Wenn Sie eine Verstopfung haben, müssen Sie nicht zwingend gleich zum Arzt. Bevor der Gang zum Hausarzt ansteht, können Sie noch versuchen, die Beschwerden selbst zu beheben. Ganz falsch ist es jedoch, sofort zum Abführmittel zu greifen, was leider zu viele Leidende als erstes machen. Abführmittel bringen das Problem mit sich, dass man sich schnell daran gewöhnt und immer höhere Dosierungen benötigt. Dadurch können Nebenwirkungen relativ schnell auftreten. Sie könnten zum Beispiel Analveränderungen oder Hämorriden bekommen. Doch dann stellt sich die Frage: Was tun bei Verstopfung?

Das können Sie selbst gegen Verstopfung tun

Als erstes sollten Sie bei einer Verstopfung auf Ihre Ernährung achten. Die Ernährung ist wie sooft ein ernstzunehmender Faktor bei Krankheiten, insbesondere bei Darmerkrankungen. Wenn Sie nicht nur schnellstmöglich wieder auf die Toilette gehen möchten, sondern auch nachhaltig etwas bewirken möchten, sollten Sie mehr ballaststoffreiche Kost zu sich nehmen. Unter ballaststoffreiche Ernährung fallen unter anderem Haferflocken, Knäckebrot, Weizenkleie, Roggenbrot oder Reis. Der Darm wird es Ihnen danken, wenn Sie in Zukunft – nicht nur bei einer Verstopfung – diese Nahrungsmittel mit in Ihren Speiseplan aufnehmen.

Bei einer Verstopfung viel trinken

Wichtig ist auch, dass Sie bei einer Verstopfung viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Trinken Sie mindestens 2 Liter am Tag, am besten Wasser, Saft oder Tee. Flüssigkeit gehört mit einer richtigen Ernährung zusammen zu den wichtigsten Faktoren, um einen gesunden Darm zu erhalten. Der Stuhlgang wird durch reichlich Flüssigkeit ebenfalls weicher und es tritt kein Kratzen mehr auf. Doch das war es noch nicht und Sie stellen sich sicher die Frage, was man noch tun kann bei einer Verstopfung.

Viel Obst und Gemüse

Essen Sie viel Obst. Am besten solches, dessen Samen und Kerne Sie mit essen. Pflaumen, Trauben, Johannisbeeren, Äpfel oder Birnen sind hier zu empfehlen. Obst und Gemüse, welche viel Wasser enthalten, sind dagegen eher zu vermeiden. Nicht etwa, weil sie ungesund wären, sondern vielmehr aufgrund fehlender Ballaststoffe. Als Gemüse wirken Zwiebeln, Blattsalate oder Karotten sehr verdauungsanregend.

Bei einer Verstopfung gilt: Bewegung

Natürlich nicht nur bei einer Darmerkrankung, sondern generell sollten Sie sich viel bewegen. Insbesondere dann, wenn Sie einen Bürojob ausüben und nur im Sitzen Ihre Arbeit erledigen. Benutzen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl und machen Sie in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang. Hier macht es vor allem die Regelmäßigkeit, nicht die Länge.

Hausmittel bei einer Verstopfung

Es gibt viele Hausmittel, die man bei einer Verstopfung anwenden kann. Zu einem der bewährtesten Hausmittel gehört zum Beispiel, 5 getrocknete Feigen in lauwarmes Wasser einzulegen. Nehmen Sie dazu 750 ml oder 1 Liter. Am nächsten Morgen trinken Sie das Wasser und kauen auf den Früchten herum, am besten auf nüchternen Magen.

Wenn nichts hilft

Wenn keine der genannten Möglichkeiten eine Verbesserung der Verstopfung bringt, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden. Vor allem dann, wenn Sie entweder gar nicht auf die Toilette können oder Durchfall haben. Schämen Sie sich nicht für Ihre Darmerkrankung, in Deutschland leidet jeder Dritte an einer vorübergehenden oder ständigen Verstopfung, es muss Ihnen also nichts peinlich sein. Und sollten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten, ist damit nicht zu spaßen.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.