Jeder Mensch hat seine eigene innere Uhr. Diese steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus und wird durch den Wechsel von Tag und Nacht beeinflusst. Das erklärt, warum es Frühaufsteher und Langschläfer gibt. Die meisten Menschen schlafen in der Regel in der Nacht. Doch um wieviel Uhr man einschläft und aufwacht, ist individuell verschieden. Der eine kommt mit weniger Schlaf aus und ist trotzdem am Morgen fit wie ein "Turnschuh". Und der andere braucht jede Nacht neun Stunden oder mehr Schlaf. Das Schlafbedürfnis entsteht durch verschieden Stoffe im Gehirn, wie zum Beispiel durch Serotonin und Melatonin. Außer dem Tageslicht spielen Faktoren wie Freizeitgestaltung, die Arbeit und Beruf, das Essen eine wesentliche Rolle für einen geregelten Schlaf.
Die Schlafphasen
Jeder Mensch durchläuft in einer Nacht mehrere Schlafphasen. Diese gehen über das Einschlafen bis zum Tief- und REM-Schlaf.
- Das Einschlafen
Das Einschlafen – vorausgesetzt der Mensch ist müde – dauert meist nicht länger als fünf Minuten. Die Atmung wird langsamer und die Muskeln lockern sich.
- Der leichte Schlaf
Die Muskeln sind entspannt und die Atmung ist gleichmäßig. In dieser Phase ist der Schlafende noch relativ leicht wach zu bekommen.
- Der Tiefschlaf
Der Schlafende ist sehr schwer zu wecken. Er nimmt keine oder kaum Geräusche wahr. Seine Muskeln sind entspannt. Herzschlag und Atmung sind langsam und regelmäßig. Wird man in dieser Phase geweckt, ist der Schlafende den ganzen Tag unausgeschlafen. Die Tiefschlafphase dauert zwischen dreißig und sechzig Minuten.
- Der REM-Schlaf
In dieser Phase träumt der Schlafende und verarbeitet seine Eindrücke des vorigen Tages. Schnelle Augenbewegungen, unregelmäßiger Puls und eine schnelle Atmung sind typisch für den REM-Schlaf.
- Das Aufwachen
Dieser Zyklus dauert wenige Minuten. Der Schlafende wacht von selbst auf. Er fühlt sich ausgeschlafen und erholt.
Der Schlaf und seine Aufgaben
Im Gegensatz zu Komapatienten bleiben, wenn der Mensch schläft, alle Gehirn- und Körperfunktionen aktiv. Die Muskulatur tankt Sauerstoff und Nährstoffe, produziert und speichert Energiereserven. Wenn der Mensch schläft, laufen die Hormone zur Topform auf. Das Hormon Renin reguliert den Blutdruck. Das Hormon Prolaktin ist verantwortlich für die Milchsekretion bei stillenden Müttern, die sexuelle Erregbarkeit und das Wachstum. Daher ist es besonders wichtig, dass Kinder und auch Jugendliche viel schlafen, damit es zu keinen Wachstumsstörungen kommt. Alles, was der Mensch tagsüber an Informationen und Eindrücken aufnimmt, wird in der Tiefschlafphase gefiltert und im Langzeitgedächtnis gespeichert.
Schlafen ist gesund. Das ist bekannt. Dennoch leiden viele Menschen an Schlaflosigkeit.
Schlaflosigkeit (Insomnie)– man unterscheidet drei Arten
- Gelegentliche Schlaflosigkeit
Von einer gelegentlichen Schlaflosigkeit ist betroffen, wer nur ab und zu an Schlafproblemen leidet. Die Betroffenen können ansonsten gut schlafen. Ursachen können kurzzeitiger Stress sein.
- Kurzzeit-Schlaflosigkeit
Eine Kurzzeit-Schlaflosigkeit sollte nicht länger als eine Woche dauern. Ursachen für eine Kurzzeit-Schlaflosigkeit können Stress und Probleme sein.
- Chronische Schlaflosigkeit
Verantwortlich für eine chronische Schlaflosigkeit sind meistens psychische oder organische Symptome. Die Betroffenen brauchen sehr lange zum Einschlafen. Werden aber trotzdem vorzeitig wieder wach.
Quelle:
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